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Ueber eine sonderbare Vergiftung der Seidenraupen.

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Landerer,
wird vom Landvolke als Ursache die Vernachliissigung
der Plilomos-Rusrottung angegcben. Es sollen Tausenclc
von Beispielen vorliegen, dass in der N6he von Phlomos
arbeitencle Personen oft an dcrnselben Tage voni Wechec.1fieber befallen wurden; es durfte jcdoch schwer zu cntscheidcn sein, ob dieses der gewiss nicht unschiidlichen
Ausdiinstung der Euphorbiaceen, oder dern Zusaninienwirken der in den sumpfigen Cegenden siuh entwickelnden Malaria zuzuschreiben ist. Auf jeden Fall ist ea
richtig, und icli selbst habe Gelegenheit gehabt, mich
davon zu iibcrzeugon, dass in der Niilie solclicr Euphorbiengebusche ein hijchst unangenehnier Ueruch existi]+,
eine Ausdiinstung, die den1 Ungewohnten I<opf'schincrz
und Brechreiz zu veriirsaclien im Stande ist, und schon
in weiter Ferne llisst sich aua diesem eigentliiimlichen
Geruche auf die Gegenwart der Phloinos schliessen. Die
in der Niihe wohnenden Leute geben an, dass es fiir sie
unumgiinglich nothwendig sei, sich Gglich durch einen
Schluck Branntwein nu starlien, tin1 sich gegen ciicse
Malaria der Phlomos vor dem Fieber zti schiitzen.
Die Wolfsmilch-Arten, die in Uriechenland vorkonimen, sind folgende : Ihiphorbia p p l i s , peplus-fulmta, 1,~thy&, ezigzta, Apios (die Wurzelknollen dieser Plilonios
werden voii den Iiirtcn als Yurgir- und Rrechmittel geschiitzt und in Pulver eingenommen), nleppica, spiiiosu,
clendroides, Cypavissias. L)a diese l'fianzen beitn Verwunden einen milchigen Saft ausflicssen Inssen, so nennt
das gemeinc Volk dieselben Gnlutsida, Milchpflanzen.
Ueber eine sonderbare Vergiftnng der Seidenranpen ;
von
Dr. X. L a r i d e r e r i n .Ithen.
-
Ein wohl sonst nie vorgekominener Fall, das Resultat der Rachsucht eines Schiilers, war folgender in jeder
~ b e rnietcorologische Erscheinungsn i n Griechenlnnd.
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Beziehnng sehr interessanter. Auf der Landwirthschaftsschule wnrde Seidenzucht getrieben und die Schuler selbst
waren mgehalten, alle nothigen Arbeiten, das Fiittern
der Eaupen, die Reinigurig derselben etc. zu besorgen.
Alles ging trefflich und ziir allgerneinen Freude yon Statten, und die Seidenranpen waren schon daran sich einzuspinneii, als nach Verlauf von 1 Btunde 64,000 derselben todt gefunden wurden, und nur einige Tausende, die
dieser sonderbnren Vergiftung entgingen, blieben zuriick',
jedoch alle gingen spater zu Qrunde. Diese Vergiftung
wurde mittelst Schnupftahacks ausgefiihrt, welchen der
Verbrecher auf die Rlaulbeerbiiume gestreut hatte. Der
dazu verwandte Schnupftaback war der im Orient sehr
gebriiiochliche Tsarnikos oder Janiotlcos, so genannt, weil
der dazu vcrwandte Tabaclr aus Tsamuria oder aus der
Umgegend von Janina koinnit. Welcher Nicotinna-Varietdt derselbc nngehort, kann ich nicht sagen, dsich keine
Pflanze niit Blfittern zu sehcn Gelegenheit hatte. Dersclbe ist furchterlich scharf und bringt dem Ungewohnten heftiges Niesen, und seiner Feinheit wegen, in Folge
deren er in die entf'erntesten Stellen der Nasengiinge und
der Mundhiihle gelangt, bringt er grosse Tlnbequernlichkeiten hervor, so dass nur Leute, die fiir den Gebmuch
des gewohnlichen Tabacks schon abgestumpft sirid , zu
diesem scharfcn Reizmittel ihre Zuflucht nehmen. Dn
man den Taback auf den Ulattern fand, so konnte der
Verbrecher riiclit umhin, seine Schuld einzugestehen.
Nachtrag zu einer fruheren Notiz iiber meteorologische Erscheinungen in Griechenland ;
van
nr.
x. L a n d e 1- e r
in Athen.
In Retreff der leuchtenden Lufterscheinungen, und
zwar der Gewitter, ist zu bemerken, dass die Zeit der-
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