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Schwefelcyangehalt des menschlichen Speichels.

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Schwefelcyangehalt des rnenschlichen Speichels.
Schwefelcyangehalt des meuschlichen Speichels.
Der bis jetzt noch immer fragliche Punct uber das
Vorkornmen von Schwefelcyangehalt im menschlichen
Speichel scheint jetzt durch die neueren Versuche P e t t e n k o f e r ’ s iiber diesen Gegenstand ausser allem Zweifel
gestellt zu sein. Sein Verfahren zur Ermittelung des
Schwefelcyans besteht in Folgendem : Frischer Speichel
wurde fast ganz zur Trockene . verdampft, mit starkem
Weinseist aus ezogen. abermals verdampft und der alkoholtsche Riic -stand in Wasser gelost. Mit dieser neutral
reagirenden Losung wurden die verschiedenen Reactionen
vorgenornrnen. - Durch neutrales Eisenchlorid in sehr
geringer Menge hinzugesetzt, wurde eine sehr starke
Rathung hervorgebracht. Beim Kochen triibte sich die
gerothele Flussigkeit etwas und setzte einige rothbrauno
Flocken ab, aber die Intensitat der rothen FCrbung verminderte sich dadurch nicht im mindesten, auch nicht
durch Zusatz von Kochsalz oder Salmiak und von neuem
Speichelextract und Kochen konnte dieselbe zum Verschwinden gebracht werden. Hatte nun die rothe Parbung
des Speichelextracts (lurch Eisenchlorid bloss von Essigsaure oder Ameisensaure hergeriihrt, so hatte sie unter
diesen Umstanden wieder vollkomrnen verschwinden miissen.
Speichelextract wurde spater noch nachgegossen, urn im
Falle ein essigsaures Kali die Ursache war, sicher zu sein,
dass sich alles Eisenchlorid in essigsaures Eisenoxyd und
Chloralkalimetall hatte umsetzen urid ausfallen konnen.
Urn nun zu erfahren, ob das rothfarbende wirklich
Eisensulfocyanid sei, wurde eine neue Quantitat des Speichelextracts durch ein Paar Tropfen Eisenchlorid gerothet
und Ferridcyankalium hinzugesetzt. Nach sehr kurzer
Zeit war die Bildung von Berliner Blau vor sich gegangen.
Zur ferneren Erforschung wurde ein neuer Theil des
Speichelextracts rnit chlorsaurem Kali versetzt, zum Kochen
erhitzt und der kochend heissen Fliissigkeit noch etwas
Salzsaure zugefugt ; darnach fallte Chlorbaryum schwefelsauren Bar t, was vor der Behandlun mit chlorsaurem
Kali und alzsaure nicht
h a c h t e man das
Speichelextract mit einer Au leschah.
osung von Bleioxyd in Aetzkali zusammen, so wurde keine Spur von Schwefelblei
gebildet, hingegen das Extract mit Schwefelsaure gekocht,
so wurde ein daruber gehaltenes feuchtes Bleipapier sehr
merklich gebraunt. Bei vielfacher Wiederholune dieser
Versuche mit Speichel verschiedener Personen sind stets
gleiche Resultate erhaltcn worden. Petlenkofer stellt Run
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Darstellung des salpctersauren Harnstoffs.
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hierdurch mit Bestimmtheit die Behauptung auf, dass im
menschlichen Speichel wirklich Schwefelcyan an Kalium
oder Natrium ebunden vorhanden sei.
Die Metho e zur quantitativen Bestimmung des Schwefelcyans im menschlichen Speichel von W r i g h t hat Pettenkofer zu vielen Fehlern Veranlassung gebend efunden, die
seinige beruht auf der Oxydation des Schwe els des Sulfidcyans zu Schwefelsaure, Bestimmung der Quantitat
derselben durch Bar t, und Berechnung des Schwefels
der Schwefelsaure au Schwefelcyan.
Die mo liche Entstehungsweise einer geringen Menge
von Schwefe cyan im menschlichen Speichel, erklart Pettenkofer aus der Analogie des Harnstoffs, der im thierischen
Or anismus in bedeutender Menge vorkommt. Beide Korper
en1 alten Kohlenstoff und Stickstoff in dem Verhaltnisse,
um Cyan bilden zu konnen.
Wird der Harnstoff C2 N4 N8 0 2 als cyansaures
Ammoniumoxyd C2 NZ O + N Z Ha 0 betrachtet und diese
Formel mit der des Schwefelcyanammoniums (2%N" S*
N2 HB, verglichen, so ist zwischen ihnen eine auffallende
Beziehung zu finden. Wenn man die 2 Aequiv. Sauerstoff
im Harnstoffe (CzN4 HS 02)
durch 2 Aeqaiv. Schwefelvertreten lasst, so hat man die Elemente des Schwefel
cyanammoniums
Ca N' Hn Sa = C * Nz S* + N 2 HE.
Pettenkofer hat ferner gefunden, dass sich Harnstoff
wirklich durch Behandlung mit Schwefelalkalimetallen in
eine Schwefelcyanverbindung uberfuhren lasst. Da nun im
Blute bereits Harnstoff gebildet vorkommt, so ist es nicht
undenkbar, dass sich dieser in der Speichelrohre mit dem
Schwefel der Proteinsubstanzen zu Schwefelcyan umwandelte. Auch W r i g h t hat wirklich eine bedeutende Entleerung von Harnstoff durch den Speichel bei einer
Salivation beobachtet. (Buchn. Repert. f. die Pharrn. Bd. 41.
a.3.) B.
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Darstellung des salpetersauren Hanistoffs.
Dr. H a e n 1e hat Wittsteins Verfahren zur Bereitung
des Harnstoffs gepruft und dasselbe zu verbessern versucht.
Er lasst auf einem Eisenbleche 16 Unzen feingepulvertes Kaliumeisencyanur unter stetem Umriihren so lange
erhitzen, bis es nicht mehr dampft, wornach I4 Unzen
zuruckblieben. Mit 7 Unzen gebeutelten besten Braunstein
gut gemisoht, erhitzt er aufs neue, bis zur Entziindung
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