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Ueber den Kupfergehalt alter Papiere.

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Kirpfergehalt alter Papiere.
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Ileber den Wsflergebalb alter Pagiere.
Dr. K e r n e r in Innsbruck fand im vergilbten Papier
alter Biicher dendritenartige Gebilde von S ch w e f e 1 k u p f e r . Die Biicher, in denen diese Erscheinung sich
zeigte, befinden sich auf der Innsbrncker Bibliothek, stammen aus der Zeit von 1545-1677, sind in Schweinsleder gebunden und mit 111e s s i n g s ch 1 i e s s e n versehrn,
die wohl den A u s g a n g s p u n c t der K u p f e r b i l d u n g
bildcten. Prof. A. J i i g e r thcilt diese Ansjclit K e r n e r ' s
nicht. Wcr sich niit Schriften oder Druckwerkcn alter
Zeit und vonuglich des 16. und 17. Jahrhnnderts mehr
beschiiftigt hat, wird das Vorkommen von S uren metallischer, zumal dem Kupfer angehoriger Thei chon im Papier der genannten Zeit als etwas Gewohnliches kennen.
Es war dies die Zeit des g r i i s s t e n Kleiderluxus, was
die vielen auf den Reichstngen, wie in den Landtagen
der einzelnen Provinzen erlassenen Gesetze gcgen den
Luxus, die so enannten , , K l e i d e r o r d n u n g e n " bezeugen, durch we che den unteren Stiinden gewisse Kleiderstoffe verboten und ihrer Prachtliebe eine Schranke gesetzt wurdc. Es war in den damaligen Zeiten etwas Gewohnlichcs, dass nicht nur Burger und Gewerbsleute, sondern auch die Bauern g o l d - u n d s i l b e r d u r c h w i r k t e
L i nn e n s t off e trugcn. In einer dicser Kleiderordnungen aus der letzten Zeit Kaiser Ferdinand's I., also vor
1564, wurde fur die bomiscben Bauern Folgendes bcstimmt: ,,Die Bauern sollen niclit g o l d d u r c h w i r k t e
Z e u g e , keine holltindische .Leinw,znd und Spitzen an
ihren Hemden, wie auch keine mit Gold bordirte Brustflecke tragen." Diese gold- und silberdurchwirkten Stoffe
hatten nun aber das Schicksal aller andercn Kleiderstoffe,
sie wurden mit der Zeit abgenutzt, wanderten in die
U h d e der Iladcrnsamndcr und in die I'apierniiihlen.
Niemand gab sich die Miihe, die etwa noch darin vorhnndenen Silber- und Goldfiiden anszulesen, urn so weniger,
als dieselbcn dnmals wie heutzutage in der Regel nur
vcrsilberte oder vergoldete K u p f e r d r a h t e waren. Daher nun nber auch die SO hiiufig im Papier und zwar in
der blasse des Papiers der gcnannten Zeit vorkoinmende
Erscheinung von Kupfcrspuren. Zum Beweise des Vorstehenden iibersandte Prof. J a g e r an den Secretair der
Aknd. d. Wissenschaften in Wicn inehrere aus P a p i e r e n ,
welche drr Zeit von 1548- 1760 angchiiren, heransges & h - m e Zcttelchen; sie wiesen alle das Vorhandcnsein
P
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Spontam Zersetzuug der Schiessbaumwolle.
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von Kupfer und zwar in der Papiermasse nach, theilweise noch in der Form des ehemaligen Kupferdrahts.
Sie Bind solchen Papieren entnommen, welche niemals
eingebunden waren oder eineii farbigen Schnitt hatten,
SO dass der Vermuthung, es habe iiusserer Einfluss auf
die Kupferbildung stattgefunden, nicht Raum gegeben werden kann. ( Wien. Sitzungsber. d . k. k. Akad. d. Wissensch.
Math.-naturw.Cl. LI. Bd. 3. H . Jahrg. 1865. J1dr.z. II.A M .
8.256 - 257.)
Die Kerner’schen Schwefelkupfer-Flecken in vergilbtern Papier erscheineu als ausserordentliche ziediche Dendriten und befinden sich jedesmal ziemlich nahe dem
Rande der vergilbten Papierblatter. Sie durchdringen
die anze Masse des Papierblatts und sind daher an beiden 8eiten sichtbar, jedoch auf der einen Seite deutlicher.
(A. a. 0. LI. Hd. 3. H . I. Abth. S. 192-195.)
Herr E d u a r d K o e 1er, Bibliothekar der k. k. Universitlit zu Innsbruck, Tegt Nachdruck auf den S c h n i t t
d e r B i i c h e r von g r i i n e r (kupferhaltiger) Farbe, welcher etwa das Kupfer liefern konnte, da die Dendritengruppe dem Rmde nahe liegen.
H e r m a n n v. M a y e r in Frankfurt beobachtete das
Vorkommen von Dendriten auf Papier schon vor mehreren Jahren (1858) und zwar nicht auf dem Papier sehr
alter, mit MetallbeschlAgen gebundener Biicher, sondern
auf dem Ries entnommenen Bogen guten Schreibpapiers
das kaum ein Jahr alt war. Sie waren denen ahnlich,
die wir auf Versteinerungen antreffen, wo sie als (triigerisches) Zeichen der Fornilitlit gelten. (A. a. 0. LI. Bd.
4 u. 5 H. Jahrg. 1865. April u. Mai. 1. Abth. S. 485-490.)
H. Ludwig.
Lleher die spontane Zersetzung der Scbiessbaamwollej
von S. d e L u c a .
Die Schiessbaurnwolle wird in vor dem Zutritte des
Lichtes geschiitzten Behaltern nicht gegen Zersetzung geschiitzt, wenn Luft hinzutreten kann, doch wird die 8 ontane Zersetzung durch zutretendes Licht sehr befor ert.
Die spontane Zersetzung derselben zeigt vier deut:
lich unterscheidbare Stadien: 1) sie zieht sich zusammen, ohne Form und Textur zu verandern, nimmt abcr
ein zehnfach kleineres Volumen als vor der Zersetzung
ein; 2) einige Tage spater beginnt sie zu erweichen
und verwandelt sich in eine klebrige, gummiartige, an
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