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Ueber das Verhalten einiger Alkalo╨Зde gegen Zucker und Schwefelsure.

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Verhalten einiger Alkaloi'de gegen Zucker und Schwefeleiiure. 551
sogar stiindlich 3.Tropfen erforderlich, urn auf das Herz zu
wirken. Dr. B a r t h o 1o w s Untersuchungen iiber die Wirkung
des Gelsemium an Thieren ergaben, dass es in seiner Wirkung am meisten mit dem Conium iibereinstimme; es erweist
sich daher bei Tetanus niitzlich, ohne als Antagonist des
Strychnin , oder des Atropin' betrachtet werden zu durfen.
D a s G e l s e m i a t a u s G e l s e m i u m (?),eine krystallinisch
darstellbare iind dem wirksanien Princip der Pflanze entsprechende Substanz, lahmt die sensiblen Strange der Ruckenmarkscentra, nachdem die Motilitatslahmung vorweggegangen
ist. Bei Froschen geht die Gefuhlslahmung der Bewegungsliihmung voran. Auch die bfuskeln werden gelahmt bezw.
functionsunfghig. Da die der Respiration vorstehenden Muskeln und das Diaphragma von der Gelsemiumwirkung stark
betroffen werden, so ist erschwerte Respiration ein constantes
Symptom der Vergiftung durch Gelsemium ; wegen Storung in
der Circulation in der Lunge kommt es zu Verlangsamung
der Herzaction , webhe iibrigens in lethalendenden Vergiftungsfdlen das Aufhoren der Respiration iiberdauert. Die
Pupille wird weit, Doppeltsehen und Lahmung der Augenlider - Folgen der Lahmung der Augenbewegungsnerven
(Oculomotorius) machen sich bemerklich. Das Bewusstsein
besteht bis zum Tode, resp. bis zu dem Moment, wo in Folge
der Circulations und Respirationsstorung Blutvergiftung hoheren Grades durch Kohlenslure eingetreten ist. Ein am Menschelv beobachteter Vergiftungsfall ( P i n k h a m) verlief ganz
in der eben bezeichneten Weise. (Lyon mddical 1872.).
-
K.
Ueber dss Verhalten einiger Alkalo'ide gegen Zucker
und Schwcfelslure.
R. S c h n e i d e r beschreibt eine $eihe von Versuchen
iiber dieses Thema. Er beginnt mit M o r p h i u m . Misclit
man einige Millig. desselben mit 6 bis 8 Theilen Zucker in
einem Porzellanschalchen oder UhrglLschen und giebt einen
Tropfen conc. Schwefelsaure zu , so fiirbt sich die Mischung
sofort purpurroth, geht nach
bis 'la Stunde durch Blauviolett, schmutzig Blaugriin in schmutzig Gelb iiber. Wasser,
der purpurrothen Losung zugesetzt , bedingt deren rasche
Entfarbung. Bei Verwendung von Milchzucker anstatt Rohrnicker ist die Farbung vie1 schwiicher und blassrosa. Die
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Verhalten von Apomorphin gegen Reagentien.
Farbung ist bei i/lo,ooo g. Morphium oder eines Morphiumsalzes noch sehr intensiv, tritt sogar bei l/loo,ooo g. noch deutlich auf, halt aber dann nicht lange an. - C o d e i n verhalt
sich ahnlich, nur erfordert dies nicht eine so concentrirte
Schwefelsaure wie das Morphium. Eine Verwechselung beider wird dadurch ausgeschlossen, dass Codein aus alkalischer
Losung von Chloroform aufgenommen wird. - Die iibrigen
O p i u m b a s e n , die C h i n a b a s e n , S t r y c h n i n und B r u c i n geben keine characteristische Farbung, sondern geben
blos eine Braunung wie reiner Zucker; nur bei Chinin tritt
eine griingelbe Farbung und starkere Fluorescens auf. Ein
Gemenge von Chinin und Morphin verhielt sich wie reines
Morphin. - A t r o p i n , C o l c h i c i n , E m e t i n und P i k r o t o x i n geben ebenfalls keine besondere Farbung. - A co n it i n , 1 mg. mit einem Tropfen massig conc. Zuckerlosung
und dann ein Tropfen conc. Schwefelsaure zu, giebt an der
Grenze eine schon rosenrothe Farbung, die aber schnell in
schmutzig Violett und Braun iibergeht. (Poggendorf Annal.
1872. 9: Schweiz. Wochenscb. f. Pharmac. 1872. Nr. 52.).
c. s.
Verhalten von Apomorphin gegen Reagentien.
Q u e h l und H. K o h l e r geben ausser den friiher von
Matthiesen und Wright angegebenen Reactionen noch folgende an:
1) R h o d a n k a 1i u m giebt einen weissen, kasigen , voluminosen Niedersohlag, der in der Hitze ltislich ist.
2) F e r r o c y a n k a1i u m macht die Losung feinflockig,
opalisirend, rothgelb. Die Fallung scheidet sic0 beim Kochen
noch deutlicher aus, ballt sich zusammen und wird lauchgrun.
3) F e r r i d c y a n k a 1i um giebt einen weissen, kasigen
Niederschlag (ihnlich wie Quecksilberniederschlage), unloslich
beim Kochen und farbt sich, indem es sich zusammenballt,
violettschwarzlich.
4) T a n n i n giebt gelblich griinen, in der Kochhitee unloslichen und sich spater in grosseren Flocken langsam abscheidenden Niederschlag.
5 ) G o 1 d c h 1o r i d giebt einen schonen purpurrothen, dicken
Niederschlag, ahnlich dem Niederschlag aus Goldlosungen durch
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