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Uber die Inhaltsstoffe von Catha edulis. 1. Mitteilung

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R i e t i t und Thomae
ArcNv der
Phacmazie
2128. S. Risti6 und A. T h o m a s
uber die Inhaltsstoffe von Catha edulis
1. mtteihlng
Sus dem Forschungslaboratorinm der S. I. M. I. U.*)
(Eingegangcn a m 14. Dezember 1961)
Die zur Familie der Celastraceen gehorige Catha edulis (Forsk.) wird in ihrer
Heimat Arabien und Abbessinien gekaut oder als ,,Kat"-Tee getrnnken und hat
eine coffeinahnlich anregende bis berauschende Wirkung. Ihre wirksamen Inhaltsstoffe sind Alkaloide. I n der Literatur werden drei Alkaloide erwahnt: Cathin,
Cathinin und Cathidinl). Von ihnen konnte bisher nur das Cathin als D-Pseudonorephedrin identifiziert werden2). In einer kiirzlich erschienenen &beits) wurde
iiberhaupt nur dieses eine Alkaloid gefunden.
Unsere Arbeit hat das Ziel, die Alkaloide der Catha edulis zu isolieren und wenn
moglich, Aussagen uber die beiden unbekannten Alkaloide Cathinin und Cathidin
zu machen.
Da die Alkaloide nur zu etwa 0,027(0 in der Pflanze enthalten sind, m d t e n wir
groBe Mengen an Pflanzenmeterial aufarbeiten, um diese Stoffe in Mengen zu erfassen, die weitere Untersuchungen ermoglichen.
kchreibnng der Veraache
Getrocknete Blatter von Catha edulis wurden zermahlen. Jeweils etwa 350 g der zerkleinerten Droge wurden mit 5proz. Natronlauge alkalisiert und danach unter etwa 5stdg.
Riihren bei Raumtemperatur extrahiert. Als Extraktionsmittel m d e n 70proz. hthylalkohol, Ather und Benzol gepriift. Am giinstigsten envies sich schlieBlich eine Mischung
von Ather und Benzol im Verhitltnia 1: 1. Nach der Extraktion wurde abgesaugt, und die
stark griin gefiirbte Fliissigkeit mit 0,l n H,SO, ausgeschiittelt, wobei der gro5te Teil der
Verunreinigungen in der organkchen Phase zuriickblieb. Die wii5rige Phase wurde alkalidert und erneut mit einem organischen Losungsmittel ausgeschiittelt. Am besten bewithrte
Sich hierbei Chloroform. Die Chloroformlosung wurde i. Vak. zur Trockne eingedampft.
Die gewonnenen Gesamt-Alkaloide wurden aus Aceton umkristallisiert') 6 , 6). Es wurden
weiBe Kristalle gewonnen. Das mikroskopische Bild zeigt langgestreckte prismatische
Kristalle etwa 0,5-2 ,u breit. bis zu 20 ,u lang und plattige unregelmii5ige Formen, die
&US 2 Komponenten bestehen. Bei uberfiihrung in Sulfate erhalt man nur eine Kristall*) Societas Internationalis Medicinae Internac et Urologicae.
F. Czapek, Biochemie der Pflanzen, 3. Auflage, Jena 192.5, S. 268.
0.Wolfes, Arch. Pharmaz. 268, 81 (1930).
3, G . Bemmann, Dissertation Bonn 1959.
4, S. Smith,J. rhem. SOC.
(London)1928.51.
5 , E. Abderhalden, Handbuch der biblogischen Arbeitsmethoden, Springer Verlag Berlin-Wien
1936. Abt. I, Teil 11, 11, S. 1071.
B , 0.Klein, Handbuch der Pflanzenanalyse, Bd. Ira, S. 476, Springer I'erlag, Wien 1933.
l)
')
296. Bd.
1962. Nr. 7
Uber die Inkltsstoffe urn Catha edulis
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form. Das rnikroskopische Bild zeigt stengelige, spiel3ige Formen; h g e : von wenigen p
bis etwa 150 p , Breite: von wenigen p bis etwa 12 p. Ausloschung bei etwa, 90° im polarisierten Licht. Chromatographisch ist nur ein Alkaloid nachweisbar (vgl.8) 7).
Zum qualitativen Nachweis der Alkaloide wurde chromatographiert. Die beaten Ekgebnisse wurden mit Hilfe der Diinnschicht-Chromatographie auf Kieselgel-Platten erzielt.
Die Gesamt-Alkaloide wurden in Alkohol gelost aufgetragen. Als Laufmittel bewiihrte
sich eine Mischung von Isopropanol und 5prOZ. Ammoniaklosung (10 : 1). Zur Sichtbar-
7
ac
Bbb. 1. Dunnschicht-Chromatogramm auf Kieselgel-Platte
Laufmittel: Isopropanol / 5prox. NH,-Usung
Beapriiht mit Ninhydrin
1 4 C a t h a - h l o i d e , gelost in Alkohol
.i-8 Catha-Alkaloide, gelost in verd. HCl
9 L-Ephedrin
machung diente das Ninhydrinreagens (Abb. 1).Es sind drei Alkaloid-Flecke sichtbar, von
denen jeweils der mittlere der groBte ist. Bei dieaem Hauptalkaloid handelt es sich um das
schon bekannte AlkaloidCathin, das mit D-Pseudonorephedrinidentischist (Rf-Wert0,62).
Eines der beiden Nebenalkaloide ist nach der chromatographischen Analyse identisch
mit L-Ephedrin (Rf-Wert 0,30).Das zweite Nebenalkaloid (Rf-Wert 0,92) ist noch nicht
identifieiert. Es scheint in &uBerstgeringer Menge vorhanden zu sein.
') K. Winterfelal iind B. Bemamann, Arch. Pharmaz. 293, 991 (1960).
Anaohrirt: Dr. S. Riati& Bensberg, Bez. KSln. Eaus Frankenforst.
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