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Ueber ein neues organisirtes Harnstoff-Ferment.

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Ueber ein neues organisirtes Harnstoff Ferment.
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a h wenn die gleiche Menge unverdiinnt gereicht wird; dasselbe
ist der Fall, wenn die Beriihrungsflache fur das Gift kiinstlich vergrossert wird , z. B. bei subcutanen Injectionen, statt
an einer Stelle, an sehr zahlreichen injicirt wird. Beides
also, Verdiinnung , sowie kunstliche Vergrosserung der Beriihrungsflache verkleinert die Incubation bis fast zum Verschwinden. Gar keinc Incubation, sondern eine fast so
schnelle Wirkung wie bei der Blausaure sieht man, wenn
man selbst nur wenige Tropfen direct in die Blutbahn von
Saugethieren bringt. Die Falle mit langerer Incubation erklaPen sich daraus, dass in Folge der Unmischbarkeit des Nitrobenzols mit dem Magen - Darminhalt und den Korpersaften
die ingerirten Giftmengen liingere Zeit gar nicht oder in
iiicht geniigender Ausdehnung, mit der resorbirenden Flache
in Beriihrung kommen und dann factisch nicht oder zu wenig
oder zu langsam resorbirt werden. Auf die Verzogerung
der Resorption ist auch das Yrotrahirte des Vergiftungsverlaufes zuriickzufuhren. Eine cumulative Wirkung hat das
Gift nicht.
Die von Jiidell ausgesprochene Hypothese fur die Erklarung der Incubation, dass Rich im Organismus nach einiger
Zeit aus dem Nitrobenzol Blausaure abspalten konne, ist hinYallig, da bei vergifteten Thieren nie Blausaure nachzuweisen ist.
Bei weiteren Untersuchnngen der Nitrobenzolwirkung
erwies sich dasselbe bei Froschen nur als eine lahmende; bei
Warmbliitern wirkt das Gift j e nachdem lahmend allein, oder
krampferregend, oder beides und hangt hier die Wirkung von
der Schnelligkeit des Uebertritts des Giftes aus dem Blut in
das Centralnervensystem ab. Das Blut der Saugethiere wird
dunkelchocoladenbraun. Dyspnoe ist constant. l)aR Blut verliert die Fahigkeit , Sauerstoff aufzunehmen; der Volumprocentgehalt sinkt bei Hunden bis unter 1o/o im arteriellen
Rlute, hingegen wird mehr Kohlen&ure exhalirt. Bus diesen
Rlutveriinderungen erklart sich die bekannte Blaufarbung der
Haut. (Archiv f . experint. Path. 2c. Pharmacol. 9. Bd. 5. u.
6. H. Octobr. 1878. Med. chir. Rundschau. Jahrg. XX.
pay. 15.)
C. Sch.
Ueber ein neues organisirtes Harnstoff - Ferment.
Das zuerst von Pasteur beschriebene und von Van
Tieghem genau studirte organisirte Harnstoffferment (Micrococcus ureae Cohn) zeigt sich in Form von Kettchen kreisrrinder Kugelchen, deren mittlerer Durchmesser l6 16/1 ooo m.m.
Arch. d. Phsrm. XV. Bds. 4. Hft.
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Verbindungon von Cobalt und Nickclchloriir mit Theerbasen.
betragt und ein losliches Ferment absondert, welches den
Harnstoff rasch in Ammoniumcarbonat umsetzt. M i q u e 1
fand in dem Ausgusswasser , welches dem grossen Sammler in Clichy entnommen war, einen Organismus aus der
Klasse : Bacillus, welcher ebenfalls die Eigenschaft besitzt,
den Harnstoff in Ammoninmcarbonat umzusetzen, obgleich er
sich durch sein Aussehen von dem durch Pasteur entdeckten
Product entf'ernt. So zeigt sich das Zellblaschen in rosenkranzartig vereinigten Kornchen oder kurzen , kreisrunden,
zuweilen in der Mitte eingeschniirten Gliedern, wahrend der
von Miquel gefundene Bacillus aus sehr diinnen, beweglichen,
einzeln oder zu 2, 3 und 4 vereinigten Faden besteht, deren
mittlere Lange 6- 6/1000 m. m. betriigt, indess ihre Breite
kaum ?-- yl0o o o m. m. erreicht. Wird das Zellblaschen in
einem feuchten Nedium 2 Stunden lang einer Temperatur
von 54-55'> ausgesetzt, so stirbt es, wahrend der Bacillus
dieselbe Zeit hindurch Temperaturen von iiber 65O widersteht. Miquel vermag bis jetzt noch nicht zu entscheiden,
ob der Bacillus weniger wirksam als die vorbeschriebene
spharoidale Form ist, obgleich derselbe zu den rasch und
vollstandig wirkenden Fermenten gehort. Aus Miquels Versuchen geht hervor, dass 2 mikroskopische Arten von ziemlich unahnlichem Wefien nahezu dieselbe physiologische Funktion besitzen. Dicse Aehnlichkeit der Funktion durfte nicht
iibcrraschen, seit gezcigt wurde , dass einige Cryptogamen
(Saccharomyces , Mucedineen und Mucorineen) den Rohrzucker , durch Vermittelung cines von Berthelot signalisirten
und isolirten Fermentes, invertiren konnen. (Bulletin de la
Sociktd chimique de Paris. Tome X X X L pay. 392.) C.Kr.
Verbindungen von Cobalt - und Nickelchloriir mit
Theerbasen
Rtellten E. K i p p m a n n und G. V o r t m a n n dar. Cobaltchloriir - Anilin bildet ein blassrothes Salz in blattrigen Krystallen, welches an der Luft rasch blau wird. Es hat die
Zusammensetzung 2 CGH7N, CoC12
2 CeH5HO, enthalt
also Alkohol an Stelle des Krystallwassers. Das blaue Salz
ist alkoholfrei.
Nickelchloriir-Anilin 2CGH7N, NiCle
2 C p H 5 H 0 entRteht als apfelgriincr Niederschlag durch Fallung einer alko-
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