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Ueber die Darstellung der officinellen Tincturen.

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V. Medicin nnd Fhai-macie.
Ueber die Darstellung der officinellen Tincture11
Russert sich F i 1h o 1 folgendermaassen. Alle Schriftsteller
uber die Darstellung der, Tincturen richten ihre ganze Aufnierksamkeit darauf, wie die der Extraction durch All<ohol,
Aethes ausgesetzten Substanzen am Griindlichfiten erschopft
werden. Man befolgt hierbei ewei Yethoden: die lltere ist,
dass man die zweckmassig zerkleinerten Substanzen eine
bestimmte Zeit in der bestimmten Fliissigkeit macerirt, filtrirt
und den Ruckstand auspresst, urn moglichst vie1 Tinctnr zu
erhalten. Bei der zweiten, der Deplacirungsmethode , wird
die Substanz mit dem Losungsmittel methodisch ausgelaugt
iind der in dem Riickstande steckende Rest der Tinctur
durch Wasser oder Alkohol herausgedrangt.
Die zweite Methode giebt in kiirzerer Zeit reichhaltigere
Tincturen, die sich jedoch bald triiben iind sich w-eniger gut
halten als die durch Maceration dargestellten Praparate. Ferner kann man die Tincturenreste nicht immer zweckmassig
durch Wasser verdrangen, so dass auch in okonomischer Hinsicht der Vorzug auf Seiten der Maceration zii sein scheint.
Der in den durch Deplacirung erhaltenen Tincturen sich
ablagernde Bodensatz ist nichts weiter als eine wirkungslose
Substanz, die man ohne Nachtheil fiir die StSirke des Medicamentes entfernen kann. Etwas anderes ware es, wenn der
Bodensatz wirksame Theile enthieltc.
Man darf doch die
Starke der Tincturen nicht nach ihrer relativen Dichtigkeit
bemessen oder nach der Menge ihres Trockenriickstandes,
sondern allein nach der A r t dieses Riickstandes, denn es kann
j a ein geringer Riickstand z. B. mehr Blkaloi'de oder sonstige
wirksame Stoffe enthalten als ein reichlicher Abdampfruckstand. Hier ist ein Gebiet fur wichtige und weit tragende
Untersuchungen.
Alkohol conservirt nicht in so hohem Grade, als man
allgemein glaubt , und die Tincturen miissen moglichst bald
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Der Aethersyrup.
nach ihrer Darstellung verbraucht werden, indem sich manche
vegetabilische Principien gerade in alkoholischer Losung verandern. Mit einer frischen , schon grunen Bliittertinctur z. B.
kanu man F r 6 m y ’ s Chlorophylltransformationen durch Salzsiiure erhalten. Dies ist jedoch nach einigen Monaten nicht
mehr der Fall; die wesentlichsten Charactere des Chlorophylls
sind also verschwunden. Macerirt man die Blumenblatter
von Ranunculus in Alkohol, so erhiilt man eine goldgelbe
Tinctur, die durch ein gleiches Volumen Salzsaure sehr schon
griin wird. Beim Filtriren bleibt aus der grunen Tinctur
eine gelbe Substanz auf dem Filter, das Filtrat ist rein blau.
Nichts von dem Allen geschieht, wenn die Tinctur einige
Zeit gestanden hat, sie bleibt bei Zusatz von Salzsaure gelb.
Das Xanthin der Bliithen hat sich also verandert wie das
Chlorophyll der Bliitter.
Aus sorgfdltig getrockneten und gut aufbewahrten Vegetabilien wird man natiirlich auch gute Tincturen darstellen
konneu. Es lassen sich aber die trocknen Pflanzenstoffe besser aufbewahren als die Tincturen, daher geht F i 1h o 1’ s Meinung dahin: T i n c t u r e n n u r i n k l e i n e n M e n g e n
anzufertigen und moglichst schnell zu verbrauc h e n . (Journ. de pharm. et de chim.).
R.
Der Aethersyrup von Fa 11i & r e s.
Der von der Soci6t6 de phamacie de Paris vorgeschlagene Aethersyrup enthalt etwa 10% Alkohol. F a1 1i 6 r e s
wurde um seine Ansicht befragt, ob der hohe Weingeistgehalt
niitzlich. sei, um die Losung des Aethers in dem Syrup zu
fordern und um das Praparat zu conserviren. Seine Untersnchungen fuhrten zu zwei Schliissen :
1) Weingeist allein lost Aether in allen Verhiiltnissen, lost
ihn nicht mit Syrup gemischt; der Weingeist ist kein specielles Losungsmittel, er verdiinnt nur den Syrup, was eben S O
gut durch Wasser geschehen kann.
2) Man kann in der Vorschrift den Weingeist betrachtlich
vermindern, indem man beim Zusatz von Weingeist zu leicht
veranderlichen Zuckersaften gewisse Grenzen nicht uberschreiten darf, wenn dies nicht nothwendig ist.
F a l l i A r e s schlagt desshalb vor, die Halfte des Weingeist fortzulassen , dieselbe Menge Aether beizubehalten und
giebt folgende Vorschrift:
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