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Titan und Stickstoff.

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Titan und Stickstof.
schussige Salmiak weggedampft i st, die ganze innere
Wand des Rohres rnit einem Spiegel einer schwarzen,
halbmetallglanzenden Substanz belegt, die sich theils in
sproden Krusten, theils als schwarzes Pulver ablosen
lasst. Sie hat voc beiden Metallen einerlei Ansehen und
besteht entweder aus Stickstoffinetall, oder aus einer der
arnidartigen Verbindungen dieser Metalle. An der Luft
erhitzt verbrennt sie zu Wolframsiiure oder Molybdansilure ; mit Kalihydrat geschmolzen giebt sie eine grosse
Menge Ammoniak. (Ann. der Chem. u. Pharm. X X I X .
258 -259.)
G.
Titan und Stickstoff,
H. S a i n t e - C l a i r e D e v i l l e und F. W o h l e r weisen
nach, dass zwischen Stickstoff und Titan eine unerwartet
grosse Affinitat besteht und dass sich dies Metall, wenigstens im Trennungszustande, unmittelbar rnit dem Stickgas der atmospharischen Luft verbindet, wornach die
Darstellung eines ganz stickstofffreien Titans sehr schwierig ist. Ganz rein kann man mit Sicherheit das Titan
nur erhalten, wenn man in ein zuvor mit Wasserstoff
gefulltes Rohr von Porcellan oder bahmischem Glase zwei
Schiffchen einbringt, das eine gefiillt rnit Fluortitankalium,
das andere mit Natrium und dieses allmalig zum Gliihen
erhitzt, wahrend man einen Strom von getrocknetem und
vollig wasserfreiem Wasserstoffgas durch das Rohr gehen
Iasst, so dass das Natrium dampfformig zu dem Titan
gefuhrt wird. Nach dem Erkalten wird dann die Masse
mit vielem warmeni Wasser behandelt.
Als ein Gemenge von 51 Gr. Titansaure und 9Gr.
Kohle, also in dem Verhaltniss, dass sich nnter Bindung
von Stickstoff die sogenannten Hohofentitankrystalle bilden konnten, in einem Kohlenschiffchen in einem gleichfalls aus dichter Kohle gefertigten und auswendig vor
dem Verbrennen geschiitzten Rohr linter IJeberleiten eines
Stromes von reinem Stickgas erhitzt wurde, trat, als die
Temperatur auf Ylatinschmelzhitze gesteigert war, Absorption des Stickgases und Verstarkung des Gliihens ein,
und die im Stickstoffstrome erkaltete Masse war nun
krystallinisch, metallglanzend und theils kupferfarben,
theils messinggelb und in die Substanz der sogenannten
Hohofenkrystalle (Ti C2N
3 Ti3N) umgewandelt, woraus unzweifelhaft hervorgeht, dass die Hohofenwiirfel in
den Hohsfen auf gleiche Weise aus dem Stickgas der
+
Titan und Stickstof.
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Geblaseluft entstehen konnen, dass also der Stickstoff
selbst als freies Gas zu dem Titan eine so grosse Affinitat hat, dass er sich rnit ihm, wenigstens wenn er es bei
sehr hoher Temperatur im Entstehungszustande trifft,
unter Feuererscheinung vereinigt. Als nun das in Rede
stehende metallglanzende Product noch iiber die Schmelzhitze des Platins hinaus bis zur Schmelzhitze des Rhodiums, wahrend einer Viertelstunde erhitzt wurde, zeigte
sie Volumverminderung und war mit treppenformig gehauften kleinen Octaedern besetzt, zur Bestatigung, dass
die Hohofenwurfel in sehr hoher Temperatur fluchtig sind
und wahrscheinlich durch Sublimation gebildet werden.
Um die vermuthete Durchdringlichkeit der Kohlentiegel
fur das Stickgas der Ofenluft zu bestatigen, wurden
Titansaure und Kohle in dem oben angefiihrten Verhaltniss gemengt, in einen? verschlossenen Kohlentiegel wiihrend 3 Stunden bei Nickelschmelzhitze erhalten ; hierbei
zeigte sich in Folge der Einwirkung des den Kohlentiegel
durchdringenden Stickstoffs der Ofenluft, jenes Gemenge
zu einer schwach zusammengesinterten briiunlich gelben
Masse umgewandelt, die unter dem Mikroskop metallisch
bronzefarben erschien, mit Kalihydrat geschmolzen viel
Ammoniak entwickelte und in trocknem Chlorgas erhitzt
unter Bildung von flussigem Chlortitan und deutlichen
Spuren der Krystalle von Cyantitanchlorid verglimmte.
Als ein Glasrohr, welches ein Porcellanschiffchen mit
Natrium und ein anderes mit Fluortitankalium enthielt,
unter Durchleiten von reinem, trocknem Stickgas zu vollem Gliihen erhitzt wurde, SO dass das Natrium sich verfluchtigte und auf die Titanverbindung einwirkte, zeigte
sich diese nach dem Erkalten im Stickgas zu einer dunkelbronzefarbenen Masse umgewandelt ; nach dem AUSkochen derselben mit Salzsaure blieb ein dunkelbraunes
Pulver, das aus mikroskopischen metallglanzenden messinggelben Blattchen und Prismen bestand und bei dem
Schmelzen mit Kalihydrat viel Ammoniak entwickelte.
Ausserdeni wurde auch noch beobachtet, dass bei
Reduction von Titanverbindungen durch Aluminium sich
bei Luftzutritt Stickstofftitan bildet und so die grosse
Affinitlit zwischen Stickstoff und Titan erwiesen. Titansaure, in einem Gemenge von Wasserstoffgas und Stickgas bis zu starkem Gliihen erhitzt, gab eine grauschwarze
stickstofffreie Masse. (Annal.der Chem. u. €'harm. XXVII.
230- 235.)
G.
22 *
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stickstoff, titan, und
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