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Unterchlorigsaure Magnesia und Magnesiahydrat als Gegenmittel bei Phosphorvergiftungen.

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Unlerchior(qsatcre Magnesia und Magnesiahydrat. 4 65
und dauerhafiem Erfolge angewendet. Bei Frauen mit
krankhafter Aufregung des Geschlechtstriebes, besonders
solchen Wittwen, so wie bei Nymphomanie endlich hat
T h i e l m a n n das Bromkalium in funf deutlich constatirten
Fallen als Antiphrodzsiacurn benutzt. Er verordnete es in
folgender Gabe u n d Form: R. Kalii bromati gr.24-36,
Sacch. alb. 3jj, M. terend. exact. et divid. in part. = No XII.
S.2-3. stundlich 1 Pulver zu nehmen. Gaben zu gr.IV.
erregten oft Bauchgrimmen, wahrend Dosen von gr. jj-jjj
stets gut vertragen wurden. (Med. Ztg. Russland's. 1854.)
B.
Unterchlorigsaure Magnesia und Magnesiahydrat als
Gegenmittel bei Fhospborvergiftungen.
Dr. L. S c h r a d e r in Gotringen hat mit der von
R e c h e r t (Arch. der Phnrm. Bd g7. p.273) angefuhrten
unterchlorigsauren Magnesia, als einem Gegenmittel gegen
acute Phosphorvergiftungen, Versuche angestellt, aber dessen Wirksamkeit durchaus nicht bestatigt gefunden.
Bis jetzt hat man fast nur Brechmittel und Darreichung
schleirniger und oliger Getranke dagcgen angewandt. Die
todlich abgelarifenen Falle zeigen, dass diese Behandlungsweise nicht immer von gliicltlichem Erfolge gekront war.
Auch die dagegen von 0 r f i 1 a und B u ch n e r empfohlene
Magnesia usla war nach M e u r e r's Versuchen nutzlos.
D u f l o s schlug daher 1 Th. Magn. usla und 8 Th. Liquor
chlori vor. Diese Bereitungsweise ist spater dahin abgeandert worden, dass man 1 Th. schwach calcinirte Magnesia mit 7 Th. Wasser anruhrte und den Brei mit 8 Th.
Liquor chlori gut durchschuttelte. Ilie Mischung bestand
aus unterchlorigsaurer h'lagnesia, Chlormagnesium. und
Magnesiahydrat, welche man vor ihrer Anwendung jedesma1 gut durchschiittelte. Auch B e c h e r t hat mit diesem
Mittel experimentirt.
Dr. S c h r a d e r hat nun ebenfalls acht Versuche an
Kaninchen, weil sie sich nicht erbrachen, angestellt und
folgende Resultate erhalten :
I ) Diejenigen Kaninchen, welche den Phosphor in
Mohnol aufgelost. erhalten batten, starben fruher, als die,
welche den Phosphor in Pillenform erhalten hatten.
2) Die Erscheinungen der Hyperamie und Entzundung
im Magen oder Duodenum wurden funfmal beobachtet,
wahrend dieselben nur in zwei Malen fehlten, wo der
Phosphor namlich in Pillenform gegeben wurde.
166 Kohkensaurer und phosphorseurer Kallc yegen Oxaltcrin.
3) Die Oxydation des Phosphors innerhalh des Magens
war noch nicht vollendet, selbst bei den Kaninchen nicht,
die 20 Stunden und Ianger noch nach der Vergiftung
gelebt hatten.
4) Kein einziges der acht Kaninchen, welche das
Gegengift von unterchlorigsaurer Magnesia und Magnesiahydrat erhalten hatte, blieb am Leben, und fiinf derselben,
welche das 01. hosphoraturn erhalten hatten, crepirlen
schon wahrend er Behandlung. (Deutsche Kllnilc von Dr.
A. Goschen. No. 11. 1854. p. 122.j
Wir miissen es dahin gestallt sein lassen, ob die Verschiedenheit,, ja der vollige Gegensatz der Resultate aus
beiderlei Vcrsuchen, die an Anzahl sich so ziemlich gleich
sind, so zu erklaren ist, als S c h r a d e r es t h u t ; oder ob
noch andere Momente einwirkten, welche diese Abweichungen veranlassten. Jedenfalls sind dieselben beachienswerth und fordern bei der Wichtigkeit des Gegenstandes
zu erneuerten Versuchen auf. Es ware wunderbar, wenn
sich B e c h e r t so geirrt haben sollte, wie S c h r a d e r ,
gestiitzt auf seine Versuche, folgern muss. Es is zu wiinschen im Interesse beider NH. Verfasser, dass die Versuche
mit demselben Gegengifte gegen acute PhosphorvergifH. Wr.
tungen wiederholt werden.
B
Kohlensaurer und phosphorsaurer Ealk gegen
Oxalurin.
Herr Dr. med. K u ch e n m e i s t e r hat folgende Substanzen gegen Oxalurin empfohlen :
Calcariae carbonicae 3jj
II
phosphoricae 3j
(Perri lactici nach Bediirfniss 9p bis I
oder auch ganz wegzulassen)
Sacchari lactis 5jj.
M. d. s. Ein- his dreiriial tiiglich eine hlesserspitze
voll ins Essen zu netimeu.
ii ch e n m e i s t e r meint, dass durch Kohlensaure,
Rec.
K
Milchsiiure und durch Darbietung der Gelegenheit fur das
Iialksalz, mit Albuminaten oder Peptonen 18sliche Verbindungen einzugehen, die Loslichkeit des phosphorsauren
Kalksalzes bewirkt werde. Dann Iasst er nicht bloss
kohlensauren Kalk hinzusetzen, sondern auch hlilchzucker,
um die Milchsaure miiglicher Weise zu bilden und das
Mittel mit dem Essen nehmen. (Deulsche Kliailc. No.9.
4. Marz 1854.)
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