close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Zur Abscheidung von Alkalo╨Зden.

код для вставкиСкачать
108
II.Organische Chemie irn Allgemeinen
und Phytoohemie.
-
.... . .
Zur Abscheidnng yon AlkaloYden
wendet F. M a y e r das van P l a n t a angegebene Reagene,
das J o d q u e c k s i l b e r k a l i u m , und statt dessen auch
unter gewissen Urnstanden das B r o m - u n d C y a n q u e c k s i l b e r an.
Man bereitet ein alkoholisches Extract des betreffenden
Vegetabils oder zieht das wasserige Extract mittelst angesauerten starken Alkohols RUB (indess findet die Fallung auch
aus wasserigen Infusen oder Dckokten statt) , dampft die
Losung ein und nimmt wieder mit Wasser auf, wodurch Substanzen, wie Chlorophyll, Fette und Harze, welche mit der
Quecksilberverbindung gleichzeitig niederfallen wiirden , ganz
beseitigt werden. Zur Trennung der Alkaloide aus ihren
Quecksilberverbindungen sind Schwefelwasserstoff , Schwefelammonium und Schwefelbaryum vorgeschlagen worden. Statt
dessen empfiehlt M a y e r die von H. R o s e in hnwendung gebrachte hbscheidung des Quecksilbers in metallischem
Zustande drirch e i n e a l k a l i s c h e L o s u n g v o n Z i n n ox y d 11 1.
Die Xiederschlage, wie sie in verdiinnten schwach sauren Losungen entstehen, wenn man sie mit e i n e r L i i s u n g
v o n S u b l i q a t i n u b e r s c h u s s i g e m J o d k a l i u m versetzt , sind ihrer Zusammensetzung nach sehr verschieden,
kommen aber im Allgemeinen mit den Chlor- und Cyanquecksilberverbindungen iiberein. Xit wenigen Ausnahmen, wie bei
Morphin, sind sie in Wasser sehr schwerloslich; die meisten
Rind pulverig, einige, wie die der fliichtigen Basen und
mehrer Solaneen, sind harzig, und andere, wie die VOB Colchicin nnd Solanin, sind schleimig und setzen sich wenigcr rasch
ab. ,411e lassen sich jedoch ziemlich leicht von dem grossten
Thcil der anhangenden Flussigkeit befreien und sind dann
ohne Weiteres zur Zersetzung bereit. Man reibt sie rnit
Kryptopin
,
ein neuea Alkaloid dea Opiuma.
109
einer geringen Xenge klarer Zinnchlorurlosung fein , setzt dann
eine Losung desselben Salzes in kaustischer Lauge (Aetzkali,
Chlorbaryum mit Aetznatron, oder auch Aetzbaryt) oder Lauge
und dann Zinnchlorur zu, so dass die Mischung immer stark
alkalisch bleibt, und zieht das Alkalo‘id aus der Mischung
durch wiederholte Behandlung rnit A e t h e r o d e r C h 1 o r o f o r m aus. 1st dasselbe in diescn Flussigkeiten unloslich, so
reibt man es rnit einer moglichst starken Losung von Zinnoxydul und Aetzkali zusammen , verdickt die hlischung mit
pulverigem doppelt - kohlensaurem Natron und behandelt die
hfasse mit m o g 1i c h s t s t a r k e m W e i n g e i s t.
Diese Methode empfiehlt sich durch geringere Kostspieligkeit vor der Methode mittelst Phosphormolybdansaure und
l’hosphorwolframsaure. (Annalen d. Ch. u. Pharm.).
G.
Iiryytoyin, ein neuea Alkaloid des Opinms.
Von T. u. H. S m i t h .
Zu den Alkaloiden des Opiumv ist ein neues, das Kryptopin, hinzugekommen. Es findet Rich darin nur in sehr
geringer Menge, so dass es allein bei Bearbeitung grosser
Quantitiiten Opium nachweisbar ist. Die Darstellung dieser
neuen Base ist uberhaupt umstandlich , eine recht scharfe
Methode scheint noch nicht aufgefunden zu sein. Die Entdecker verwenden dazu die bei der Darstellung dcs Morphin’s
erhaltenen schwach spirituosen Waschfliissigkeiten , die sogenannten caux meres alcooliques der Franzosen. M a n neutralifiirt mit verdunnter Schwefelsaure , einen Ueberschuss der
Saure sorgf‘altig vermeidend und destillirt den Spiritus ab.
Die zuruckbleibende Flussigkeit wird filtrirt , nachdem sie mit
dem heissen Wasser vermischt worden, womit man die Betorte
oder Blase ausgespiilt , und mit einem grossen Ueberschuss
an Kalkmilch gefallt. Der Niederschlag wird abfiltrirt und
gehorig ausgewaschen, dann mit kochendem Weingeist behandelt. Von der filtrirten Losung wird der Alkohol abdestillirt; es
bleibt in der Blase eine wassrige Flussigkeit und einc pechartige feste Masse. Letztere unthalt das Kryptopin neben
vie1 Thebain. Sic wird von der wassrigcn Flussigkeit getrennt
und in kochendem Weingeist sufgelost. Ueber Nacht gesteht
das Ganze zu einem Krystallbrci durch reichlich ausgeschiedenes Thebain. Man presst die Krystallmasse in einem Tuche
ab und lost den Kuchen in sehr verdunnter Salzsaure, filtrirt
und concentrirt durch Abdampfen, wonach zuvorderst salzsau-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
106 Кб
Теги
abscheidung, zur, alkali, зden, von
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа