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Ueber ein neues Chloral.

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Ueber ein neuen Chloral.
63
aus der Flussigkeit herausstehenden Theilen des Thermometers fester Schwefelkohlenstoff als schneeartige Kruste niederschliigt. Die Temperatur der Fliissigkeit sinkt rasch bis
-17 - 18OC. Es verdichten sich denn auch an der Oberflache blumenkohlartige weisse Massen, welche in der Flussigkeit schwimmen ; die Fliissigkeit verschwindet nach
und nach , wiihrend das vom Schpefelkohlenstoff umgebene
Thermometer constant - 12O zeigt, solange noch Schwefelkohlenstoff vorhanden ist. Der feste Schwefelkohlenstoff halt
sich verhaltnissmassig lange bei gewohnlicher Temperatur,
zeigt dann einen ganz eigenthumlich aromatischen Geruch und
ist schwerer entziindlich, als im flussigen Zustande. Derselbc
lasst sich ganz vortrefflich verwenden, urn fur Laboratoriumszwecke $is von niedriger Temperatur zu bereiten. Man setzt
dem in einer Glasschale befindlichen Wasser einige C. C. CS
hinzu und treibt durch dasselbe vermittelst des Tretblasebalgs einen kriiftigen Luftstrolu hindurch. Das Wasser
erstarrt in kurzer Zeit, bisweilen auch ein Theil des hinzugesetzten CSe, wiihrend die Temperatur auf - 13O sinkt.
(Bcrichte iler deutschen chernischen Gesellschaft. I I . Jahrgang.
Nr. 2.).
Soh.
I
Ueber ein nenes Chloral.
Beim Einleiten von trocknem Chlor in stark abgekuhlten
Aldehyd erhalt man eine kaum noch flussige Masse, welche,
der Destillation unterworfen, zum grosten Theil zwisclien 160
- 180° ubergeht ; nach wenigen fractionirten Destillationen siedet die Hauptmenge des Productes zwischen 163165OC. Das so erhaltene Product bildet eine farblose olige
Fliissigkeit , welche mit grosser Begierde Wasser anzieht.
Setzt man Wasser hinzu und riihrt stark um, so bildet sich
unter Erwiirmung ein krystallinisches Hydrat. Mit Alkohol
verbindet sich die Fliissigkeit ebenfalls. Der neue Korper
charakterisirt sich hierdurch als cin Chloral. Die Analyse
desselben ergab Zahlen, aus denen die Formel des Crotonchlorals und auch die des Butylchlorals hergeleitet werden
kann, doch sind die Entdecker des neuen Chlorals, Kriimer
und Pinner, geneigt, dasselbe f6r Crotonchloral zu halten.
Das Crotonchloral verbindet sich, wenn auch nicht so schnell,
wie das gewohnliche Chloral, mit Wasser zu einem festen
Hydrat, welches sich leicht aus Wasser umkrystallisiren lasst.
64 Ueb.e. d. Bornecampher homol. Verbind. -Ueb.d. Oxydationeproducteetc.
Mit Wasserdampfen geht das Crotonchloralhydrat sehr leicht
uber, lost sich leicht in Alkohol und greift in Damyfform
stark die Schleimhaute und die Augen an. Es schmilzt bei
78OC. Wird das Hydrat oder das Crotonchloral selbst mit
verdunnter Xalilauge versetzt, so tritt unter Erwiirmung Zersetzung ein. Es scheidet sich am Boden des GeEsses eine
schwere olige Flussigkeit ab) das Allylchloroform , welches
sich aber nur momentan bildet und sich sofort weiter zersetzt. Das vollkommen trockne Allylchloroform fiiedet bei
79 -80° und ist frei von Salzsiiure) aber schon nach kurzer
Zeit spaltelt Rich Salzsaure ab und es entsteht eine nach
Phosgen riechende Substanz. Bei der Behandlung mit rauchender Salpetersaure erhalt man ahnlich wie aus dem gewohnlichen Chloral die Trichloressigsaure , hier die Trichlorcrotonsiiure, welche bei 234 - 236O siedet und allmahlig krystallisirt.
Die Analysen der Saure fuhren zu der Formel C4HSC1302.
(Berichte der deutschen chenzischen Gesellschaft. Mai 1870.).
Sch.
Ueber eine dem Borneocampher homologe Verbindung.
Aus dem Patchouliol scheidet sich nach einigem Stehen,
schneller bei Zusatz von Chlorcalcium , ein krystallinischer
Korper ab , der sogenannte Patchoulicampher der nach G a 1
(Compt. rend.) mit dem Borneocampher homolog ist.
Er besitzt die Formel: CS0HesOe, schmilzt zwischen 54
und 55OC. und siedet bei 290OC.
Der Korper ist unloslich in Wasser, loslich in vie1 Alkohol und Aether, aus denen er sich bei langsamer Verdunstung in grossen regelmiissigen hexngonalen Prismen mit aufgesetzten sechsseitigen Pyramiden ausscheidet.
Das Yatchouliol, aus welchem sich der Campher abgeschieden hatte, war ebenso zusammengesetzt; beide Rind wahrscheinlich isomer. (Journ. f. pr. Ch. 1869. 11 Bd. S. 282 )
183.).
B. E.
Ueber die Oxydationsprodacte des Paraffins.
C. H. G i l l und Ed. M e u s e l haben ein Paraffin von
56O Schrnelzpunkt, der sich bei wiederholtem Umkrystallisiren
aus Schwefelkohlenstoff auf 60° erhohte, in Bezug auf die
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