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Ueber Septoria Mori L┬йveill┬й die Fleckenkrankheit und DUrre der Maulbeerbltter.

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Vereinszeitocng.
7) Ueber Septoria Mori Ldveilld, die Fleckenkranklieit und Diirre der Maulbeerhlatter;
von Dr. L. R a b e n h o r s t .
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Es ist flirwnhr eine bedenkliche Erscheinung in unserem Jahrhundert, zumal aber in dem letzten Decenniuni, dass so viele, fnst alle
Cultur- und Nutzpflanren, von deren Gedeihen unhedingt der Wohlstand der Vdlker abhiingt, zu erkranken anfangen und w o die Krnnklieit einmal begonnen, von Jahr zu Jahr allgemciner und gefahrdrohender wird. So scheint die Kartoffelkrankheit vdllig eingehiirgert ;
die Hrankheit der M'einheeren wird uns nicht wieder verlassen; die
Dlirre der Itlaulheerhliitter hat seit 1846 mit ihrem ersten Auftreten
in Deutschland, Frankreich und ltalien inimcr niehr um sich gegrilfen
und sich gleii:Lsani, wie es bei Epideniien rn sein pflogt, in sich selhst
rnehr entaickelt und ausgchildet, indem sie niimlich bei ihrem ersten
Auftreten nur Siiinlinge und hiichstens rweijahrige Pflanzen ergriff,
versrhont sie jetzt nuch nicht dic kriiftigsten Biiume. Eine neue
Hranlrheit, die erst w i t einigen Jahren, zumal in der Oberlausitr
beohaclitet worden ist, ist die der Itldhren und weissen Riiben. 11.11
w e r d e iiber sie hinnen Kurzein i n den Verhnndlungen des Vereins
zur Befdrderung des Gartenhaueo in den lianigl. Preussischen Staaten
einen ausfiihrlichen Bericht geben und ltehre nacb dieser kurzen Episode zu unserer Sepfarin ruriick. Ich heschrhlte mich Iiier auf die
Hanptniomente der Krankheit, resp. auf die Entwickelung des Pilzes.
Die Sepforin Mori h i t ihren Sitr im Parencliym des Blrittes und
gelangt drhin dadurch, dass ihre Sporen auf der Blnttfliirhe, durch
Thau und feuchte Atniosphtire hegiinatigt: lteimen und ihr Mycelium
durch die SpaltdRnungen in die Interrellularpiinge senden. Ohgleich
ich diesen Vorgang nieht dirert beobarhtet habe, so sprechen doch
einige Thntsachen dafiir und ich schliesse mit dieser Ansicbt keinesw e g s das Factum aus, dass die Spore erst durch die Spnltaffnung
eindringt und innerhalh dieser Iteinit. Ich denke mir heide Falle
gleich zuliissig. Der E r f d g wird inirner derselbe sein. C'ntersucht
man leicht verfiirbte Stellen, so findet inan schon Myceliunifliden,
gewdhnlich unter dem Horizont einer Spnltdlfnung, und von hier nus
erfolgt die Verbreitung in den lnlerreliulargiingen nach allen Richtungen. Anfnngs sind die Itlyceliumfiiden panz farhlos, man hemerkt
such nicht eine S p u r aincs Inhaltcs, die Reagentien zeigcn nur die
gewdhnliche Pilzcellulose an, bald alier erscheincn zerstrcut goldfarbige Oeltriipfchen, deren Zahl sich in lturzer Zeit vergrassert und
endlich zusammentliessend den gnnsen Faden gleichniiissig lief goldgelb
Rrhen. In demselhen Grade, wie das Blyrelium sich verbreilet und
fiirht, mfolgt r u t h eine Reaction auf dns Chlorophyll. Das Blycclium
ltann nntiirlicb seine Rnhrung nur nus den Nachbarzcllen richen und
dadurclr muss nothwendig der normnle Process der Zelle gestdrt werden. In demselben Grade vergrdsserl sich nun aher nuch Busserlich
d s r Flecken und verfiirbt sich nus dem lichtun Gelbroth nach und
narh ins schmutzige Braun. Itlit dieser dunlteln Fiirbung tritt allemal
ein vollstiindiges Absterhen der betreffenden Stelle ein, wlhrend andere
Stellen des Blattes in noch vollstlndig normalem Zustsnde sich finden.
Vereinszeifung.
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Diese abgestorhenen Stellen werden gleichzeitig so diirr, dass sie mit
Leichtigheit in Stauh zu zerreihen sind. Es lassen sich jetzt init
blossen Augen die Perithecien erhennen, die wie ein matt schwarzes
Hdrnchen die Oberhaut durchbohrt haben. Cewdhnlich sitzen sie in
lichten Stellen auf deni schmutzig-braunen Felde, doch is1 dies heineswegs Hegel; man findet sie auch auf dem dunlieln Felde zerstreut.
An ihrer Spitze tragen sie meist ein weissliches Biischelchen, das sich
angefeuchtet mil eineni Pinsel leicht entfcrneu und hei 300/1 Vergr. ale
ein weisser Schleim mit den waseerbliulichen, cjlindrischen oder keulenfijrmigen, mannigfach gehrirmmten, einfachen oder septirten Sporen
erkennen tiisst. Nach d e r Wegnahme dieser Sporenmasse sieht man
dann auch die Oeffnung ani Scheitel des Peritheciuins, aus d e r die
Sporenmasse hervorgetreten ist. Ein guter Verticalschnitt durch das
Peritheciuni zeigt uns nun den Bau des I’ilzes.
Wir sehen, dass das
Mycelium zusamniengedriingt aufwarts in ein’ dichtes, kaum zu entwirrendes Polster vernochten ist. Dieses Polster is1 das eigentliche
Fruchtlager, von hier aus erheben sich die rothbraunen, Iiolbigen,
drei bis viermal septirteo, 1/25 bis 1/,,’“ Iangeii Paraphysen und die
fast gleich Iangen, schon erwahnten bpuren. Dieser Fruchtbau wird
yon einer fast structurlosen Hiille, derii Peritheciurn, das i b e r nicht
kohlschwarz, w i e bei den nieisten Pyrenoinycekn und wie es unter
der Loupe erschien, ist, sondern es theilt die F a r b e d w Paraphysen.
Verfolgt man die Entwickelung des Pilzes aulinerltsam, SO lrann es
nicht entgehen, dass das Rlycelium, so wie es sich zur Uildung des
Pruchtlagers anschickt und solches herangebildet, dns B1attparencb)m
nach allen Seiten zuriichgedr8ngt und die dadurch cntstandene muldenfdrmige Ausbohlung allein eingenommen, die Oberhaut geliohen
und endlich durchbrochen hat.
Die Sporen bilden sich RUS einer
rundlichen wasserhellen’Endzelle des Fruchtlagers. Diese Zellen dehnen sich schlauchartig aus und nehmen eine willzenf6rmige, aufwirts
Ofters verdickte Gestalt an, liriimmen sirli auf vcrschiedene \+’eke und
sind anfinglich immer ohne Scheidewiinde, s p i t e r erscheinen deren 4
bis 12; iin lnnern werden oft schon vor d e r Bildung d e r Scheidew l n d e Kornchen und Blischen sichtbar. M i l der Entwichelung d e r
Sporen findet auch die Absonderung einer weissen Schleirnmasse statt
und sobald die Sporen ihre Reife erlangt haben, werden sie von derselben abgeldst. So w i e der ohcre Raum des Peritheciuins von dieser
Sporenmasse erfiillt ist, durchbricht dieselbe den Scheitel und trill
hervor. In concentrirter Schwefelsiure quillt die Sporanhaut aiif und
die Spore erscheint dann an den Septen eingeschnurt, setzt man nun
Jod zu, so fiirbt zie sich augenblichlicli gelb, nach 10 his 15 Minuten
geht diese F a r b e in ein Gelbbraun iiber.
I n der M’eise, wie ich hier den l’ilz beschriebcn habe, hat ihn
auch L e v e i l l b erliannt und ihn als Seytoria Mori schon 1816 in
den Ann. des Sc. nut. Ser. 3. T. 1’. beschriehen. D e s m a z i e r e s ziebt
ihn zur Cheilaria. Ich nehme die Gattung Seploria Kunze in dem
Sinne, wie sie F r i e 8 emendirt hat.
11o n t a g n e spricht von einem
Fusisporum cingulatutn, Tu r p i n von unserem gewdhnlichen Ftcsarium
Zaterilium, das die Kranlrheit erzeugen solle. Ob R1 o n t a g n e eincn
anderen Pilz als die Scptoria vur sich gchabt, ltann ich nicht entsclieiden ; das liann ich a b e r behaupten, dass das Fusarium Zateritium
sich wohl auf den lrranlien Blittern vorfinden liann, gewiss aber ganz
unschuldig an dem Erkranlien ist.
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