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Zur Kenntniss der Galle.

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Kenntnhs der Galle.
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Zur ICennttiiss der Galle.
Neue chemische Versuche uber die Ochsengalle hat
P l a t n e r angestellt und dabei die Ansicht D e m a r g a y ' s
und L i e b i s's. dass der Hauptbestandtheil der Galle gallensarires Natron sei, nich t nur brstati t gefunde,i, sondern
auch Gallenshure und gallensaures Ifatron krystallinisch
rlargestellt
Den in der Galle enthaltenen elektronegativen an 3atron gebundenen Bestandtheil nennt L i e h i g Gallensaure,
l < e r z e li u s Bilifellinsaure und D e m a r g a y Choleinsaure;
fur die Zusammensetzung derselben im wasserhaltigen Zustande hat L i e b i g folgende Formel berechnet : C 7b H '
N ' O i z . Nimmt man an, dass die Galle die do pelte Anzahl der Elemente der Gallensaure mit 3 At. atron enthalte, so wird sie 6,66 Proc. Natron enthalten mussen;
K e m p erhielt 6 5 3 Proc Natron, was rnit dem Resultet
der stochiometrischen Berechnung moglichst nahe zusttmmenstimmt. P 1 a t n e r schliesst aus der von ihm gemachten Entdeckung der Kryetallisationsfahigksit der Gallensaure, dass diese nicht sowohl ein Product organischer
Krafte, als vielmehr ein Product der durch die Aussenwelt
i n unserm Korper hervorgebrachten Zersetzungen sei. Sein
Verfahren, die Gallensaure und das neutrale gallensaure
Natron kr stallinisch zu erhalten, war folgendes : Ochsengalle wur e im Wasserbade zur Trockne verdampft, dann
zur Entfernung des Schleims in Weingeist gelost und filtrirt, die filtrirte Flussigkeit mit Kohle aus Blntlaugensalz
digerirt und die dadurch fast ganzlich entfarbte Galle abermals filtrirt
Um die Concentration der Gallenlosung zu bestimmen,
wurde davon eine kleine Menge abgewo en, zur Trockne
verdampft und wieder gewogen. Die osung versetzte
man hierauf mit verwitterter Oxalshure, 1 Th. derselben
auf 8 Th eingetrockneter Galle gerechnet, erhitzte sie zum
Sieden und hess sie hierauf uberNacht stehen. Nachdem
tlas hierdurch gebildete oxalsaure Natron durch Filtriren
entfernt worden war, wurde die Flussigkeit mit Wasser
verdunnt und mit kohlens. Bleioxyd digerirt, bis alle Reaction auf Oxalsaure verschwunden war; endlich der Ueberschuss von Blei durch Schwefelwasserstoff niedergeschlagen
und durch Filtriren entfernt Die filtrirte Flussigkeit wurde
zur Trockne verdampft und dann wieder in Weingeist von
36O geloet, worauf die concentrirte Losung rnit dem 5- bis
6farhen Volum Aether ubergossen wurde. Am folgenden
Tage hattc sich hei ciner Temperatur von einigen Graden
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Verdaziung der zuckerhalt. 11. stiirkmehlhalt. Stoffe stc. 359
uber 0 alles in eine vollkommen krystallinische Masse von
gelblicher Farbe auf dem Boden des Glases ausgeschieden. Es zeichnete sich darin eine Menge grosserer und
kleinerer Kugeln ,mit nach dem Mittelpuncte veriaufender
Strahlen aus. Diese Kugeln liessen sich viillig weiss und
durchsichtig erhalten. Nach Zusatz von mehr Aether erhielt man am nachsten Tage am Rande des Glases und in
der Mitte der Fliissi keit vollkommen farblose nadelformige
Krystalle. Durch fkiederauflosen der gelblichen krystallinischen Masse in Weingeist, Uehergiessen mil einer
sen Quantitat Aether und Hinstellen in eine Kaltemisc ung
erhielt man nach und nach eine Menge farbloser durchsichtiger Krystalle, welche perlmutterartig glanzten, an der
Luft, so wie in gelinder Warrne zu einer klebrigen Wasse
zerflossen und einen bittern Geschmack hatten. Die zuerst untersuchten Krystalle reagirten deutlich sauer und
hinterliessen, auf Platinblech gegliiht, keinen alkalischen
Ruckstand. Fortgesetzte Versuche lehrten indessen, dass
die erhaltenen Krystalle nicht alle freie Gallensaure, sondern auch neutrales gallensaures Natron waren. Urn diese
Korper krystallinisch zu erhalten, ist eine sehr niedrige
Temperatur niithig. Die Krystalle losen sich iibrigens nicht
nur in Wasser und Weingeist sehr leicht auf, sie werden
auch von wasserhaltigem Aether zum Theil aufgelost. Entzieht man dem Aether durch Chlorcalcium sein Wasser,
so scheidet sich das Aufgeloste wieder aus. (Aus Miil1e i s Archav fiir Anatomie, Physiologie u.wissenschaftl. Medicin. Jahrg. 184.3. Beft 2. S. 943. - Buchn. Repert. 37. /.
pag. 88.) B.
YS-
Ueber die Verdauung d e r zuckerhaltigen und starkmehlbaltigen Stoffe und die Rolle derselben bei der
Ernahrung.
B o u c h a r d a t und S a n d r a s haben dieRolle, welche
diese Stoffe bei der Verdauung spielen, einer Priifung unternorfen.
Als Hunde mehrere Tage mit Rohrzucker efiittert
wurden, fand man nach dem Tode den Zucker in er anzen Lange des Darmkanals wieder theils als Rohnuc er,
theils als Kriimelzucker, zum Theil als Milchsaure. Bei
blosser Ernahrung mit Zucker geht er in den Harn iiber
und lasst sich in der Galle, dem Blute uncl Chylus nachweisen. Bringt man Zucker in massiger Menge in den
Ma en, so wird er durch den Einfluss des Magensaftes
u n f der organischen Haute in Kriimelzucker und Milch-
fg
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