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Ueber Erfolg und Wirkungsweise der Antiseptika auf Eiter.

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Ungereinigter Weingeist.
-
Wirk. d. Antiseptika nuf Eiter.
des Benzins erhalten. Nach mehrmaligem Umkrystallisiren aua
Essigeaure bildet es gelbe, in Wasser und Ammoniak unlosliche
Lamellen, welche eich in Alkalien mit gelber Farbe und griiner
Fluorescens losten. Nach successiveni Reinigen durch Alkohol und
Kali erhielt Attfield diirch die Analyse Zahlen nahe jenen , welche
die Chrysophansaure verlangt. Bevor er jedoch den Korper mit
Kali behandelt , fand er 72,75 O/,, Kohlenstoff und 5,23 o/o Wasserstoff, welche annahernd auch die Verf. fanden und die zur Formel
CS0H2607
fuhren. Weitere Versuche zeigten ihnen, dass dieses
ein besonderer Stoff ist, welchen eie Chrysarobin nannten und von
welchem Chrysophansaure (C = 70,87Oi0 und H
3,94%) ein
Umwandlungsproduct ist. Mit Zinkstaub behandell, giebt Chrysarobin Methylanthracen , ist also wie auch die Chrysophansaure ein
Derivat dieses Korpers. Schwefelsaure lost das Chrysarobin mit
gelber Farbe. Mit concentrirter Kalilauge giebt es eine gelbe
Losung, wogegen die der Chrysophansaure roth ist. Schiittelt
man jedoch diese gelbe Chrysarobinlosung mit Luft, SO wird Rie
roth und enthiilt alsdann Chrysophansaure. Man kann auf diese
Weise das Chrysarobin vollstandig in Chrysophansaure umwandeln
und erklart dies die irrige Annahme Attiield's, dass Chrysophan&ire der Hauptbestaudtheil des Goapulrers sei, wahrend letzteres
in Wirklichkeit nur der beste Rohstoff zu ihrer Darstellung ist.
(Journal Be Pharmacie et de Chimie. Serie 5. Tome I. pay. 53.)
-
C. Kr.
,
Ueber nngereinigten Weingeist vom Gesichtsyunkt
seiner physiologischen Wirksamkeit 8 8 s betrachtet theilt
,
Professor S t e n b e r g die Resultate einer grossen Zahl vergleichender Versuche mit, bei welchen er Kaninchen bald reinen, bald rohen
Weingeist beibrachte.
Er fand bis jetzt, dass die in Kartoffelbranntwein enthaltenen
Unreinigkeiten nicht durch ihre Qualitat die Intensitat und Dauer
der Alkoholvergiftung beeinflussen oder auf die Trunkenheit einwirken, so dass der Weingeist vie1 Fuselol (bis 4 % ) enthalten
kann , ohne dass deshalb verstarkte Vergiftungssymptome auftreten. Die relative Schadlichkeit des Weingeistes ist mehr durch
Nebenumstande bedingt , welche zu ihrer volligen Aufklarung noch
zahlreiche Versuche nothig machen, welche auf verschiedene Weise
abzuandern sein diirften, um den Einfluss der verschiedenen Qualitaten des Branntweinea bei chroniachem Alkoholismus zu erklaren. (Journal de Pharmm'e et de Chimie. Serie 5 . Tome I .
pay. 60.)
C. Kr.
Ueber Erfolg und Wirkungsweise der Antiseytiks anf
Eiter schreiben G o s s e l i n und B e r g e r o n , dass an freier Luft,
besonders in Gefassen mit weiter Oethung, der Eiter Rich lang-
Biicberschau.
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samer verandert, ale das Blut. So verzogert ein nnvollkommener
Verschluss des Gefisses bei Blut die Faulniss nur 2 oder 3 Tage,
wahrend bei Eiter eine Verzogerung von 13 - 18 Tagen eintritt.
Die Fiiulniss wird durch die Antiseptika, durch Contact oder durcli
Verdunstung in Entfernung wirkend, zurucligel~alten. Die VerE
erkannten durch Versuche, dass f'iir den Eiter wie fur das Blut
die Zerstiiubung durch das Schleudern der antiseptischen Molecule
nuf die Fliissigkeit nutzlicher wirkt, als die einfache Einwirkung
durch die umgebende Luft. Besonders durch die Einwirknng auf
das aim seinen Gefasseii geflossene Blut nutzen die Antiseptika in
der chirnrgischen Praxis. Durch Verhindern der Faiilniss unterdrucken sie das Hauptxgens der Eiterung , vermindern dieselbe
und schiitzen so vor heftigem Wundfieber und Pyiimie. (Journal
de Pharniacie et de Chimie. Sen2 5. Tome I. pay. 55.) C. Kr.
C. Biicherschsn.
L e h r b u c b d e r Zoochemie von C a r l B. H o f m a n n , Professor
der pliysiologischen Chemie an der Universitat Graz. Wien,
Verlag der Manz'schen lr. k. Hof - Verlags - und Universitata Buch handlung.
Das vorliegende Lehrbuch der Zoochemie, welches in 3 Heften von zusammen ca. 700 Seiten kl. 8 ereehienen ist, stellt sieh die Aufgabe, als Leitfaden
bei Studien uber die chemische Zusammensetzung der Gewebe und Flussigkeiteii
des thierischen resp. menschlichen Korpers zu dienen, so wie einen exacten
Ueberblick uber den zeitigen Stand der Zoochemie zu geben.
Verfasser ist bei der Vertheilung den zu bewaltigenden Stoffes vom physiologisohen Staudpunkte ausgegangen und hat deshalb jede chemisehe Verbindung
bei demjenigen Gewebe besprochen, in welchem sie sich in hetrnchtlicher Yenge
5ndet und aus den] sie am vortheilhaftesten gewonnen werden kann. Natiirlich
Bind bei jedem derartigen KSrper ausser seiner Darstellungsweise aueh seinc
Eigenschaften, Derivate, Verbindungen, sowie seine Structur und seine Beziehung
zu ihm nahestehenden Stoffen angegeben.
Das gesammte Material hat Prof. Hofmann untergebracht i n folgenden Hanptabschnitten:
Zelle; Epidermoldalgebilde; Organe f i die Bildung des Mutes; Blut;
Transsudate; Lunge ; Haut und ihre Ausseheidungsproducte; Niere und
Harn; Fortpflsnrungsorgane.
Der wichtige Abschnitt Harn umfasst nicht weniger als 200 Seiten und ist
mit musterhafter Sorgfalt und Zuverliissigkeit durchgefiihrt.
Wenngleich das Werk vom Verfasser in erster Linie fur die Yediciner
bestirnmt ist, so diirfte es sich doeh such in phnrmaceutischen Kreisen als tuchtiges Naehschlagebuch bald Freunde erwerben.
Gesehe
Dr. Jehn.
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