close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Thallium im Russ der Anthracitfen.

код для вставкиСкачать
256
Thallium i m Russ der Anthracitiifen.
dieses neuen Metalles zu fiihren. B e r z e l i u s fand in
dem untersuchten Absatze Selen, vie1 Schwefel, Eisen,
Kupfer, Zinn, Zink, Blei, Quecksilber, Arsen ; kein Tellur, wegen dessen er eigentlich seine Untersuchungen
unternommen hatte.
B o t t g e r fand das Thallium nicht in den Bleikaminern der Fabrik zu Zwickau, wo man Blende verarbeitet, nicht in der Fabrik zu Aussig, wo Eisenkiese verwendet werden. Gleiche negative Resultate crgaben die
Untersuchungen des Bleikammersediments von Griesheim
bei Frankfurt, von Niirnberg und Hettstadt, wo Kupferkiese vermbeitet werden. Spuren von Thallium fand
J j o t t g e r im Sedimente der Fabrik von Aachen, wo
Blende und Eisenkiese, und von Goslar, wo Kupferkiese
zur Fabrikation der Saure dienen.
K u h l m a n n macht auf die Bedingungen aufinerkSam, unter welchen sich vorzugsweise in seinen FabrikApparaten Thallium angehiiuft findet. Er hat vor der
Reihe der eigentlichen Bleikammern eine zieinlich gerauinige Kammur, in welcher das durch Verbrennen der
Kiese gebildete Gas durch Temperaturerniedrigung mechanisch mitgerissene feste Stoffe, leicht condensirbare
fluchtige Substanzen und voreiiglich arsenige Saure absetzt. In gewissen Partien dieses Sediments findet sich
Thallium metalliseh bis zu li; Procent. Wahrseheinlich
wiirde, wenn diese Methodc der Reinigung der Schwefelsiiure in den genannten Fabriken angewendet ware, l3o t tg e r das Thallium in den Absatzen gefunden haben, wie
er es in einer von K u h l m a n n iibersandten Probe fand.
Die von diesem verarbeiteten Kiese waren aus den Minen
von Oneux bei Spaa: es ist Eisensulfur, durchzogen von
Blende und Blciglanzadern. Diese Kiese geben an Thallium reichhaltige Sedimente, wiihrend die von Saint- Be1
bei Lyon, die weder Zink noch Blei enthalten, nur SpuFen von Thallium liefern. (Ann. de C’lim. et de Phys. Avril
1863.)
Br. Keicli.
-_-
Thallium im Buss der Anthracitiifen,
R o p p e r fand Spuren von Thallium in dein Russ
der Oefen, in welchen Anthracit verbrannt worden war.
Neben der grunen Linie des Thalliums bemerkte er die
des Calciums und Baryums und constatirte das erstere
durch Vergleichung mit Chlorthallium. Er leitet das
Thallium her von dem den Anthracit begleitenden Pyrit,
Getuinnung von Thallium.
257
denn in andern fossilen Arennstoffen wurde dasselbe vergeblich gesucht. ( B O t t g e r fand in den Pyritrosttjfen
Thallium. Po@. Notizbl. 1863. p. 736.) (Journ. de Pharm.
et de Chim. Aodt 1863.)
Dr. Reich.
Gewinnung von Thallium nach Croobes.
In den Schwefelsaurefabriken, wo Schwefelkies gebrannt wird, snmmelt sich in den Kammern eine Masse
Flugstaub, in welchem C r o o k e s neben Thallium Quecksilber, Kupfer, Arsenik, Antimon, Zinlr, Eisen, Cadmium
und Selen gefunden hat. Dieser Flugstaub wird zur Gewinnung nes Thalliums zunachst mit heissem Wasser
ausgezogen, wobei sich salpetrigsaure Dhmpfe entwickeln.
Zu der Fliissigkeit setzt man Salzsanre, wodurch unreines Chlorthallium gefallt wird. I)ie%es wird in Platingefassen durch concentrirte Sclrwefelsaurc in Sulfat verwandelt, das Sulfat in heissem Wasser gelost und nochrntils mit Salzsaure gefallt, der Niederschlag gemaschen
und unter Erhitzen in concentrirte Schwefelsaure eingetragen, bis alle Salzsaure verjagt ist. Nach und nach
verwandelt sich die Flussigkeit in eine krystallinische
Mnsse, aus der man durch Umkrystallisiren das reine
Salz darstellt. Die Redpetion des Metalls aus demselben
geschieht durch den galvanischen Strom einiger Groveschen Zellen. Das im schwammigen Zustande abgeschiedene Netall triigt man nach und nach in einen eisernen
Tiegel, der iiber einem Gasbrenner erhitzt wird, wahrend
uber demselben eine Hohre der Art angebracht ist, dass
sich ein Strom Kohlenwasserstoffgas fortwahrend in den
Tiegel ergiesst und das Metall vor Oxydation schutzt.
Das Eisen wird bei diesem Schmelzprocesse nicht angegriffen.
Das Thallium ist im geschmolzenen Zustande vom
Quecksilber kaum zu unterscheiden. Es ist harnmerbar,
lasst sich aber nur schwierig au Draht ziehen. Es ist
weicher als Blei und giebt auf Pnpier einen dunklen
Strich mit gelbem Reflex, der aber bald verschwindet.
Es ist fast so stark diamagnetisch wie Wismuth, schmilzt
bei 2690 und destillirt in der Rothgliihhitze unter Rildung rothbrauner Danipfe. Die Spiritusflamme wird vom
Thallium und seinen Verbindungen sehr intensiv und fast
monochramatisch griin gefrlrbt. Mit einer Mischung V O
8 Th. cblorsaurem Thsllion, 2 Th. Calomel und 1 Th.
Ham erhalt man ein wunderschones griines Feuer. Viel17
Arch. d. Phann. C m . Bds .8. Rft.
~
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
127 Кб
Теги
der, thallium, russ, anthracitfen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа