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Verbindungen des Phosphors mit dem Wasserstoff.

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Verbindungen des Phosphors mil dem Wasserstoff
Verbinduiigen des Phosphors mit dem Wasserstoff.
P a u l T h e n a r d hat eine wichtige Entdeckung iiber
die Verbindungen des Phos hors mit Wasserstoff gemacht.
Die schonen Arbeiten desse ben lehrten ihn namlich, dass
die Selbstentzundlichkeit des Phosphorwasserstoffgases von
einer neuen mit P H z zu bezeichnenden Substanz herriihre.
Seinen Erfahrungen zufolge giebt es drei Verbindungen
des Phosphors mit dem Wasserstoff.
Die erste ist fest; sie setzt sich, wenn das selbstentzundliche Phosphorwasserstoffgas mit concentrirter Salzsaure in Beriihrung gebracht wird, als ein gelber, fruher
fur blossen Phosphor ehaltener Korper ab. Man wascht
denselben rnit kaltem %7 asser und trocknet ihn im Vacuo
schnell. Er hat die Formel P2H.
Die zweite ist das nicht selbstentzundliche Gas, welches P. T h e n a r d dadurch ewann, dass er Calciumphosphoret verrnittelst einer G asrohre in (fast rauchende)
concentrirte Salzsaure einliess. Hicr scherdet sich erstere
Verbindung ab , bleibt aber in der Flussigkeit schweben.
Nimmt nmn statt der Saure Wasser, so entsteht bekanntlich
das sel bstentzundliche (unreine) Phosphorwasserstoffgas
und zwar in grosser Menge.
Diesem Gase nehmen mehre Korper die Selbstentzundlichkeit, z R. Chlorwasserstoffsaure, Bromwasserstoffsaure,
Phosphorchloriir etc., auch das Licht, ferner die Wande
des Uehalters, worin es aufbewahrt wird, indem es die
erwiihnte feste Phos horverbindung absetzt. Letztere
wusste sich T h e n a r g iibrigens auch noch dadurch zu
verschaffen, dass er ein auf seine Weise bereitetes sehr
gesiittigtes Calciumphosphoret in verdunnte Salzsaure nach
und nach eintrug und die niederfallende pechartige plotzlich an der Luft entzundbare - Materie sammelte.
Diese und ahnliche Thntsachen fuhrten P. T h e n a r d
zu neuen wspriesslichen Versuchen und zur Entdeckung
der dritten Verbindung. Er liess namlich das aus Wasser
und Calciumphosphoret gewonnenc, also das selbstentziindliche Gas in cine U-formige Rohre langsam streichen, und
erhiclt dadnrch ein sich allmahli~ sammelndes flussiges
Wasserstoffphosphoret. Diese Erfahrung war allen Chemikern bis jetzt entgangen.
Erwahnte dritte Verbindung ist bei - 4 0 0 flussig, von
starker Tension, farblos und sehr durchsichtig, sie brennt
an der Luft init blendend weisser Farbe. Dem Sonnenlicht
ausgesetzt, vcrwandelt sie sich plotzlich in das erste feste
P
P
Gebundene Wurme des Wusscrs. Kohlenstoffttrichlori, 57
Phosphoret und in Phosphorwasserstoffgas mit einer Explosion, die sehr gefahrlich werden kann.
Nach einer auf Versuche sich stutzenden Berechnung
fand P. T h e n a r d , dass die Mischung dieser Fliissigkeit
durch P H2 aust edriickt werden kann.
Sehr einfac lasst sich also die Selbstentzundlichkeit
des Phosphorwasserstoffgases aus den Eigenschaften dieser
neuen Substanz erklaren, und m a r um so gewisser, da
dieselbe jene auch andern Gasen ertheilen kann, z. B. dem
olbildenden Gas.
Da schon die geringste Portion der neu erkannten
Substanz durch ihre unermessliche Anzichungskraft zum
Sauerstoff denPhosphorwasserstoff entziindet, so ist dadurch
die Erfahrun, von H. R o s e , dass das seIbstentzundIiche
und nicht se bstentzundliche Phosphorwasserstoffgas ein
gleiches Verhaltniss der Bestandtheile haben, unerschu ttert
eblieben ; beide aber fur isomerische Modificationen zu
kalten, wurde nicht mehr anwendbar sein. (Journal de
Pharmacie et de Chimie. Juin 1844. pag. 418). D. M.
2
s
Gebundene Warme des Wassers.
D e l a P r o v o s t a e und P a u l D e s a i n s haben die
friiheren von B l a c k , *ilke, L a p l a c e und L a v o i s i e r
erhaltenen Resultate uber die Menge von Warme, welche
das schmelzende Eis aufnimmt, urn in Wasser von Oo C.
iiberzu eben, nicht ganz bestatigt gefunden. Als Mittel
von vie en iibereinstimmendenVersuchen finden sie 79O,1 C.
fur die latente oder gebundene Warme des Wassers, wonach
die bisherige Annahme von ? S o C. zu rectificiren ist.
(Ann. d. Phys. u. Ch. B. 59. p . 167). H. Wr.
P
KohlenstofFtrichlorid, Carbonium triehloratum, ein
iieues Arzneimittel.
Dieses von F a r a d a y entdeckte und von Dr. Tu,s a n
gegen Krebsgeschwure mit Nutzen angewendcte Praparat
bildet sich, wenn man Chlor as und olbildendes Gas zusammentreten Iasst. Der entste ende Chlorather wird, wenn
er im Chlorgase den directen Sonnenstrahlen ausgesetzt ist,
in krystallinisches Kohlenstofftrichlorid (C C1 s, vcrwandelt.
Wenn man also in einer geraumiqcn Retorte 4 Theil
hochst rectificirten Weingeist mit 4 Theilen concentrirter
Schwefelsaure vermischt und das Gemisch plinde erwarmt,
so wird der Alkohol so zersetzt, dass sich Slbildcndcs
Gas in reichlicher Menge entwiclielt, welches man nur in
%
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