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Ueber gefrbte therische Oele.

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K. Hock, Qefabte atherische Oele.
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Auch die bei warmbliitigen Thieren auftretenden Erscheinungen , welche ich spater beschreiben werde , diirftan, wenn hinlanglicher Stoff geboten ware, bei der Ermittelung des Andromedotoxins ah physiologische Reactionen zu verwenden sein.
MItt,ht!iluiigen 811s der Strrtsapotheke in Bern.
1. Ueber gefarbte iitherische Oele.
Von K a r l Hock.
Gelegentlich einer Untersuchung Zitherischer Oele prUfte ich das
Verhalten von 01. chamomill., 01. absinth. und 01. millefol. im Spectralapparate und fand, dass dieselben sehr interessante Absorptionsverhatnisse zeigen. Sie geben drei Absorptionsstreifen im Roth und
Orange und zwar bei den Fraunhofer’schen Linien B, C und C 2/8 D.
Obwohl nun diese drei Oele ziemlich verschieden gefkbt erschei-*
nen , db erblickt man bei der spektroskopischen Untersuchung die
Streifen in ganz derselben Lage. Dies spricht dafiir, dass dieselben
einen Farbstoff gemeinsam enthalten. Deatillirt man diese Oele, so
erhat man anfangs farblose Producte, bei 150° jedoch gehen griinliche und blaugrline Antheile und bei 260° und dartiber intensiv
blaue Destillate fiber. Diese letzteren zeigen auch die Streifen am
deutlichsten, so dass also dem blauen Antheile die Absorptionen
zuzuschreiben sind. Es lag nahe, die Untersuchung auch auf das
bhue Oel, welches man bei der trocknen Destillation von Galbanum
erhdt, auszudehnen. Ueber Letzteres und fiber das blaue Oel der
Matricaria charnomilla liegen interessante Ettheilungen von M6ssmer und Kachler vor, welchen sich neuerdings hinsichtlich des
bhuen Oels am Resina guajaci peruviana aromatica und e h e s blauen
Productes aus 01. valerianae Untersuchungen von A. Kopp3 anschliessen.
Blaue Oele erhiilt man ferner , wie Flfickiger angiebt, bei der
Destillation der Oele von Ferula Sumbul, Nectandra Puchury, Pogostemon Patschuly und Asa foetida.
-~
1) BnnaL d. Chem. u. Pharm. 119. 262.
2) Ber. d. d. chem. Ges. 1871. 36.
3) Arch. d. Pharm. 1876. 193.
4) Pharm. Chemie 309.
Arch. d. Phiurn. XXI. Bds. 1. Hft.
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E. Hock. Gefdrbte iitherische Oele.
Eine betriichtliche Quantitiit blauen Destillates giebt auch, wie
ich gefunden habe, das Oel von hula Helenium. Ich habe mir diese
blauen Oele, welche siimrntlich erst bei 260° tibergehen, dargestellt
imd fand bei der spektroskopischen Priifung, dass dieselben alle die
namlichen Absorptionslinien geben. Hieraus geht hervor, dass diese
Oele , wenn auch vielleicht die chemische Zusammensetzung nicht
dieselbe ist, doch alle denselben blauen Farbstoff (Azulen) gemeinSam haben. Es scheint, dass dieser blaue Harper manchmal schon
in der Pflanze vorgebildet ist oder doch bei der Destillation mit
Wasserdampf erzeugt wird, wahrend man ihn in anderen F a e n erst
durch Zersetzung bei hbherer Temperatur erhdt. Diese Zersetzung,
welche bei Qalbanum durch trockne Destillation bewirkt wird, wird
wohl bei der Destillation genannter Oele auf ganz %hnlichemVorgange beruhen. &en wesentlichen Einfluss auf die Ausbeute an
blauem Product iibt auch das Alter des zu destillirenden Odes aus,
indem etwas verharxte Oele grbssere Nengen an blauen Parthien
ergaben, als es bei gleichen Quantitiiten frischen Oeles der Fall war.
Der blaue Farbstoff ist an der Luft sehr unbest;indig, denn die Farbung geht bald in ein schmutziges B r a n iiber; dagegen zeigt eine
Probe des blauen Oeles aus Galbanurn, welches vor einigen Jahren
dargestellt und in ein Q h r o h r eingeschmohen wurde, noch ganz
unverlindert die tiefdunkle azurblaue Farbe.
Kachler giebt an, dass auch der Dampf dieser haher siedenden Theile von 01. chamomillas und 01. galbani von tiefblauer oder
violetter Farbe sei. Um zu constatiren, ob dies wirklich der Fall
ist , leitete ich den Dampf dieser Oele durch ein weites Qlasrohr,
welches auf einer Temperatur von a.300° erhalten wurde. W b e
nun der Dampf wirklich blaugef&bt, so miisste man durch das Spektroskop eine Arsorption wahrnehmen k6nnen. Thatskhlich ist dies
jedoch nicht der Fall. Nur an jenen Stellen, bei welchen sich der
Dampf wieder etww abgekahlt und sich zu condensiren angefangen
hatte, sah man Absorptionslinien. Diese stimmten indess genau mit
denen des fliissigen Oeles iiberein, so dass also die scheinbare Blaufkbung des Dampfes nur von condensirten Theilen herriihrt, wZlhrend
der eigentliche Dampf farblos ist.
1) Ber. d. d. chem. Gies. 1871. 36.
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