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Ueber die polyatomischen Alkohole.

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Polyatomische AlkohoZe.
Ueber die yolyatomisches Alkohole.
B e r t h e 1o t hat in seinen Untersuchungen iiber die
Synthesc der neutrelen Fette gezeigt, dass das Glycerin
genau dieselben Beziehungen Zuni Alkohol zeigt, wie die
dreibasische Phosphorsiiure zu der einbasisclicn Salpetersiiure.
Der Alkohol bildet niit den Siiuren nur eine Reihe
neutraler Verbindungen, die Aether, wKhrcnd dus Glycerin drei bestinimte lteihen neutralcr Verbindungen bildet. Es verbindet sich l Aeq. Glycerin mit l Aeq. Siiure,
linter Austretcn von 2 Aeq. Wasser; diese Verbindungen
entsprechen den Metaphosphaten j oder es verbinden sich
2 Aeq. Skure rnit 1 Aeq. Glycerin nntcr Austreten von
Wasser zu den Pyrophosphntcn entsprechenden Verbindungen; oder endlich 1 Aeq. Glycerin rnit 3 Aeq. Siiure
unter Elimination von 6 Aeq. Wasser zu den gewohnlichen Phosphaten entsprechenden Verbindungen.
Mit eineln Il'orte, das Glycerin ist cin dreiatoniischer
Alkohol. Wie aus des Verf. friiheren Arbeiten iiber die
Manni tverbindungen hcrvorgeht, gchoren sowohl diese
Idee, als auch das Wort dreintomisclier Alkohol ilim an.
Seine Theorien, welchc eine hesondere Noinenclatnr
nothig machten, sind gegenwfirtig fast von allen Chernikern angcnoinrnen : denn sie driiclren durch einfacho Forriieln die chemischen Verhlltnisse dcr neutralcn fetten
Korper aus.
Man Lraucht nur auf das Glycerin, als dreiatomischer
Alkohol betrachtct, die verschiedencn Rc:wtionen anzuwenden, welchc der ewijhnliche Alkohol crleidet, sowohl
. durch dic SLuren, a s auch dureh die Oxydationsmittel
u. s. w., urn die Hildung einer Menge von Verbindungen
xu veranlassen, von denen einigc neu, nndere schon bekannt sind, aber bisher noch nicht wit den1 Glycerin in
Beziehung gcbracht waren. Diesclben Ihtrachtungen gestntten auch , gewisse physikalisclie Eigenschaften der
natiirlichen nnd kiinstlichcn neutrslcn Fette anniihernd
eu berechncn, z. R. Dichte und Hiedepunct.
Dieselben Ansichten habcn Bestiitigung gefunden bei
der Anwendung dersclbcn nuf verschicdene dem Glycerin
analoge Korper, wie Mannit, Dulcin u. s. w. (Journ.fiir
rakt. Chem. B d . 67. 8. 2% u. Rtl. 6'9. S. 450.) Alle dicse
kijrper sind in dcmsclben Sinnc, wie das Glycerin, polyatomischc Alkohole.
Diese Thatsaclicn grstnttcn, dicselben Thcorien auf
f
Priifung des Amylens at$ seine Reinheit.
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eine grosse Anzalil natiirlicher Kiirper, wie Salicin, Populin, Tannin, Amygdalin 11. s. w. auszudehnen. Alle diese
Korper sind fiihig, sich in 2, 3 oder 4 bestimmteverbinciungen zu spalten, unter Aufnahme von Wnsser und Regeneration eines der Glucose iihnlichen Zuclrers.
Die Existenz eines dreiatomischen Alkohols fuhrt zugleich auf diejenige einer grossen Anztthl zweiatomischer
und sehr vieler einatomischer Alkohole. Denn .jede Verbindung nus 1Aeq. Glycerin mit 1Aeq. SBure kann sich
noch mit 2 neuen Aequivalenten irgend einer Saure verbinden: man kann sie daher betrachten als eine Art
zweiatomischer Alkohole j und ferner kann sich jede Verbindung von 1Aeq. Glycerin mit 2 Aeq. Saure noch mit
einem neuen Aequivalent einer Siiure verbinden : eine
Eigenschaft, welche die einatomischen Alkohole charakterisirt. (Jourli. fir? pr'ukt. Chem. B d . 69. S. 454.)
In neuerer Zeit haben nun W u r t z und nach ihm
B u f f, L i m p r i ch t und W i cke mehrere zweiatomische
Alkohole entdeckt, die hinsichtlich ihrer Eigenschaften
und ihrer Zusatnmensetzung als intermediiire Verbindungen zwischen den eigentlichen einatomischen Alkoholen
und dem dreiatomischen Glycerin zu betrachten sind.
Obwohl die Constitution dieser neuen Verbindungen
noch nicht so festgestellt ist, wie die des Glycerins,
obwohl namentlich noch keine neutralen Verbindungen
zwischen derselben Saure und diesen Alkoholen, welche
man als zweiatomische betrachtet, noch auch Verbindungen derselben mit zwei versehiedenen Sauren dargestellt
worden sind, so geben doch die Reactionen der iiweiatomischen Alkohole eine neue interessante Bestitigung der
Ansichten undversuche Berthelot's. Er und d e L u c a
haben zur weiteren Controle dieser Theorien eine Reihe
neuer Verbindungen durch die Vereinigung eines Aeq.
Glycerin mit zwei und selbst drei versehiedenen Sauren
dargestellt. (Journ. fiir prakt. Chem. Bd. 72. Heft 5. u. 6.
- Compt. rend. 1857. T. 45. (No.5.) p . 175.)
H. B.
Priifung des Amylens anf seine Reinheit.
J. L. P. D u b o y hat der Akademie der Medicin in
Paris eine umfangreiche Arbeit uber dieses neue Anastheticum mitgetheilt, in welcher als wesentliche Eigenschaften eines reinen Amylens folgende angegeben werden :
1 Es muss bei
350 sieden; muss
2 ohne Einwirkung auf Kalium sein; ist es unrein,
t
+
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