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Ueber die Ghrung von Nitraten.

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G h n g von Nitraten.
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reiche, anfangs in der Erde gebundene Oasblasen, wurden frei und
konnten gesammelt werden. Die Glihrung liefert in voller Thatigkeit in einein Tage beinahe 'I, Liter Gas; die erste gesammelte
Probe ergab eudiometrisch analysirt folgende Zusammensetzuug :
Kohlensaure . . 80,5
Stickoxydul .
8,2
Stickstoff . . . 11,3
.
Das Gas enthielt, nachdem es seiner Kohlensaure beraubt worden war, 42,3 Procent Stickoxydul. Dieses Gas riihrte von einer
ziemlich langsamen Gilhrung her, bei welcher die 2 g. Nitrat verschwunden waren. Man fiillte in dieselbe Flasche vonneuem Zucker
und Nitrat, die G m g wurde sofort wieder erregt und am folgenden Tage lieferte sie in voller Thitigkeit ein Gas von folgender
Zusammensetzung :
Kohlensaure . . 67,3
Wasserstoff . . 31,5
Stickstoff
. . 1,2.
.
Die Natur der erhaltenen Gase wechselt mit der Energie der
Gahrung und dem Momente des Probenehmens. Das aus der Flasche
durch die Gasentwicklung ausgetriebene Wasser bedeckt die Oberf l t h e des Quecksilbers der Wanne und zeigt den charakteristischen
Ge&h der Buttersaure. Diese Thatsache, sowie der Urnstand, dass
sich Waserstoff in dem entwickelten Gase findet, machten es wahrscheinlich, dass das Ferment das Buttersaureferment von Pasteur ist,
welches Van Tieghem unter dem Namen Bacillus amylobacter beschrieben hat.
Eine mikroskopische Untersuchung der gahrenden Fliissigkeit
liess die Verf. eine Menge von Vibrionen erkennen, die alle charakteristischen MerkmaJe des Bacillus amylobacter und besonders das
Blauwerden durch Jod zeigen. fJozcrsiaZ dt? Phmmacie et a% Chimie.
Sirk 5. Tome PII. p. 52. Ac. d. BC., 95, 854, 1882)
C Xr.
Ueber die Gghrung von Nitraten berichten Gayon und
Dupe t i t : Abflusswasser , dem 0,020 g. Kaliumnitrat zugesetzt war,
d
e mit in Zersetzung begriffenem Harn ehgesat; das Nitrat verschwand nach und nach und die Fliissigkeit fiillte sich mit mikroskopischen Organismen. Fortgesetzte Culturen bewirkten die Reduction von 0,100 g. und selbst von 0,200 g. Kaliumnitrat pr. Liter.
Ueber diese Grenze himus hijrt das Abflusswasser auf zu geniigen;
ersetzt man dasselbe jedoch durch eine Hiihnerbriihe, die mit einer
verdiinnten Kahlijsung neutralisirt war, so kann man bis zu 5"/,
Nitrat vollstzindig zersetzen und die Zersetzung von loo/, beginnen.
Die Kcroben, welche sich hierbei entwickeln, sind wohl die Ursache
der Salpeterzersetzung, denn wenn man durch Hitze die Aussaat
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Atmosphiirische Salpeterbildung.
unfruchtbar macht, oder wenn man der Fliissigkeit Chloroform oder
Eupfersulfat zusetzt , bleibt das Kaliumnitrat unverhdert. Werden
die Organismen an einer grossen OberflZiche und in Beriihrung mit
der atmospharischen Luft cultivirt, so ist ihre Wirkung wenn nicht
ganz aufgehoben, so doch wenigstens betriichtlich verringert. Die
gunstigste Temperatur ist zwischen 35O und 40°. Die Gegenwart
organischer Stoffe ist ntithig, auch ist Hiihnerbriihe besser ids Abflusswasser. Es sind jedoch nicht alle organischen Stoffe gleich gut
geeignet. Unter denen, die versucht wurden : Oliventil , h d e l t i l ,
Glycerin, (3lyco1, Zucker, Alkohole der Fettreihe, Tartrate eto. gaben
Zucker, gewtihnlicher Blkohol und besonders Propylakohol die besten
ReSUltate.
Die Oele werden rasch verseift. Carbolssiure und Salicylsaure
in der gewtihnlichen antiseptischen Menge oder auch in grtisseren
Mengen angewandt, hinderten das Leben des desoxydirenden Microbes nicht, sondern sie verschwanden sogar vollstbindig mit dem Nitrate, gerade wie Zucker und Propylalkohol. Bei gunstigen Bedingungen der Temperatur und des Mittels zeigt, selbst mit kiinstlichen
Flussigkeiten, die Zersetzung der Nitrate den ganzen Verlauf einer
energischen G t h g ; es begleitet sie eine rasche Entwicklung von
Microben, vielen Gasblasen und dickem Schaum. Man verwandelt
so etwa 1 g. Kaliumnitrat pr. Liter im Tage. Das Gas, welches sich
entwickelt , ist reiner Stickstoff: iibrig bleiben Ammoniak und -mtiglicherweise Amidderirate des angewandten organischen Stoffes.
Der Sauerstoff bildet Eohlensiiure, die in der Flussigkeit als
neiitrales Carbonat oder Bicarbonat zuriickbleibt. Der organische
Stoff lasst demnach h e Producte der G h g des Nitrates neue
Verbindungen eingehen. (Joeurnal & Phrmaoie et de Chimie. Shie 5.
Tmns PI. pag. 506. Be. d. a ~ . , 95, 644, 1882.)
C. Kr.
Ueber die atmosphtrische Salpeterbildnng berichten
Muntz und A u b i n , die wkihrend einem Monate auf dem Pic du
Midi das in der Luft enthaltene Wasser auf seinen Gehalt an Salpetersiiure untersuchten. In allen ihren Beobachtungen, die 6 Regen,
3 Nebel und 4 Schneefdle umfassen, constatirten sie eine fast vollsthdige Abwesenheit von Nitraten; nur in 2 Fiillen fanden sich
Spuren von Nitraten in Mengen unter 0,l mg. in 10 Litern.
Die Verf. nehmen an, dass die atmosphZirische Salpeterbildung
in den niedrigeren Regionen der Atmosph5re erfolgt, in der Zone,
die zwischen dem Niveau des Erdbodens, des Meeres und der mittleren H6he der Wolken liegt, in der Zone, die der Aufenthaltsort
der Gewitter ist.
Das Ammoniumnitrat, das sich dort bildet, bwegt sich in Form
von Staub nicht hiiher, als der organisirte Staub, den Pasteur in
den niederea Theilen der AtmosphSlre fand und cler mit ihm wegen
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