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Silberoxyd als Arzneimittel.

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Gewinnung des SilBrrs aus dem Chlorsilber.
wurde endlich alles Silber inoglichst gesammelt, und so
wurden noch el-halten 4,357 Grm. Silber, also im Ganzcn
132,241 Grm. Der gcrinae Verlusl von 1.349 Grm. oder
von 0,935 Proc. des Silbergehaltes wird haoptsachlich
durch die . zweite Schnielzung veranlasst sein, weil der
dazu angewendete kleine Tiegel keiner weitern Behandlung untcrworfen wurcle. Gi e s e's Angahe, dass der Silberverlust imimer 2 bis 3 Proc. bctrage, kann daher wohl
n u r bedingungsweise richtig sein. Der ganze Aufwand
von l\laterialien u n d Utensilien zur -4uflosung, Fallung und
Reduction des Silhers belief sich ungefahr auf <T des
angewendeten Silbcrwerlhes. Ein Zusatz von Kalihydrat oder kohlcnsaurem Du'alron zu dern Gemengo von
Chlorsilber und gereinigter Pottasche, wie Mo h r und K a s t n e r nngeben. um das Schmelzen zu erleichtern, scheint
von keinem Vortheil, auch die Angabe von einer Verfluchtigung des Chlorsilbers wenig wahrscheinlich.
Wenn man das Silber nicht als einc matte, weisse
dendritischo hlasse erhalten will, so muss durchaus zuletzt
die Hellrothgluhhitze angcwendet werden. Griissere Mengen dendritischen Sil bers konnen wolil noch Chlorsilber
einschliessen, wie P r 011 s t angegeben hat, oder auch wohl
Kalisalz; der vollig geschmolzene Regulus ist frei davon.
Die Excrescenzen, welche inan zuweilen sieht, sind lcdiglich der Krystallisation des Metalles zuzuschreiben, obwohl
sie ofters einer Sauersloff - Absoi-ption beigemessen werden.
Findet letztere statt. so kann man voraussetzen, dass bei
der Reduction des Chlorsilbers durch kohlensaures Kali
der freiwerdende Snuerstoff nicht aus der schmelzenden
Salzmassc entweichc, sontlern Kaliumsuperoxyd erzeuge
und eine gewisse Menge von Iiolilensaure dafur entwickele.
Die Reduction des Chlorsilbers in einem Arzneiglasc zu
hewirken, nach M o h r 's Versuchen, giebt bloss ein pulver-formiges Silber, da der Schmelzpunct des Silbers uber
dem des Glases liegt. Was dic Reduction des Chlorsilbers
mit Colophonium, von M o h r cmpfohlen, sowie die von
G a y - L u s s a c , wclcher das Chlorsilber mit ;Aetzkalk
reducirt wissen will, hetrifft, so fehlt es ersterer an directer Nachweisung des unvermeidlichcn Verlustes, letzterer ebenfalls einer niiheren Prufung auf Zulassigkeit fur
chemische und pharmaceutische Laboralorien. (Uuchn.
Repert. Bd. 43 8.8.)B.
Silberoxyd als Arzneimittel.
Dieses neue Arzneimittel wird in England angewendet. Aus den Mittheilungen englischer Aerzte geht hervor,
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Silbero.zyd als Arzneimittel.
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dass das Silberoxyd als adstringendes, tonisches, umstimmendes und gelinde sedatives Arzneimittel durch eigenthumliche Wirksamkeit ausgezcichnet ist. Es ist eben so
wie das Quecksilberoxyd und Bleioxyd in Wasser nicht
ganz unloslich, und hat die sehr beachlenswerthc Neigung,
mit Protein eigenthiimliclie Verbindungen cinzugehen. ohne
die schlimrnen Nebenwirkungen, wodurch die inrrerliche
Anwendung des salpetersnuren Silbers untl essigsauren
Bleies manchmal bedenltlich wird, nach sich zu zishen.
Es wird innerlich zu - ;- ,I Gran pro dosi in geeignelen
Verbindungen mit Pulvzs G. li.agacanlh., Rnd. Rliei, Rod.
Ipecac., Sap. med., Fel Tauri insp., Eztr. Hyoscyumi, Extr.
Conii mac., Exlr. Chninoinill. und dergleichen in Pillen,
aber auch in Pulverform gegeben. Ausgezeichnet wirksam hat sich das Silheroxyd bisher bewiesen bei verschiedenen innerlichen Blutungcn, namentlich hei Bluthusten und Blutbrechen, bei Rlutungen aus den1 Darmkanal,
bei Multerblutfluss; auch bei Schleirnflussen, Diarrhoe und
colliquativem Schweisse; auch bei Dyspepsie, Magenschmerzen , Sodbrennen, bei verschiedenen Neuralgien, auch
gegen Epilepsie und Syphilis. Da das Silber in seinen
chemischen Eigenschaften dem Quecksilber ahnlich ist
und es die grosste Affhitat zu Chlor besitzt und ehen so
wie das Calomel eine merkwurdigc Il.'eigunghat, als Chlorsilber mit Protein auflosliche organische Verbindungen
einzuqehen, welche den Organismus zu vermehrten Ausscheihungen auf gewissen Wegeii disponiren, so lasst sich
rnit Wahrscheinlichkeit annehmen, dass das Silberoxyd
auch in seinen pharrnakologischen Eigenschaften dem Quecksilberoxyd ahnlich sein wird, nur vie1 milder als das lelzh e ; es scheint auch bei langere Zeit fortgesetztern Gebrauche nicht leicht schlimme Folgen nach sich zu ziehen.
(Repert. f. d. Pharrn. Bd. 43. H. 3J B.
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Quantitative Bestiminuog des Arsens.
Hieruher hat L e vo I interessante Versuche angestellt.
Mehrere nicht metallische Sauren haben eine grosse Neigung mit gewissen unloslichen Metallsauren u n l o s l i ch e
Doppelverbindungen einzugehen; zu diesen gehort auch
die Arsensaurc. Rehandelt man arsenhaltiges Antimon mit
Salpetersaure, so lost sich zwar ein grosser Theil des
Arsens darin auf und vermitlelt zugleich cine grossere
Loslichkeit des Antimonoxyds, aber auch rnit dein ungelost bleibenden Anlirnonoxydf? bleibt ein leicht nachweisbarer Antheil des Arsens verbunden. Behandelt man aber
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