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Ueber die Keimung von Pflanzensamen in Eis.

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11. Hota,nilc und Pha imiacognosie.
Ueber die Keimung von Pfla~~zenssnien
in Eis.
Als die niedrigste Teinpcratur , bei welcher Yflanzensamen keimen, nahm man bis jetzt ini Allgenicincn
4O bis 5OC.
a n ; Sachs bemerkt hierzu allerdings in seineni Handbuche
der Expcrimentalphysiologie der l'flanzen p. 54, d:iss es seincn Schiilern gelungen sei , auch bci nicdrigeren Ternperaturen Samcn zum Keimen zu briiigcn , bezeichnet dieselben
jedoch nicht genau. D e C a n d o 11 e , welcher ebenfalls zahlreiche Versuche iiber diesen Gegcnstand anstellte (De Candolle, do la gerruinatioii sur les degrds divers de la tcmperature
constantc) fand, dass alle von ihm dci. Ciitersuchung unterworfenen Samen erst bei und iiber + 4O, iind dass nur die
Samen von Lepidiuni sativum und Linnni usit.atissirnum hei
3O, die von Sinapis alba bei 00 keimten, wobei jedoch zu
bernerken ist, dass von YO Scnf'snnien erst 5 keinitcn. Neuerdings hat Dr. U 1o t h in1 Bad Xaiiheini constatirt, dass auch
die Samen zwcier andercr l'ftanzcn hci O o keimen. Ilersclbe
fdnd bei dem Ausraumcn eincs Eisltcllers vollstiindig entwickelte Keimpflanzen voii A c e r p 1a t a n o i d e s und von
T r i t i c u m v 111g a r e , welche sich in dcr Eisdecke festgewurzclt hatten. Das Eis hatte beini Einbringen auf einem
mit Ahorn bestandenen IIof gelegen, wo die Samen angcfroren und 80 in den Eisrauni gelangt waren. Die Weizenkorner waren am dem Krsizenstroh, was ziini Bedecken diente
ausgefallen.
Dcr Kellcr war vollkommen dunkel und die
Ternperatur betrug a n den Stellen, wo die PflBnzchen gefunden wiirdcn, genau = Oo.
Die Wiirzelchen der Ahornpfliinzchen waren d a , wo die
Saincn zwisclien zwei iibereinanderliegcndcn Schollen steckten
und ti0 cinen Stiitzpunkt fanden, oft 2 -- 3 Zoll tief senkrecht
eingedrungen. Wiirzelchon und Clotyledonen waren ebenso
entwickelt , wie bci in der E r d e gewachsenen Keimpflanzen,
nur war die Farbe der Bliitter, wcgen Lichtmangel, mehr
+
+
Ostindische Surrogate fur Rad. Ipocacuanhae.
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hcllgriin. - huch die Keimpflanzen vow. Weizen hatten sich
gleich denen untcr norinalcn Zustanden gekeimten entwickelt
und waren die Nebenwurzeln meistens ausserordentlich lang. -Selbst wo die Sainen in Eisstiicke eingefroren waren,
mar die Keimung crfolgt und hatten die Wurzelchen das Eis
durchbohrt.
Bus diesen Wahrnehmungen scheint deutlich hervorzugehen, dass die Sarnen von A c e r p l a t a n o i d e s und T r i t i c u m v u l g a r e schon hei 0 0 keimen und zwar nicht etwa
ausnahmsweise, sondern dass die Keimung unter sonst gunstigeu Verhaltnisscn ebenso lcicht bei niedereu wie bei hoheren Temperaturen erfolgt.
n'icht allein die Keimung bei so niederer Tomperatur,
sondern auch das Eindringen der zartcn Wiirzelchen in das
Eis , muss unsere Aufmerksamlreit erregen. Es vereinigen
sich hier die Wirkungen eines bedeutenden Druckes und einer
grossen Warmeentwickelung. 1st die Keirnung eingeleitet, so
wird durch die dabei vor Rich gchonden chemischen Processe
eine relativ grosse Warmemenge frei , welche hinreicht, urn
das, den Sainen zunachst umschliessende Eis auf 00 zu erwarmen und zu schmclzen, wo auch immer die muldenformigen
I'crtiefungen nacligewiesen wurden. Dem aus dem Samen
austretendeii Wiirzelchen bieten sich jcdoch solche Pchwierigkeiten dar, dass es nur d a m eindringen kann, wcnn es langere Zeit hindurch mit seiner Spitze einen Yunkt fixiren kann.
Durch die beim Wachscn entwickelte Wiirme schmelzen die
Eistheilchen an der Wurzclspitze, das Wasser wird von der
l'flanze aufgesogen und diese ist nun im Stande, dns Wurzelchen in die entstandene Iiohlung nachzuschieben.
Zu'r weitcren Entwickelung kamen die l'fliinzchen wegen
Luft - und Lichtmangel nicht. Der ganze Entwickelungsprocess ging uberhaupt weit langsamer vor sich, als bei hoherer
Temperatur, so dass, obgleich die Samen schon voni December an zwischen den Eislagen waren, die Entwickelung
der Kcirnpfliinzclien doch erst Mitte Juli zu Ende war. (FZora
1871, Np.. 13. pug. 185 -- 188 : aus ddselben in) Jahrb. fur
Pharmac. Bd. X X X Vl. Heft 4, pay. 2.35 -237.). C. Schulze.
Ostindischc Surrogate fiir Rad. Iyecacuanhae.
Nach E. C o o k e enthiill die Familie A s c l e p i a d e a e
verschied. Pflanzen, dcnen brechenerregende Wirkung zukommt,
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