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Ueber Gewichtsbestimmung des Zuckers im Blute.

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31G
Ucbcr Gcwichtabe~timtnungdes Zuckers im lllute.
Da das Getrank, welchcs gewohnlich als Theeaufguss
genossen wird, nur 0,2 -0,4o/o Extractivstoffe enthalt, so
darf man sich insbesondere von den mineralischen Stoffen,
wie z. B. von dem Eisen, von welchem Liebig einen giinstigen physiologischen Einfluss hoffte , keine besondere Wirkung versprcchen. Eher kommen die in grossercr Mengc
vorhandenen organischen Stoffc , insbesondere Gerbstoff und
das aufregende Thceol zur Geltung. Der wirkliche Nahrwcrth des Thees kann ebenfalls nicht von Bedeutung sein,
der geringen Menge der aufgelosten Kohlehydrate und
Eiweisskorper wegen. Letztere aber durch einen Zufiatz
von Soda in grosseror Menge in Losung bringen zu wollen, ist ganz verwerfiich, da der Aufguss gleichzeitig
bcdeutcnd an Aroma verliert und einen Beigeschmack annimmt.
Diese Bemerkungen uber den Nahrwcrth sollen selbst
rerstandlich die ubrigen trefflichen Eigenschaften des Theegetranks nicht in Zweifel stellcn. (Dingl. Journ. 230 u. 31.
Dr. E. G.
445 u. 526.)
Ueber Gewichtsbevtimmung des Znckers im Blnte.
D ’ A r s o n v a l vertheidigt die von Claude Bernard vorgeschlagene Mcthode der Zuckerbestimtnung im Blute gegen
Cazeneuve , welcher dieselbe fur ungcnau erklart hattc.
D’Arsonval, welcher bei C1. Bernard den physikalisch chemiwhen Theil der kritisch - physiologischen Arbciten ausfuhrte,
verwahrt sich dagegen, dass er bei seinen Zuckerbestimmungen Katriumdfat verwandt habe, welches n’asser verloren
gehabt hatte. Auch sei das Ende der Reaction bei der Gewichtsbestimmiing schr deutlich zu erkennen. Der weitere
Einwand, dass die Bestimmung durch den Saccharimeter
nicht mit jcner durch Fehling’s Losung ubereinstimme, wird
von d‘Arsonva1 zugegeben. Naheres hieriiber einer demnachstigen Mittheilung sich vorbehaltend, glaubt er inzwischen
versichern zu konnen, dass unter gewisscn Bedingungen der
reducirende Stoff des Blutes, fern davon, reinc Glucose zu
sein, aus einem Gcmenge von Glucofie und Levulose, oder
von Glucosc und Dextrin gebildet ist. Diese Interpretation
wiirde die constatirte Nichtubcreinstimmung zwischen den
beiden Methoden dcr Zuckerbestimmung erklaren. P. P i c a r d
theilt einen Versuch mit, durch welchen er glaubt entschieden
nachgewiesen zu haben, dass alle Stoffe, welche neben Glu-
-
Ucber Gcwichtsbcstirnmung des Zuckcrs
in1
]<lute.
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cuse im normnlen Blutc existircn, nnr in zn kleinen Mengen vorhanden sein konnten , urn Fehling’s Losung zii
reducircn. C a z c n e u v e crwidert , dass er seinen Einwnrf
aufrecht erhaltc , indeni der Wassergehalt, welcher bei der
Methodc von C1. Bernard eine wesentliche Rolle spiele, ein
wechselndcr sei. In seiner Vorschrift sage derselbe imnier,
dass klcinkrystallisirtcs Natriumsulfat zu nehmen sei , ohnc
dessen Wassergehalt zn erwiihncn. Hierin licgt die Quelle
cines kleinen Fehlcrs , welcher aber mit 40 multiplicirt wird
bei der Bcrechnung des Glucosegehaltes in 1000 g. Blut.
Entgegen den Behauptungen d’brsonvals besteht Cazeneuve
darauf, dass dcr Koductionsverlauf bei Fchling’s Losung mit
von verschiedencm Blute herruhrenden zuckerhaltigen Pliissigkeiten oft sehr verschiedcn ist von jenem, welcher bei eincr
reinen Glucoselosung slattfindet. Die grunlichen Endfarbungen brachten den Experimentator trotz aller Vorsichtsmaasuregeln in Zweifel. Cazencuvc glaubt , dass neben Levulose,
Maltose und Dextrin, welche Fchling’s Losung lhnlich wic
die Glucose zu reduciren vermogen, Extractivstoffe vorhanden
seien, welche den Verlauf dcr Reduction triiben, indem sie
gewisse Kupferrerbindungen bildeten. Picard’s Versuch lasst
er nicht als entscheidend gelten, da bei demselben das Blnt
bis auf 30° erhitzt wird, wahrcnd doch die auf Fehling’s
Losung einwirkenden Stoffe schr verandcrlich sind und in
der Blutflussigkeit sich rasch umformen. Richtiger ware es
gewesen, sowohl mit Fehling’s Losung als auch durch Gahrung die Gewichtsbestimmung des Zuckers zu machen und
alsdann die Resultate zu vcrgleichen. In Folge seiner
Beobachtung , dass Fchling’s Losung ihni ein hoheres Resultat als der Saccharimeter gab, kommt Cazeneuve zu folgenden drei Moglichkeiten : 1) Neben Glucose, Gegenwart einer
Substanz ohne Drchungsvcrmogen , abcr einwirkend auf Fehling’s Losung. 2) Neben Glucose eine linksdrehende , auf
Fehlings Losung wirkende Substanz, und 3) Neben Glncose
eine linksdrchende, auf Fehling’s Losung nicht wirkendc Substanz. Die zweite Hypothese scheint die zulassigere zu sein
und wiirde durch die Anwesenheit von ein wenig Levulose
ihrc Erklarung finden. Es ist dies ein fremder Factor, welcher der Genauigkeit der Gcwichtsbcstimmung Eintrag thnt.
(Journnl de Pharni. et dc Chink. Serie 4. Tome X X I X .
C. KT.
pay. 500, 502 und 504.)
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