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Ueber die kUnstliche Bildung des Cumarins und seiner Homologen.

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262 Ueber die kiinstliche Hilduug des Cumerins und seiner Homologen.
Docent und Primarius am Pester allgem. Krankenhause aufgefordert, der die Friichte des Capsicum gegen Wechselfieber
und dessen Folgeiibel mit grossem Erfolg anwendet und in
Folge dieser Wirksamkeit cin Alkalo'id darin vermuthete.
(Dr. P o o r fand, dass 1 Drachme. Capsicumpulver gegen
Wechselfieber eine gleiche Wirkung ausubt, wie 3 Drachmen
Chinarindenpulver).
Der spanische Pfeffer wurde mit schwefelsaurehaltigem
Wasser ausgekocht , dann das Ganze mit Kalilauge gemengt
der Destillation unterworfen. Das Destillat zeigte eine stark
alkalische Reaction und hatte einen durchdringenden , dem
C o n i i n tauschend ahnlichen Geruch, def sich in allen Localitiiten des Laboratoriums verbreitete. Dieses stark alkalische
und betaubend riechende Destillat wurde nun mit Schwefelsailre neutralisirt, zur Trockne verdampft , der Ruckstand mit
absolutem Alkohol ausgezogen (um das Alkaloidsalz vom beigemengten Ammoniaksalze zu trennen), der alkoholische Auszug wieder verdampft und der trockene geringe Ruckstand
mit Kalilauge behandelt. Es entwickelte sich hierbei der
starke betaubende Geruch des Coniins in solchem Maasse,
dass ein jeder Kcnner mit Sicherheit hatte behaupten konnen,
das f'reigewordene Alkaloi'd des Schierlings vor sich zu haben.
Die alkslische Losung wurde nun mit Aether geschiittelt und die abgesonderte atherische Losung aus einer kleinen
Retorte im Wasserstoffgasstrome abdestillirt. Der iiberdestillirte Aether reagirte stark alkalisch und zeigte neben dem
Geruche dcs Coniins einen Beigeruch , der einigermaasscn an
den des Pfeffers erinnerte. AIR nach dem Ueberdestilliren
des Aethers die Retorte starker erhitzt wurde, zersetzte sich
der Riickstand unter Braunung. Der iiberdestillirte Aether
wurde mit einigen Tropfen Salzsaure eeiiattigt , wobei er seinen Coniingeruch verlor und beim Verdampfen einen iiusserst
geringen krystaHinischen Ruckstand hinterliess.
Weitere Vemuc&e sollen nachfolgen. (Pharm. Post ; Wien
1. Aug. 1868. S. 285 -287.).
H. L.
Ueber die kiinstliche Bildung des Cnmarins und
seiner Homologen.
Das Cumarin giebt beim Schmelzen mit Kalihydrat
Salicylsiiure und Essigsaure. Diese Tbatsrtche liess die Annahme gerechtfertigt erwheincn , dass das Cumarin in einer
A bietit.
263
nahen Bcziel~ung zur Salicyl-Reihe stehcn musse. W, H.
P e r k in hat nun das Cumarin kunstlich dargestellt und zwar
durch Einwirkung Iron Essigsaureanhydrid aut' Natriumsalicylwamcrstoff.
W. H. Y e r k i n hat zum Beweise, dass diew Substanz
wirklich reines Cumarin und mit dem natiirlich vorkommenden identiscli ist , Vergleichungen seiner Eigenschaften mit
denen eines aus Tonkabohnen bereiteten Praparates angestellt
und gefunden , dass das kiinstlich dargestellte Cumarin mit
dem aus der Tonkabohnc erhaltenen idcntisch ist. Das rcine
Cumarin sclimilzt zwischen 67 und 67,5O, siedet bei 290,5
-. 291OC.
Die Bildung des Cumarins aus Essigsauroanhydrid und
Xatriumsalicylwassersto~stellte es als wahrscheinlich hin, dass
bei der Anwendung anderer Saureanhydride an der Stclle
des Essigsaureanhydrids eine ganze Reihe von Korpern erhalten werden konne, wclohe mit dem Cumarin homolog sind.
Diese Vermuthung hat P e r k i n durch Darstellung von Bnttersaure - Cumarin und Valeriansaure - Cumarin bestatigt gcfunden. (Annnlen der Cheniie und Phamacie. Bd. 147. Augustheft 2868.).
SCh.
A b i ?!tit.
In den Nadeln von A b i e s p e c t i n a t a hat F. ILochl c d e r einen Sussstoff gefunden, der im Aeueseren vie1
Aehnlichkeit mit Mannit besitzt , von demselben sich jedoch
sowohl in den Loslichkeitsverhaltnissen 81s auch in der ZUsammensetzung aesentlich unterscheidet; letztere wird durch
die F o m c l C l2H806 ausgedruckt. Dieser Sussstoff hat den
Namen Abietit crhalten. (Akad. z. Wien 2868, 57. Zeitschr.
H. L.
f. Chenzie, 5 . Dee. 1868. S. 728.).
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