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Verhalten des Palladiums in der Alkoholflamme.

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Verhalten d. Palladiums in
4 Alkoholflamme.
und eine Stunde gekocht. Der abfiltrirte, die ganze Masse
Silber enthaltende, schwarze Ruckstand gab nach gutem Abwaschen und Gluhen eine weisse, metallisch glanzende Masse,
die bei der Behandlung mit H K 0 3 eine Losung von reinem
Silbernitrat gab. Das Verfahren ist also gut.
Ebenfalls hefriedigende Resultate gab das vor einigen
Jahren von Xierzinski publicirte Verfahren durch Xochen von
Ag C1 mit Kalilauge von 1,25 spec. Gew. und zeitweisem
Zusatze von geringen Mengen Glycerin. Dcls gut gewaschene,
graue Silberpulver hinterlasst bei der Behandlung rnit HNO
iiur Spuren von A g 01. (Journ. f. p a c t . Chem. Bd. 14, S 185.)
C.
J.
Verhalten des Palladiams in der Alkoholflamme.
F. W o e h l e r berichtet: Schon vor 50 Jahren machte
derselbe die Beobachtung, dass Palladium sowohl in der Form
von Schwamm als von blankem Blech in der Alkoholflamme
berusst und nach und nach mit einer dicken Lage von Kohle
bedeckt wird. Ein Stiickchen Palladiumschwamm schwillt dabei
zu dem mehrfachen seines Volums auf, indem sich blumenkohlformige Verzweigungen von ahgeschiedener Kohle darauf
bilden. Woehler nahm damals an, dass dieses Verhalten anf
einer besonderen Affinitit des Palladiums zum Kohlenstoff
beruhe; jedoch nachdem die merkwiirdigen Beobachtungen
von Graham iiber das Verhalten dieses Metalls zum Wasserstoff bekannt geworden sind, lag die Verrnuthung naher, dass
diese Eigenschaft rnit seiner Durchdringbnrkeit durch Wasserstoff und seinem Vermogen , das viele Hundertfache seines
Volums Wassertltoffgas aufnehmen zu konnen, im Zusammenhange stehe. Das Verhalten des Metalls zum Aethylengas
schien hieriiber Aufschluss geben zu konnen. Ueber 6 Gramm
vollkommen reines Palladium wurde bei 100O stundenlang ein
langsamer Strom von reinem trocknen Aethylen geleitet.
Weder bei dieser noch bei hoheren, unter der Gliihhitze liegenden Temperaturen fand eine Einwirkung statt. Erst als
das Glasrohr zum Gliihen kam, wurde Kohle abgeschieden
unter Freiwerden von Wasserstoffgas, jedoch schon bei einer
Temperatur, die, wie ein Gegenversuch zeigte, nicht so hoch
war, um fur sich das Gas zersetzen zu konnen. Auf Sumpfgas war das Palladium ohne alle Wirkung.
Bus dierrem Versuche geht also hervor, dass das Palladium Aethylengas oder die Gase der Alkoholflamme nicht
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Siliciumplatin.
aufnimmt; dass es aber aus diesen Gasen die Abseheidung
von Kohle bewirkt bei einer Temperatur, bei welcher Aethylen fur sich nicht zersetzt wird. Nach Woehler kann man
dies Verhalten vielleicht durch die Annahme erklaren, es
finde wirklich, unter Abscheidung von Kohle, vorubergehend
eine Aufnahme von Wasserstoff, ein continuirlicher Bindungs iind Trennungs - Vorgang statt.
Es konnte dafur der Umstand sprechen, dass blankes
Palladiumblech, nachdem es der Wirkung der Alkohol- oder
Aethylenflamme ausgesetzt war, ganzlich seinen Glanz und
seine Geschmeidigkeit verloren hat. (Ber. d. d. cheni. Ges.
IX, 1713.).
J.
c.
Siliciumplatin.
Die Resultate einer Reihe von B o u s s i n g a u 1t angestellter Versuche uber das Verhalten der Platinmetalle zu
Kohle und Silicium bei hohen Temperaturen lassen sich in
folgenden Satzen zusammenfassen.
Platin, Palladium, Iridium und Ruthenium mit Kohle zur
Rothgluth erhitzt, gehen keinerlei Verbindung mit dem Kohlenstoff ein. In sehr hohen Temperaturen kann die Kieselsaure
durch Kohlenstoff reducirt werden. I n einer zur Weissgluth
erhitzten Mischung von Kohle und Kieselsaure, in welche man
Platin bringt oder durch welche man einen Chlorstrom leitet,
ubt weder Platin noch Chlor einen die Reduction der Kieselsame durch die Kohle begunstigenden Einfluss aus; ihre
Wirkung beschrankt sich vielmehr darauf, sich mit dem durch
die Wirkung des Kohlenstoffs in Freiheit gesetzten Silicium
zu verbinden.
In einem hohen Temperaturen ausgesetzten Gemenge von
Kieselsaure und Kohle findet man, nachdem dasselbe unter
Luftabschluss erkaltet ist, kein freies Silicium, indem dieses
wiihrend des Gluhens sich mit den dabei entweichenden Gasen,
unter welchen Kohlenoxyd vorherrscht, entfernt hat. Der Beweis hierfur kann durch ein Platinblech erbracht werden, iiber
welches man jene entweichenden Gase streichen lasst, wobei
das Platin das Silicium in Form von Siliciumplatin zuruckhalt.
(Annales de Chimic: et de Physt'qua, K Skrie. Tome VUI.
pug. 145.).
Dr. G. V.
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