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Ueber die Darstellung grosser Salpeterkrystalle.

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111. Monatsberichk
Ueber die Darstellaog grosser Salyeterkrystalle.
J. St i nd e giebt in Nachstehendem seine Erfahrungen
uber diesen speciellen Gegenstand und beriicksichtigt nur
die eigentlichen Handgriffe, welche zum Qclingen der
Operation nothwendig sind, geht dabei von schon einmal
raffinirtem Kalisalpeter aus, oder noch besscr von dein
Salpeter, welcher durch Umsetzen des Chilisalpeters mit
Chlorkalium erhalten wird und bei der ersten Krystallisation a.nschiesst.
Man bereitet eine Lauge von gedachtem Salpeter und
destillirtem Wasser, und zwar kann man sich hicrzu eines
e i s e r n e n Kessels bedienen. Einc beliebige Menge Wasser wird zum Sieden gebracht und nach und nach Salpeter
eingetragen. Mit dein Eintragen bort man auf, wenn die
Lauge heiss gemessen 290 an der Beauink’schen Senkwaage zeigt. Nach Erzielung dieses Punctes wird der
Laugc eine kleine Q.uantitat in heissem Wasssr zergangenen Leimes hinzugefiigt, und man beginnt die Lauge
zu schaumen. In den meisten Fillen wird ‘IIo Pfd. Leim
auf 1 Ctr. Salpeter geniigen. Der praktische Blick muss
hier den Ausschlag geben, eine Regel lSisst sich dariiber
eigentlich niclit aufstellen. 1st der Kessel rein, d. h. ist
siimmtlicher Schaum abgenommen, so lasst man das Feuer
ganzlich ausgehcn; der Kessel bleibt sich so lange selbst
iiberlassen, bis siimmtliche Flocken und Unreinigkeiten am
Boden liegen und die Lauge vollkommen klar erscheint.
Zum Ausbringen der Laugc in die Krystallisirgefiisse
bedient man sich eines grossen kupfernen Schopfloffels
und einer holzernen Rinne, wclche vom Kessel in ein
Filtrirgestell fuhrt. An dem Filtrirgcstell hangt ein grosser
Spitzbeutel, auf welchem einige grosse Rogen groben
weissen Filtrirpapiers liegen. Ein zweiter grobmaschiger
Spitzbeutel wird, damit die letzteren in ilirer Lage bleiben,
in den ersten gehangt. Unter dem Spitzbeutel kommt
ein Holzkiibel zu stehen, der so erhohet wird, dass das
eine Ende einer darauf gclegten Holzrinne sich genau
unter der Spitze des Beutcls befindet und hinreichend
Qefalle vorhanden ist, wenn das andere Ende der Rinne
230
Neil entdecktes Steinsalzlager bei Schonebeck.
auf die Rander der iibrigen Krystallisirgefasae gelegt wird.
Das Ausfullen der Lauge besorgt ein Arbeiter, ein zweiter
ubernimmt die Klarinaehung des Filters, von dem stets
ein zweites in Reserve sein muss, ein dritter triigt Sorge
fiir die richtige Ftillung der Krystallidrbottiche. Diese
Hottiche sind aus Tannenholz angefertigt, haben eine
Hohe von circa 2 Fuss und einen Durchmesser, a m
Boden 31/2 FUSS,am oberen Rande von 3 Fuss 8 Zoll,
und sind mit genau schliessendein Deckel von Tannenholz versehen. Diese Bottiche werden bis zur Hohe von
1 */2 Fuss voll Lauge gelassen, mit dem Deckel verschlossen und bleiben 3 Tage stehen. Nach dieser Zeit ist die
Kr stallisation beendet. Wshrend dieser Zeit bleibt das
Lo al, worin sich die Rottiche befinden, geschlossen, es
rriuss jedc ljeruhrung sorgfaltig vermieden werden. Nach
Beendigung der Krystallisation wird die Lauge vorsichtig
abgeschiipft und wieder in den Kessel gebracht, urn mit
neueni Salpeter vcrstgrkt zu werden. Die Bottiche setzt
man iiber einander und lasst dieLauge gehorig ablecken
und antrocknen, wozu 18 bis 24 Stunden nothi sind.
Die erhaltenen Krystalle werden durch vorsichtiges lopfen
der Fksscr von Aussen abgetrennt und in Trockenrtiumen
bei geringer Wiirme getrocknet.
Nach Einhaltung der eben beschricbenen Operationen
gclingt es stets, prschtvolle, grosse, prismatische Krystalle
zu erhalten, welche urn so klarer ausfnllen, jc blanker
die Mutterlnugc gekocht wurde. (Hambury. Cewerbebl.
186'6.)
B.
K
If
Ueber ein in der lliiilre von Schonebeck neu entdecktes Steinsalzlager.
Die vom Staate betriebene Tiefbohrung in der Nahe
von Sclionebeck hat nach hleldung des , Staats- Anzeigers zuni Aufschlusse eines Steinsalzlagers in der
Tiefe von 1091 Fuss unter der Erdoberfliiclie gef'iihrt.
Man wird das Hohrloch im Steinsalz zunachst bis z u
einer Tiefe von 150 -200 Fuss fortsetzen, um sich von
der J3eschaffenheit des Salzes zu iiherzeugen und fiir
die spiitere Ausbeutung riiittelst Zufiitirung siisscn Wassers,
welcties nach der Siittigung I n i t Salz empor gepurnpt
w i d , die geniigcnden Fliiclien z u m Angriffe zu erhalten.
Die Untersuchung ist von ganz besondcrer Wichtigkeit,
urn fest zii stellen, ob das Steinsalzlager einc iitinliche
Zusnmmensetzung wie das von Stnssfurt habe, dessen
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