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Pseudomorphin.

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Pseudomorpliin.
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Pseudomorphin.
Von Pelle t i e r m r d e vor mehr als 30 Jahren aus dem
Opium ein Alkaloi’d ausgeschieden, welches sich zu FeeC13
zwar genau so wie S e r t u r n e r ’ s Norphium verhielt, jedoch
auch solche Eigenschaften besass, welche nicht leicht eine
Verwechselung beider Stoffe moglich machten.
Dieses P e l l e t i e r ’ s c h e P s e u d o m o r p h i n giebt z. €3.
ein schwefels. Salz, s c h w e r lo s 1 i c h in Wasser. Da jedoch
P e 11e t i e r die Bedingungen nicht anzugeben vermochte,
unter denen es sicher darsustellen sei, so konnte es, in Anbetracht der ausserst geringen Menge von Pseudomorphin im
Opium, nicht fehlen, dass man es nicht wieder erhielt und
manche Chemiker (unter ihren A n d e r s o n) die Existenz desi
selben bezweifelten. 0 t t o H e s R e hat nun dieses Alkaloid
wieder erhalten und einer sorgfaltigen Untersuchung unterworfen. Man verbindet am beaten die Darstellung des Pseudomorphins rnit der des Yorphins nach dem bekannten Verfahren von G r e g o r y . Versetzt man namlich das gereinigte
Gemisch von salzs. Morphin, Kodei’n etc. in alkoholischer Losung mit einem kleinen Ueberschusse von AetzammoniaMiissigkeit, so bleibt das Pseudomorphin in Losung, wahrend nur
das Morphin niederfallt. Man iibersattigt das Filtrat schwach
mit HCI, destillirt den Weingeist ab und filtrirt die riickstandige Losung durch ein Kohlenfilter. Die klare, aber noch
gefirbte saure Losung giebt bei Neutralisation rnit verdiinutem H3N einen voluminosen Niederschlag von rohem Pseudomorphin, den man sammelt, gut mit Wasser wascht und in
Essigsaure lost. Die filtrirte Losung mischt man vorsichtig
rnit so vie1 verd. H3N, dasssie nach der Fallung blaues Lackmuspapier eben schwach rothet. Bei diesem Punkte fallt nur
das Pseudomorphin nieder, das man an HCl bindet und das
gut krystallisirende Salz durch Umkrystallisiren aus Wasser
reinigt. Das reine Salz wird in vielem heissen Wasser gelost
und mit HsN zersetzt.
Das P s e u d o m o r p h i n wird hierbei als ein weisser,
feinkrystallinischer Niederschlag erhalten , der in der Flussigkeit lebhaften Seidenglanz zeigt ,- getrocknet hingegcn matt
wird. Bus kalter Salzlosung gefallt ist es ein dem Thonerdehydrat iihnlicher, die Filter verstopfender Niederschlag , der
trocken hornartig durchscheinend wird. Es ist unloslich in
Wasser , Alkohol , Aether, Chloroform, C %?, verdiinn ter SO
und warwigem Na0,CO 2, leichtloslich in KO - und NaO - Lauge,
etwae loslich in Kalkmilch, in geringer Menge loslich in H3H
I
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Parudomorphin.
Flissigkeit , frisch gefdllt sehr leicht lcislich in weingeistigem
Ammoniak. Es reagirt n i c h t alkalisch. Lost sich in concentr.
Schwefelsaure mit olivengriiner Farbe.
Pseudomorphin und cleine Salze losen sich in concentr.
Salpetersaure mit intensiv orangerother Farbc, die (wie bei
Morphin) bald in Gelb iibergeht. &lit Fe2ClS giebt es eine
blaue Losung. Weder das l’seudomorphin, noch dessen Salze
besitzen Geschmack. Die Formel des bei 120” C. getrockncten Pseudomorphins = C841119K08(es enthilt sonach O2 mchr
als das Morphin) ; lufttrocknes Pseudoniorphin = C34H19NO8
2HO.
0. H e s s e halt S c h ii t z e n b e r g e r ’ s O x y m o r p h i n
(aus salzsaurem Morphin mittelst KO,NO erhalten, siehe Cliem.
Centralblatt 1865. S. 1088) fur einerlei rnit seinem Pseudomorphin.
Sal z s a u r e s Ps e n d o in o r p h i n = C34H19N08,11Cl+2110
ist ein krystall. weisses Pulver, unlosl. in Alkohol und verdiinnter 603; es braucht 70 Th. Wasser von 2OOC. zur Losung, ist gesahuacklos, reagirt sailer und giebt rnit PtC12
cinen amorphen gelben Nicderschlag = Cs4H19N08,HCI,PtCI*.
S c h w e f e 1 B a u r e s Ps e u d om o r p h i n =C34H19KOS,H0,S03
GHO bildet wcisse gypsiihnliche Bliittchen, fast unloslich in
verdunnt. SO3,schwerlosl. in verdiinnt. heisser IICI. 1 Th. des
gewasserten Sdzes brancht 422 Th. Wasser von 20°C. ziir
Losung. Es ist unloslich i n Alkohol und Aether. Rothet
blaues Lackmuspapier.
0 x a 1 s au r e s Y s e 11 d o 111 o r p hi n = 2 C 3 W 9 X 0*,C41V08
+ 12HO bildet zarte Prismen von saurcr Reaction. 1 Th.
dess. braucht 1940 Th. Wasser von 20°C. zur Losung.
Auch die Sake dcs I’seudomorphins rnit NO5,CrOS,HJ
und Weinsaure krydallisiren und sind in Wasser schwerlcislich.
8 a1 z s a u r e s P s e u d o m o r p h i n - G o 1 d c h l o r i d ist ein
in Wasser unloslicher gelbcr aniorpher Niederschlag.
Queclrsilberchloridlosung fiillt ans heisser verdiinnter
Salz - Losung des Pseiidomorphins farblose Prismen, iiusserst
schwerlosl. in Salzsiiure. (Annalen d. Chemie u. P’amacie.
H. L.
Januar 1867. S. 87 -93.).
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