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Werth der Carbolsure als Desinfectionsmittel.

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Werth der Carbolslure als Desinfeetionsmittel.
unmittelbar die schwersten Zufalle bewirken , namentlich den
V\riederausbruch der Entziindung , die doch vollig getilgt
schien und durch keine andere Ursache hervorgerufen sein
konnte.
Das Auge war injicirt , schrnerzhaft, die Augenlider
odematisch geschwollen. Auflegen von Compressen n i t kaltem Wasser waren nothig, um die Entziindung zu beschwichtigen, und die Einblasungen von Calomel, wurden wie sich
von selbst versteht, unterbroclien.
Sobald es moglich war die Augenlider zu offnen, urn
sich von dem Zustande der Angen Rechenschaft zu geben,
bemerkte H e n n e q u i n , dass die Verletzung , der Ausgangspunkt der Zufdle, auf jeder Seite der Vertiefung zwischen
den1 Auge und dem untercn Augenlide ihren Sitz hatte.
Hier war die Conjunctiva aufgeschwollen, odematisch, graulich
und bildete eine Verdickung , welche das untere Augenlid
vorschob. Nach einigen Tagen ubrigens ging die Heilung
glucklich von Statten und der Zufall hatte nicht nur keine
nachtheilige sondern die gliickliche Folge, dass die Trubung
der Hornhaut , welche bis dahin allen Mitteln widerstanden
hatte, rasch verschwand, so dass man diese dazwischen
gekommene Entzundung als die Ursache der Auflosung der
Xeratitis ansehen konnte. (Gax. hebd.; dnraus im Journ. d.
H. L.
pharnz. et d. chim.).
Mertli der Carbolslure als Desinfectionsmittel.
Prof. P a r k e s
Netley - Hospital stellte iiber d e n
W e r t h b e s t i m m t er De s i n f e c t i o n s m i t t e 1, namentlich
der C a r b o l s B u r e , uber die zur Entfaltung ihrer vollen
Wirkung erforderliche lfenge bei verschiedenen Temperatupen und unter anderen , von ausseren Einfliissen abhangigen
Bedingungen, Versiiche an. Diese ergaben , dass der Carbolsiiure zwar der hochste Werth unter den genannten Xitteln
zuerkannt werden konne, die Henge, in u-elcher diese Saure
angewendet werden miisse , jedoch grbsser sei, als man gewohnlich glaube. 60 Gran krystall. Carbolslure geniigten bei
50°F. nicht, die von einem Menschen in 24 Stnnden entleerten Facalmassen zu desodorificiren und der Vibrionenbildung
in denselben vorzubeugen. K r y s t a l l i s i r t e r e i n e C a r bolsaure, gleichviel a u s welcher Fabrik stam-
Carbolsaure - Vergiftung.
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mend, erwies sich weniger wirksam, a l s fliissige,
II n r e i n e P r a p a r a t e ; zwei ganz verschieden zusammengesetzte Desinfectionspulver wirkten in gleich grossen Mengen
angewandt, gleich intensiv. Diese grossen und den Kostenpunkt erhohenden, fur die Desinfeetion nothwendig werdenden
Quantitiiten Carbolsaure lassen eine friihzeitige, nachhaltige
Wirkung dieser in Gebrauch z u ziehenden Mittel besonders
wiinschenswerth erscheinen.
Die A4usdunstungen der Abzugscanale durch chemische
Mittel allein unschadlieh zu machen , halt P a r k e s ausserdem
fur unmoglich und glaubt die' Sorge fur schnellen dbfluss der
in den Rinnsteinen etc. fortgeleiteten Schmutzwasser als
Griindbedingung fur die Erhaltung eines guten Gesundheitszustandes in Stadten erklaren z u miissen. Ueber die Tlrirk u n g e n , welche diese Emanationen auf den menschl. K o r
p e r ausiiben, giebt Verf n a c h V e r s u c h e n a n s i c h
s e 1b s t Folgendes an.
Zuerst werden die Susbreitungen des Geruchs - und
Geschmacksnerven afficirt : es zeigt sich vermehrter Speichelfluss, nach 30 -50 Minuten von Uebligkeit und Brechneignng
gefolgt ; alsbald sich hinziigesellende Frostschauder , Prostration und Kopfweh (3-4 Stunden nachdem die Diinste
eingeathmet sind) liefern fur eine Mitleidenschaft des gesammten Organismus den Beweis. Diese Erscheinungen dauerten
20-24 Stunden a n ; zu Diarrhoen kam es nicht. Durch
Desinfection der Schmutzkanale mit grossen Mengen Carbolsaure lasst sich, wie P a r k e s durch Experimente nachweist,
der Entstehnng dieser Vergiftung vollstandig vorbeugen. ( T h e
L a n c e t . 1868, ,Vov.21. p. 676.).
K.
-
Carbolsgure- Vergiftung.
Nachstehender Fall ereignete sich im Borough Asylum
for Insane zn Norwich. Ein 43jahriger (Geistes -) Kranker
verschluckte eine Unze zum Desinficiren dienender Carbolsaure. Dr. F. S u t t o n sah Pat. 5 Minuten nach geschehener That; letzterer lag bewusstlos auf einem Lehnstuhle, das
Gesicht war blass und in Schweiss gebadet, Pupillen verengt; der Puls (100) weich, aussetzend; der Athem schnarchend und nach Carbolsaure riechend ; Lippen und Fingerspitzen livid. Die Magenpumpe forderte wenig, ebenso riechenden Mageninhalt; Erbrechen trat nicht ein, und starb
Arch. d. Phsrm. CXC. Bds. 1. U. 2. Hft.
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