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Ueber die Kartoffelkrankheit.

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Ueber die Xurtofelkrankheit.
die verbreitesten und in der Umgebung des Mensclien
in allen Klimaten die genieinsten von allen Sehimmelpilzen sind, die sich auf allen zuckerhaltigen Substanzen
unvermeinlich ansiedeln. H 0 f f m a n n liefert nun zuoachst
fiir Penicillium glaucuni aen Nachweis, dass e8 der Lieferant
der Bierhefe sei. Wiihrcnd schon B a i l den optischen
Beweis hierfir beibraclte, giebt I1 offm a n n den chemiw h e n , indein er R U S den Sporen von Penicillium Hefenzellen darstellte, durch Vegetirenlassen jener Sporen
unter Zuckerlosung. (Uotan. Zeitg. 3. Febv. 1860.)
Dv.H. Ludwig.
,
Ueber die Hartoffelkrankheit.
Als Endresultat seiner Betrechtungen und IJntersuchungen uber die Kartoffelkrankheit giebt H e r m a n n
TI o f f tu an n folgendes :
Nach anhnltenden starkcn Regengiissen, verbunden
niit kiihler Temperntur, sistirter Verdunstung und Mange1
an Sonnenschein entwickelt sich auf den Kartoffelblattern
die Peronospova Eolani in ungeheurer Menge und tsdtet
in kurzcr Zeit das Laub unter brandigem Absterben.
Die Sporen dcs Pilzes fallen bei der Reife auf den Boden,
treiben bei geniigender Feuchtigkeit und WSirme ibre
Keimhden in die noch zrrrtechaligen Knollen (dieee besitzen uherdies noch Spaltoffnun en, wie Kiihn zeigte),
wo sie die Erscheinung der Knol enfaule, die sogenannte
Kartoffelkrankheit hervorbringen, indein sie ins lnnere
der Knollen eindringen und den Zclleninhalt, auletzt die
Zellenwiindc und die St#rkekorner zorsetzen und den
Tod der Knolle unter brandigem A bderben herbeifiihren.
Sornit w#re denn durch S p e e r s c h n e i d e r ’ s Beobachtungen (botan. Zeitg., No. 8,1857),welche durch Hoffmann’e
Versuche ihre volle Bestatigung tinden, daa Rathsel, welches so lange die Qemuther beschiiftigt und so viele
Federn in Bewegun gesetzt hat, endlich in dcr Hauptsache als gelost zu etrachten.
Danach gestalten sich nun die Indicationen zu einem
rationellen Heil- oder vielmehr Pr5ventivverfahren folgendermaasseu :
Sobald nach einer Witterungsconibination, wie sie
oben angedeutet wurde, dm Kartoffellaub von weisslichem
MehlthRn (Peronorr ora) befallen wird und brandig abstirbt, ist die Ge ahr der Knollenf’Aule jedesmal vorhanden, wenn nioht anhaltende Trockenheit eintritt. Es iet
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Gahrung und Fhlniss.
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daher jetzt das geeignetste, sofort das Kartoffelkraut abzuschnoiden und vom Acker zu entfernen. Nothigenfalls
wiirde es unter Urnstinden passend sein, die Erde iiber
den Knollen mit Kalkmilch oder mit Chlorkalklosung m begiessen, oder wie die erkrankten Trauben zu schwefeln,
um die Keimkraft der Sporen des Schimmelpilzee zu
todten. Endlich wird es, wenn die Krankheit an den
Knollen Lereits aufzutreten begonnen hat, zweckmiissig
sein, die Knollen vor der definitiven Bergung zu waschen und zu trocknen.
Was das Abschneiden des Kreutes betrifft, so scheint
dies nach der Zeit, wo die Knollen ausgewachsen sind, kein
weiteres Bedenken zu haben. Dieser Zeitpunct tritt nach
H. R o f f i n a n n ’ s Heobachtungen in Obcrhessen 7 Wochen
nach der ersten Anlage der Knollen ein und 14 Wochen
nach der Pflanxung bei Spiitkartoffeln, oder 12 Wochen
danach bei Fruhkartoffeln. Jedenfalls durfte gegen Ende
August dcr mogliche Bachtheil beim Abschneiden des
Krautes, beziiglich des Knollenznwachses ein verschwindend geringer sein. (Botnn. Ztg. v . 10.E’eErr. 1860. S. 54.)
DT. H. Ludwig.
Gitbrang und Fiiulniss.
€1. v a n d e n B r o c k stellt das Ergcbniss seiner
Untersuchungen iiber die geistige Glhrung des Traubensaftes und iiber die Filulniss thierischer Substanzen in
nachfolgenden Satzen zusammen :
I) Frischer Traubensaft, welcher mit der Atniosphare nie in Beruhrung gewesen war, und von melchem
diese in absoluter Weise entfernt gehalten wird, erleidet
bei 26 bis 28oC. wiihrend Monaten und selbst wahrend
Jahren keine Verhderung.
2) Die Gahrung des Traubensaftes beruht auf der
Vegetation der Hefezellen, und ist somit ausschliesslich
an die Entwickelung und das Wachsthum dieser Zellen
gekniipft .
3) Es iet nicht auf ganz verschiedene Weise dargethan, daes Hefezellen oder Keime derselben in dem
Safte reifer, ganz unversehrter Trauben enthalten sind.
4) Der zur Entwickelung dieser Zellen in demlaftc
und somit zur Einleitung der Gijhrung nothi e Anstoss
wid nicht durch den Sauerstoff, aondern durc ein oder
mehrere andere in der Luft enthdtene Agentien gegeben,
welche durch I-Iitze zerstort und durch Baumwolle zuriick-
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