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Urostealith ein neuer Krper als Harnstein.

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Urostealith, ein neuer Korper als Earnstein.
bestand aus concentrischen Lagen. Ein Kern fand
sich nicht. Der ganze Slein wog 16,950 Grm., das
spec. Gewicht war 4,875. Die Analyse gab:
Phosphorsaurcn Kalk ........... 56,19
Kohlensaiiren Kallr ............. 3,OI
Kohlensawe Magnesia .......... 1 , l O
Satid .........................
4,76
Alkalische Salze und lijsliclie organische Diaterien .............. 1,9i
Unl6sliche organische Dlrterien.
13,OO
Wasser
20,OO
..
. . . . . . . . . . . . .-. .
100,oo.
fJourn. de China. mtd. 1815. - Pharmac. Centrbl. No. 3.
Urostealith, ein neuer Kiirper als Harnstein.
Dr, 'Ch H e l l e r belegt mit ohigem Namen eine Substanz, wc:lche als Harnstein bei einem Manne vorkam, in
kohlensaurem Natron auflbslich war, iind durch selbiges
entfernt wurde. Der Harn enthielt 965,800 Th. Wasser
und 34,200 Th. feste Stoffe, diese bestanden aus: Harnstoff
12,631, E'ett 0,320, extractive Stoffe und Salmiak 8,509,
feuerbest andige Salze 12,680 darunter 2,040Erdphosphate
0,163 Kochsalz, 2,296 schwefels. Kali, 8,181 basischphosphors. Natron und Eisenoxyd. Im Sediment gin%ein Stein
von Urostealith ab. Um diesen Stoff aus dern Harne abzuscheidm, ward derselbe abgedampft, mit etwas Schwefelsiiure versetzt und mit kochendcm Aether ausgezogen.
Der Aether gab beini Abdunaten eincn violetten Ruckstand
von Urosleakth. Diescr Stoff lasst sicb am leichtesten
durch Erhitzen und Verbrennen nachweisen. (?) Wird ein
Sluckchen auf Platinblech erhitit, so hleibt es ziemlich
lange fest, fan t an zu schmelzen, zerfliesst dabei aber
nicht, soiidern %aht sich sogieicli stark auf und verbreitet gleich Anfangs einen ziemlich starken Rauch und einen
hochst cigenthumlichen angenehmen Geruch, der am
meisten an Schellack und Benzoe erinnert. Der Geruch
ist so stark, dass das kleinste Stuck hinreicht, um ihn in
hinlanglicher Starke wahrnelimen zu lassen. Bei starkerer
Hitze entzundet sich das Ihosteulith und brennt mit hell elber
Flamme. Nach dem Einaschern der voluminosen Kohle, leibt
ein geringer alkalischer Ruckstand. - Mit Wasser gekocht,
wird das Urostealilh weich, schwillt etwas auf, Ibisst sich
zusammendrucken und zerbrockeln. Alkohol lost es in
der Warine auf, jedoch ziemlich schwer, wird der Alkohol
%
Unterauchungen uber die Gallc.
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vsrdampft und der Ruckstand verbrannt, so ist der oben beschriebene angenehme Geruch wahrzunehmen. Aether lost
den Sloff leicht auf; beim Verdampfen bleibt derselbe amorph
zurbck; bei weiter gelindem Erwarmen farbt er sich
stark violett, Aetzalkali lost ihn in der Warme leicht auf,
mit braungelber Farbe, aus der Losunq scheiden sich
braune Flocken aus. Kohlens. Kali und Natron wirken
wie Aetzkali, nur langsamer. Ammoniak zeigt nur schwaclie Einwirkung. Salpetersaure lost das Urostealzth beim
Erwarrnen auf. (Archiv ur physiolog. u. patholog. Chemie
11. Mikrosk. 1845. S. I l l . /
B.
Untersuchungen uber die Galle.
Dr. P l a t t n e r bemerkt in Mullers Archiv 1844 Th. 5,
dass er nach seinen fortgesetzten Untersuchun en uher
die krystallinische Darstellune; der Hau tbestandt!
Ieile der
Galle einen von dieser verschiedcnen Jorper wahrgenommen habe, ein gelbbraunes, syrupartiges Fluidum.
lenleicht ein Zersetzungsproduct, das besonders den GaTielfarbestof zu enthalten scheint?)
Der hauptsachlichste Bestandtheil der Galle ist sonach
in Uebereinstimmung mit dem vom Verfasser fruher Mitgetheilten eine Verbindun von Natron mit einem eigenthiimlichen organischcn forper, welchen der Verfasser
Natroncholin genannt hat, und nicht, wie L i e b i g, gallensaures Natron, weil ihrn noch nicht bewiesen scheint, dass
jener organische Theil eine Siinre ist. - Es geht aus der
Beobachtung ferner hervor, dass die L i e hi g’sche Formel
fur die Gallensiiure falsch ist, da immer jenes Fluidum
mit analysirt wurde, und dass G m e I i n mit Recht behauptet, dass durch Metallsalze verschiedene Niederschlage
entstehen konnen, was L i e b i g in Abrede stellt. (Medzz.
J. Mlr.
Centr.-Zed. 37. St. 1845.)
Uesaehe iler Farbung der Stuhlentleerungen beim
Gebrauch der Marienbader Mineralwasser.
Hieriiber schrieb B e r z e l i u s an Prof. K e r s t e n
in Freiber Folgendes :
Im A1 gemeinen ist das beim Gebrauche von jedem
eisenhaltigen Wasser, dieses mag schwefelsaure Salze enthallen oder nicht. so auch beim Gehrauche von Eisenpraparaten der Fall. B e r z e 1i u s vermuthete aber auch
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