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Verhalten des Bittermandells zum Sauerstoff.

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Valeriansaures Atropin. - Meconin.
Das valeriansaure Atropin
ist von M i e t t e nach dcm Verfahrcn von M i c h h a ,
der es zuerst dargestellt hat, im Zustande der vollkommensten Reinheit auf folgende Weise erhalten worden :
Es wurde zu einer sehr concentrirten alkoholischen
Losung von Atropin Valeria!?aure
in geringem Ueberschusse zuqesetzt und die Mischung init dem doppelten
Volumen an destillirtem Wasser verdunnt. Man i n u s
Sorge tragen, die Siittigung in der Italte auszufiiliren,
weil zu starke Warine die entstandene Verbindung wieder zersetzt. Die Flussigkeit uberliisst man darauf in
einer flachen Schale der freiwilligen Verdunstung oder
darnpft sie bei einer 500 nicht ubersteigenden Temperatur ab. Der beiin Verdampfen in der Schale bleibende
Ruckstand ist das valeriansaure Atropin.
Es ist nicht krystallisirbar, wie das nuf ahnliche
Weise vom Prinzen Lucian Bonnparte dargestellte valeriansaure Chinin, sondern stellt eine syrupartige Flussigkeit von hellgelber Farbe dar, die an der Luft orangefarbeh wird. Es besitzt den ublen Geruch der Valerinnsaure und lenkt das polarisirte Licht sehr wenig nach
links a b ; sein Rotationsvermogen kann auf - 11,807
geschatzt werden; in Wasser ist es sehr loslich und
giebt eine anfangs neutrale,. beirn Verdunsten aber saner
werdende Losung. (Compt. Tend. 1857. - Jotin?. fuv
B.
prakt. Chew. Hd. 73. 7 ‘I[.8.)
lecopin
= C20H1008 ist nach B e r t h e l o t ein dem Aethal
ahnlicher Alkohol. &lit Stearinsaure einige Stunden auf
2000 C. Srhitzt, liefert das Meconin eine kleine Menge
einer neutralen Verbindung C92H78012 = C2oH8 0 6 ,
2 C36H3503, entstanden aus CZoHloOs
2 C36H3604
- 4 H O . Den Ueberschuss des Meconins entfernt inan
durch siedcndes Wasser, den der Stenrinsiiure durch geloschten Kalk. (Conipt. rend. 9. d o & 1858. pay. 265.)
Dr. H. Ludwig.
+
Verhalten des Bittermandelols zum Sauerstoff.
S ch o n b e i n fand, dass nicht nur der Phosphor und
die Camphenole, sondern auch das Bittermandeliil vorzuglich geeignet ist, die Ozonisation des Sauerstoffs zu
bewirken uncl durch Reactionen bemerkbar zu machen.
Verhalten des Bittermandelds
aim
Sauemtof.
3%
E r weist nach, dass der Sauerstoff der atmospharischen
Luft immer erst, um den Benzoylwasserstoff zu Benzoesiiurehydrat zu oxydiren, in ozonisirten Sauerstoff ubergehen musse, da der unter den1 Einflusse des Bittermandelols und des Lichtes stehende gewohnliche Sauerstoff
ganz und gar dieselben Eigenschaften besitzt, welche als
durchaus charakteristische dein ozonisirten Sauerstoff zukommen, namlich den Jodkaliumkleister blaut, das Guajakhnrz blau f;irbt, das in Schwefelsaure geloste Indigoblau zu Isatin oxydirt und mit den Manganoxydulsalzen
Mangansuperoxyd erzeugt. Das ozonisirende Vermijgen
des Bittermandelols iibertrifft noch bei weitein dasjenige
des Terpentinols, indeni sich beim Bitterniandelol Ozonisation und Oxydation gleichsam auf dem Fusse folgen,
das Terpentinol aber langere Zeit mit dern ozonisirten
Sauerstoff vergesellschaftet sein kann, bevor es durch
ihn in den harzigen Zustand ubergefiihrt wird.
An dieses Verhalten des Bittermandelols zum Sauerstoff kniipft S c h o n b e i n noch die Remerkung, dass es
iiberhaupt sehr wahrscheinlich sei, dass bei allen ubrigen,
scheinbar durch gewohnlichen Sauerstoff unmittelbar bewerkstelligten Oxydationen eine solche allotrope Modification dieses Elementes vorausgehe und dieselbe eine
Qrundbedingung fur die cheniische Verbindungsfahigkeit
des gewohnlichen Sauerstoffs sei. Der Unistand, dass es
manche Oxydationsfalle giebt, bei welchen die ihnen
vorangehende Ozonisation des gewohnlichen Sauerstoffs
nicht sich nachweisen lasst, spreche nicht gegen diese
Ansicht, da Ozonisation und Oxydation fur unsere Instrumente und Sinnesorgane zusammenfallen konnten. -Wie
sollte bei der ungeheuren Massenhaftiglreit und allgemeinen Verbreitung des Sauerstoffs das Bestehen so vieler
oxydirbarer Materien in der atmosphiirischen Luft moglich sein, ware jener eleiiientare Korper in den1 normalen Zustande seines Vorkommens der chemischen Verbindung leicht fkhig! Es miissten die meisten Stoffe
einfacher und zusamrnengesetzter Art in diesem Sauerstoffmeere rasch sich oxydiren, und es konnte nainentlich
von dem Hestande einer organischen Welt der Oxydirbarkeit ihres Materials wegen durchaus lceine Rede sein.
(Annal. der C'liem.u. Pharn?. CII, pug. 129- 143.)
(I.
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