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Ueber die angebliche Selbstzersetzung der Weinsteinsure und der Citronensure in wsseriger Lsung.

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Selbstzmsetzung der Weinstein- und Citronensliure. 317
IJeber die angebliche Selbstzersetznng der Weinsteinsiiure and der Citronensiinre in nhseriger Liisnng.
W i t t s t e i n empfahl schon vor vielen Jahren zur
Alkalimetrie statt der Schwefelsaure die Weinsteinsaure,
weil letztere weit genauere Resultate giebt, als die
Schwefelsaure. Dieser Vorschlag hat jedoch wenig Anklang gefunden, indem man eigens aussprechen zu miissen
geglaubt die Weinsteinsaure sei fiir besagten Zweck
nicht anwendbar, indem man dabei immer das Gespenst
der Selbstzersetzbarkeit der Losun im Auge hatte.
Um nun zu ergriinden, ob un wie weit dieser Einwand gegriindet sei, wurde eine Adlosung von 200Gran
reiner Weinsteinssiure in der fiinffachen Menge reinen
Wassers bereitet, dieselbe in ein Stopselglas verschlossen,
beobachtet und von Zeit zu Zeit gepriift, ein ganzes Jahr
hindurch. Nach 14tiigigem Stehen begann eine Schimmelbildmg ; die zuerst sichtbar gewordene weisse flockige
Masse nahm weiterhin an Grosse noch etwas zu, behielt
aber ihre hochst lockere Eigenschafi bei.
Alle 2 Monate wurde eine Portion der Saurel6sung
herausgenommen und auf ihre Sattigungscapacitiit mittelst
kohlensauren Natrons ge riift. Diese Proben stimmten
sammtlich unter sich un mit der Sattigungscapacit der
reinen Weinsteinsaure so nahe ubercin, dass die obwaltenden Differenzen zu den Beobachtungsfehlern gerechnet
werden konnten.
Der Rest der Solution wurde in 4 Theile getheilt;
der eine Theil lieferte, halb mit Kali gesattigt, gerade
so vie1 Weinstein ale dem Calcule entsprach, und der
andere Theil schoss beim freiwilligen Verdunsten an der
Luft vollstiindig zu schief rhombischen, p
spitzten Prismen an, welche sich als reine einsteinsaure
zugebekundeten. Aus diesen Versuchen geht hervor, dass die
wilsserige Weinsteinsilwrelosun im Verlaufe eines ganzen
Jahres trotz der Schimmelbil ung keine merkliche Veranderung erlitten hatte.
Eben so wenig wie die reine Weinsteinsaure, ist, der
allgemeinen Annahme ent e en, die reine Citronensauure
in wasseriger Liisung zur 8eYbstzersetzung geneigt. Zum
Beweise dessen kann eine Losung dieser Saure dienen,
welche zuf'iillig uber drei Jahre gestanden hatte. Ihr
urspriinglicher Gehalt an Saure war zwar nicht bekannt ;
dass aber keine Veranderung darin statt gefunden, bewies
wohl hinreichend die vollige Klarheit der Flussigkeit ohne
,
8
dp
rmiM
i
318
Ueher Succ. liquil-itjae
und Glycywhizin.
jede Spur von flockiger Ausscheidung. Nach dem Abdampfen dieser Solution im Wasserbade und llngerem
Verweilen der zerriebenen Masse in derselben Temperatur
hinterblieb ein Ruckstand, der, zufolge der damit vorgenommenen Saturationsprobe, sich als reines Citronensaurehydrat = C12 H5 011 3 HO auswies. (Neues Jahrh. d .
P h a m . Bd. 2. 4.)
B.
+
Ueber Snccns liquiritiae nnd dllycyrrhiein.
Der Vorschlag yon C. R u m p , den &cc. Ziquivitias
des Handels zur Oewinnung des hktr. liquiritiae unddes
Glycgrrhizin mit ammonniakhaltigem Wasser auszuziehen,
ist von (3. R.amdohr, d. Z. in Bremen, an fiinf verschiedenen Sorten Succ. liquiritiae gepriift worden. Er
behandelte zuerst denselben mit kaltem destillirtem Wasser durch Deplacemcnt so lange als etwas aufgenommen
wurde, verdunstete und trocknete das Extract bei 1000 C.
bis alles Wasser verdunstet war und erhielt so die in
der Tabelle mit Extract No. I. bezeichnete Menge. Der
bei diesem Aiiszuge verbleibende Ruckstand wurde nun
mit Wasser, den1 1jl6 Liquor ammonii caustici zugesetzt
war, von Neuem durch Verdran en behandelt und lieferte
bei gleicher Eintrocknungsmet ode das Extract No. II.
Es wurden immer 2 Unzen in Arbeit genommen und
folgende procentische Ausbeute erhalten :
Sorte
Extr. No. I. Extr. No. II. Summa.
f
...... 634'1
62,5
...... 59,58
..... 61,59
Succus liquiritiae Raracco
,, Po. Curro. ...
n
m
I)
Pastora
n
,
Rayonne
n
,
Pastora Pasta
62,25
10,28
11,03
8,09
20,69
20,25
73,80
73,53
67,W
82,28
82,5.
Um das Glycyrrhizin in diesen 10 Extracten zu bestimmen, wurde von jeder Sortc eine Drachme gelost,
mit Schwefelsaure gefallt, der mit kaltem Wasser ausgewaschene Niederschlag in 8Oproc. Weingeist gelost und
mit kohlensaurem Baryt zerlegt. Die weingeistige Losung wurde verdunstet und, wie oben angegeben, ausgetrocknet. Die Extracte enthielten Glycyrrhizin in Procenten :
Sorte
Extr. No. I. Extr. No. II.
Succus liquiritiae Baracco ...... 18,O
n
,, Po. Curro.. .. 13,33
n
,
Pastora ...... 16,66
n
,, Rayonne ..... 21,60
n
,,
Pastora Pasta. 20,O
19,66
20,5
240
21.65
20,37.
Hiernach lssst sich leicht der Gehalt an Glycyrrhizin
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