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Untersuchungen Uber die Entwickelungsgeschichte des Farbstoffs in Pflanzenzellen.

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162 Ent~cickekngsgeschicl~te
des Farbstofs in F'jlanzenzelleri.
sind. Beini Erhitzen verpuffcn siimmtliche Salze wie
Schiesspulver. Eine gcringe Menge des Kalisalzes in
Wasser geworfen liist sich mit intensiver dunkelviolettrother Farbe auf. (Ansial. der Cheni. und I'harm. C X X X I V .
229- 236.)
6.
Chloranil.
Behnndelt man cine alkoholischc Losung von Capaloe
mit Chlor, so trennt sich die Fliissigkeit in zwci Schichten, wovon die oberc Productc dcr Einwirkung von Chlor
auf Alkohol enthblt, wallrend die untere aus einem orangegelhen halbfliissigen Harze besteht, welches sich in kaltem
Weingeist mit rothbrauner Farbe lost, unter Abscheidung
von gelblich- weissen Kryetallblattchcn. Diese Krystalle
sind nach der Untersucliung von C. F i n c k h Chlornnil
= C12Cl4O4 (Annul. der C'hem. und Phnrm. C X X X l K
241- 242.)
6.
___.
Untersuchungen iiber die Entwickelangsgeschic~te des
FarbstoEs in Pllanzenzellen
hat R d o l f W e i s s (Prof. der Botanik an der Universitat Lemberg) veroffentlicht. Er stelltc dieselben mit
den Beeren von Lycirim bavbamm L., Solanum Dulcamara
L., 8olanum cnpicastvum Lk.,Solanum laciniatum A t , ,
Solanum pseudocapsicum L., den Zellen des gelben Ueberzugs, der dic Sanien von Evonymus euvopaeus L. bekleidet, den Beeren von Cupsicurn baccatuin, Asparayus verticillatiis L. an, welche siimnitlich einen n i ch t g e l o s t
auftretenden g e l b r o t h e n Li'arbstoff enthalten und fasst
die Resultate seiner mitgetheilten und durch schone colorirte Abbildungen erlGuterten Ileobachtungcn in folgende
allgemeinere Siitze zusammen:
1 . Die Hildung dcs Farbstoffes erfolgt in einer und
derselben Zelle fast immer nuf zwei oder mehre von
einander verschicdenc Weisen.
2. Sie gcschieht n i c h t in der Weise, dass etwa die
C h l o r o p h y 1I k o r n e r zuerst verschwinden und durch
Neubildung sich auf einer neuen Unterlage neuer Farbstoff erzeugt, sondern indem die Unterlage des friihercn
Chlorophyllkorns (wohl meist Amylum) b 1 e i b t und nur
das g r u n o Pigment, welclies sich unter Einwirkung des
Lichtcs darauf abgelagert hatte, succesive durch allc Abstufungen von Gelb hindurch in den schliesslich rothgelben
Farbstoff verwandclt.
Enttcickeltingsgeschichte des Farbtoffs in Pjanzenzellen. 163
3 . Die Ursache dieser Farbenwandlung muss in einer
durch die Vorgange des Reifens dcr Beere v e r a n d e r t e n
D i f f u s i on s t h a t i g k e i t der Zellen gcsucht werden, obgleich sich derzeit iiber die zu Grunde liegenden c h e m i sch e n Verlialtnissc nichts nngeben Iasst.
4. Neben dieser bei weitem haufigsten Rildungsart
koninit gewohnlich eine zweite von ihr ganelich verschiedene vor, durch welche im I n n e r n v o n B l a s c h e n der
Farbstoff direct aus dcm Protoplasma oder richtiger aus
der stickstoffhaltigen Rfaterie irn Innern derselben entsteht.
5. Die fertigen Farbstoffgebilde erhalten spiiter an
ihren Enden meist farblose Schleimfiiden, welche zwei
oder niehre derselben verbinden rind nioglicherweise
das Product einer Umwandlung sein konnen, welche die
Unterlage (Aniylum) des Farbstoffs bei und nach der
Reife erfalirt.
6 . Schliesslich zerfallcn die Farbstoffgebilde, indem
ihr Pigment nllmalig immer bliisser und bliisser wird, in
ihre einzelnc Theile (Untcrlage und Pigment).
W e i s s bedient sich in seiner Abhandlung des Ausdruckes B 1a s ch e n zur Rezeichnung eigenthiimlicher Gebilde im Innern von Pflanzenzellen und er spricht sich
iiber dieselbcn dahin aus:
Ns ist sicher, dass im Innern von Zellen eine Art
von Elemcntarorganen, B1 a 8 ch e n , vorkonimen, die aus
einer Membran und einem von ihr scharf getrennten
fluesigcn Inhalte bestehen, in oder aus welchem sich im
Vcrlaufe ihres Lebens A m y l u m , C h l o r o p h y l l und
P a r b s t o f f e bilden konnen, die demnach wie die Zellen
selbst einc fortschreitende Entwickelung zeigen. Ihr Unterschied von dcm, was wir Z e l l e nennen, durfte kaum
darin bcstehen, dass sie ohne Einwirkung eines Cytoblasten
sich individualisiren, jedenfalls aber, dass wir an ihnen
vor der Hand k e i n e C e l l u l o s e h i i l l e nachweisen konnen, ja dass sie dieselbc hochst wahrscheinlich durchaus
nicht besitzen. Clcncrisch sind sie von unseren Zellen
sicher nicht verschiedcn. Was den C t o b l a s t e n betrifft, so wird ihm ebenfalls siclier die i e l l e n n a t u r zugesprochen werden miissen. (Sitztingsber. der k. k. Akad.
der Wissensch. Math.-naturzc. C1. 50. Bd. I . Heft. I. Abtll.
H . Ludwig.
6 -35.)
s.
11*
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