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Ueber eine allgemeine Krystallisationsmethode unlslicher Verbindungen.

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Allgemeine Kqstallisationsmethode unlSslicher Verbindungen.
Ueber eine allgemeine Krystallisationsmethode nnltislicher Verbindungen.
Wenn man die Umstiinde untersucht, unter welchen Mineralien krystallisiren, so gewhieht dies in den meisten Fallen durch Pracipitation und doppelte Zersetzung , die niit
grosser Langsamkeit vor sich geht. Bei langsamer Operation
in den Laboratorien miisste man die friiher durch schnelle
Fallung amorph dargestellten Korper krystallisirt erhalten,
und F r B m y findet diese Annahme bestatigt.
Bei einer Versuchsreihe befanden sich die einander zersetzenden Substanzen in Fliissigkeiten von verschiedener Dichtigkeit , Gummi, Zucker oder Leim enthaltend ; die Fluwigkeiten waren durch poriise Platten oder durch ungeleimtes
Papier getrennt , durch welche hindurch die langsame , die
Xrystallisation bewirkende Zersetaung stattfand. Bei andern
Versuchen wurde mittelst einer Menibran die Endosmose in
Anwendung gebracht. Gef$me von Holz oder schwach
gebranntem Porzellan gaben gute Remltate ; sie liessen mit
grosser Langsamkeit die Plussigkeiten durchsickern und gaben
oft schone Krystallisationen , wenn sie in Fliissigkeiten stauden, welche durch die in den portisen Gefassen enthaltenen
Losungen gefallt werden. Es wurden so krystallisirt erhalten : schwefelsaurer , kohlensaurer , borsaurer nnd chronisaurer
Baryt , kohlensaures und schwefelsanres Bleioxyd , Nagnesia
und mehre Sulfure.
Durch diese allgemeine Methode lassen sich fast alle
unhliche Korper, die in der Natur krystallisirt vorkommen,
auch kiinstlich krystallisirt darstellen. Die Formen stimmen
iiberein. Dieselben Erfahrungen auf anderem Wege haben
schon B g c q u e r e l und M a c 6 gemacht. F r 6 m y versuchte
nun krystallisirten Quarz auf nassem Wege darzustellen , dessen natiliche Bildung noch nicht genau erklart ist. Mit demselben Gegenstande beschiiftigten sich xchon S e n a r m o n t und
D a u b r B . Es wurde kiese1s;lures Kali und Natron in die
porosen Gefasse gebracht und- dcr Wirkung verschiedener
Sauren ausgesetzt. Es wurden statt der gelatinosen Absatae
weisse Krystallmassen erhalten, die Was ritxten. Es war jedoch
kein Quarz, denn die Krystalle losten Rich in alkalischen
Fliissigkeiten, die Quaw nicht angreifen ; es waren Hydrate
mit einer bestimmten , constitutiven Nenge Alkali. Die
Analyse der aus dem Natronsilicat entstandenen Krystalle
ergab :
Proktische Verwerthung der Ueheraiittigung.
111
Kieselsaure 68 Proc.
Natron
5 9,
Wasser
27 ,,
Mit Vernachlassigung der geringen Menge Alkali ware
es also Kieselsaurebihydrat = SiOs,2HO.
Die Thatsache, dass man unlosliche Substanzen unter
dem Einflusse poroser Korper und der Membranen krystallisiren
konnh , wird vollstand'ig bestatigl durch C h ev r e 11 1. So
erklart sich auch die Bildung von krystallisirtem oxalsauren
Kalk in den Pflanzen durch langsame Zersetzung einea bei
der Endosmose auf ein Kalksalz treffenden liislichen oxalssureu
Salzes. Man wird auf diesem Wege niitzlichen und sichern
Aufschluss erhalten iiber krystallisirte Stoffe im Mineralreiche
und auch in Pflanzen. (Journ. de Pham. et de Chim.).
R.
Praktische Verwerthung der Uebersltttigung.
Die Uebersattigung , die bisher ohne praktische Verwer-
thung blieb , benutzt J e a n n e 1 zur Reinigimg einiger Salze.
Urn (3l a u b e r s a 1 z zu reinigen, schreibt der Codex vor, das
Glaubersalz des Handels in einem gleichen Gewichte heissen
Wassers zu losen, zu filtriren und durch h'alte krystallisiren
zu lansen. 100 Th. Wasser con 18O halten 48 Thl. Glaubersalz zuriick; es bleibt demnach bei diesem Verfahren fast
die Bilfte des Salzes in der Xutterlauge. Die Uebersattigung
hingegen liefert auf einmal eine grosse Menge reines Salz
und nur wenig Yutterlauge. J e a n n e 1 loet 300 Grm. Glaubersalz des Handels in einer Glasflasche in 100 Grm. destillirtem Wasser von 3 3 9
Bei dieser Temperatur konnen
100 Grm. W h e r 322 Grm. Glaubersalz losen. Zu gleicher
Zeit wird ein Filter xurecht gemacht, mit heissem Wasser
gewaschen, der Trichter auf eine Flasche mit weiter Oeffnnng
gesetzt und die Losung darauf gebracht. Wahrend des
Filtrirens krystallisirt nichts aus , beim Erkalten bilden Rich
die Krystalle.
B i t t e r s a l z , Z i n k v i t r i o l , S o d a werden eben so
gereinigt durch Losen in kleinen Mengen Wasser, wenn sie
nicht zu unrein sind und vie1 Mutterlauge verlangen. E s si g s a u r e s und w e i n g a u r e s N a t r o n , die sioh in ihremKrystallwasser unter looo losen, konnen gleich so filtrirt werden,
ohne daRs man niehr Wasser, als zum Annetzen des Filters
gehort, zusetzt.
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