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Zur Kenntniss der Amylverbindungen.

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Zur Kenntniss iler Amglverbindungen.
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Zur Keontoiss der Amylverbirduogen.
Die Kenntniss der Aniylverbindungen ist von F.
( f u t h r i e bedeutend erweitert worden.
Das wasserfreie salpetrigsaure Amy1 siedet in einem
Glasgefdsse an Platindraht bei 990 unter 7.56"'"' Barometerstand. Bei einigen Procenten Wassergehalt iini
20 bis 30 niedriger.
Es ist mit Aether, Schwefelkohlenstoff, Alkoholen
und Aethern im Allgemeinen mischbar und lost Benzol,
Paraffin, Nnphthalin, andere Kohlenwasserstoffe und auch
W e , fette Sauren. Es ist ein vortreffliches Losungsmittel iind steht in dieser Beziehnng zwischen Aether
und Schwefelkohlenstoff. Die Guttapercha, das Kautschuk werden davon angegriffen, nur in geringer Menge
liist cs Schwefel und Phosphor.
. Ueim Einathmcn kleiner Mengen bewirkt es Blutandrang nach dem Halse und vermehrten Herzschlag.
Bei fl6Oo zersetzt sich der Dampf desselben mit schwacher Explosion und blasser Flammenerseheinung. Hei
der Behandlung einer Losung des salpetrigsauren Amyls
in Weingeist mit Zink und Schwefelsiiure zersetzte es
sich, man erhielt als Zersetzungsproducte schwefelsaures
Ammoniak und Amylalkohol. Aehnlich wie Wasserstoff
im Ausscheidungsmomente wirkt Kaliurn auf salpetrigsaures Amyl ein. Lasst man Chlor auf salpetrigsaures
Amyl kurzere und langere Zeit einwirken, so bilden sich
gechlorte Substitutionsproducte.
Bei kurzerer Einwirkung des Chlors auf salpetrigsaures Amyl bildete sich ein Korper, dessen Zusammender Substitution von 1 Aeq. Wasserstoff in 3 Aeq.
des sit petrigsauren Amyls entsprach. 13ei langerer Einwirkung dagegen erhielt G 11 t h r i e das salpetrigsaure
Diohloramyl, CloH9ClzO, NOS, eine farblose, an Ananas
erinnernd riechende Fliissigkeit von bitterem Geschmack,
1,2333 spec. Gewicht bei 120, mit Wasser nicbt mischbar. Sie fangt bei 900 zu sieden an, zeigt keinen constanten Siedepunct und mrsetzt sich bei heftigem Steigen
des Thermometers.
Phos hor wird vom salpetrigsauren Amy1 einfacher
Weise ge ost, wenn die Temperatur nicht uber den Schmelzpunct des Phosphors dabei erhoht wird. Bei hoherer Temperatur aber reagirt der Phosphor auf die Bestandtheile
clirscs Aethers, die Temperatur steigt betrachtlich (bis
1210), wenn man einige Unzen des Aethers behandelt,
setzunf
P
Dibromallylammoniak.
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und es entwickelt sich Stickgas, Stickoxyd und Stickoxydul, letzteres namentlich gegen Ende der Reaction.
Als Riickstand bleibt dabei amylonitrophosphorige Saure,
CZO11*3PKO~, als eine braune E’lussigkeit, die man, uin
freien gelosten Phosphor zu entfernen, zuerst llngere Zeit
an die freie Luft stellt, dann weiter reinigt, indem man
sie auf 15uO erhitzt, den Ruckstand in Alkohol lFst, mit
Wasser fiillt und in der Leerc eindunstet.
Mese Saure ist unloslich in Wasser, bei 200 hat sic
ein spec. Qewicht von 1,02, bei 700 ist dasselbe gleich
dem des Wassers, ertragt 1600 Temperatur. Das Kalisalz dieser Saure ist eediesslich, in Wasser und in Alkohol loslich. Mittelst dieses Salzes kann man durch Wechselzersetzung das Kupfer-, Raryt-, Silber- und Bleisalz
als flockige Niederschlage fallen, die zu gummiartigen
Materien cintrockncn. (Quarterl. Journ. of the Chem. Soc.
of Londo,b. - Chem. C‘entralbl. 1859. No. 46.1
B.
Dibromallylanrmoniak = (C6H4Br)2 HN.
W u r t z erhielt bei Behandlung des Jodallyls C6 TI5 J
init einem Ueberschuss von Brom clas Tribromallyl C6EIsBr3.
Hei Einwirkung von Ammoniak auf dieses Tribromallyl entsteht nnch 11.S i m p s o n ein schweres Oel, das basische Dibromallylammoniak.
( 3 e w i n n u n g. Man mengt 1 Volum Tribromallyl
init etwa 6 Volum einer Losung von Ammoniak in schwachemweingeist und erhitzt das Gemisch 10 bis 12 Stunden lang in verschlossener Rohre im Wasserbade. Die
Zersetzung beginnt untnittelbar; es schlagt sich reines
Bromanimonium als weisses Salz in grosser Menge nieder. Die davon abfiltrirte Flussigkeit trubt sich auf Zusatz von vie1 Wasser und setzt nach einer gewissen Zeit
das Dibromallylammoniak als schweres Oel ab, das noch
init unzersetztcm Tribromallyl verunreinigt ist.
Man
sammelt das Oel, wascht es gut mit Wasser, liist es in
verdiinnter Salzsaure, filtrirt, dxmpft bei 1000 C. ab, bis
sich weder Wasser- noch Salzsauredampfe mehr zeigen.
Das Salz sclimilzt alsdann und wird beim Erkalten wieder fest. Man lost es im Wasser, trennt eine kleine
Menge ab eschiedenen Oels durch ein benetztes FiIter
iind damp t abermals zur Trockne. Nun wascht man
das Salz rnit Aether, in welchem es nur wenig loslich
ist, und trocknet es zuletzt im Vacuum. Es ist jetzt das
reine salzsaure Dibromallylammoniak (C4t-I4Br)211N,HC1.
f
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