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Zur Kenntniss der Pereirorinde.

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66 Zur Kenntnies d. salsesnren hiorphiwns.
- Zur Kenntn. d. Pereirorinde.
Znr Kenntniss des salzssuren lorphinms. - Bekanntlich lost sich Morph. hydrochl. schwerer in Alkshol als in
H 2 0 . Nimmt man 1 Theil Morphinsalz und 20 Thle. Alkohol nnd
erwarmt das Gemisch, so erfolgt fast augenblicklich Losung, aber
gleich darauf Abscheidung einer schweren Krystallmasse. Beim
Erkalten der Losung scheiden sich noch weitere Mengen dieser
Krystalle ab, bis endlich die ganze Losung zu einer dichten Masse
t’einer Krystallnadeln erstarrt ; beim Erwarmen losen sich die letzteren wieder auf, wahrend die schweren, kornigen Krystalle zuriickbleiben.
Dieselbe Substanz erhiilt man nach 0. H e s s e bei Anwendung
von Methylalkohol als Losungsmittel; die kornigen Krystalle scheiden sich beim Erwarmen der Losung - ohne obige Krjstallnadeln
- fast sofort auu, werden gesammelt und rnit Methylalkohol abgewaachen.
Bei der Untersuchung erwies sich die fragliche Verbindung
als wasserfreies Morphinchlorhydrat C1’HleNO3,HCl, welches sich
nnter den angegebenen Bedingungen stets bildet und in Alkohol
sehr schwer loslich ist. (Ann. Chem. 202, 152.)
J.
c.
Znr Kenntniss der Pereirorinde. - Unter dem Namen
Pereirin wird nach 0. He s s e in Brasilien eine gelbbraune amorphe
Substanz als Mittel gegen Fieber angewendet , welche aus der
Rinde eines Baumes gewonnen wird, dessen botanischer Name
naoh Peckolt Geissospermum Vellosii ist. Nach Baillon dagegen
stammt diese Pereirorinde von Geiss. laeve.
Nach 0. Hesse enthillt diese Rinde mehrere AlkaloYde, welche
man gewinnt , wenn man die zerkleinerte Rinde mit kochendem
Weingeist extrahirt , verdunstet und den Ruckstand nach dem
Uebersattigen rnit Soda mit Aether ausschiittelt. Die atherische
Losung wird dann rnit easigsaurem Wasser geschuttelt und der
grosste Theil des Aethers abdestillirt ; darauf wird die eesigsaure
Losung von dem restirenden Aether getrennt und mit wenig minem Aether und iiberschiissigem Ammoniak geschiittelt, wobei sich
ausscheidet. In
ein Alkalo’id - das Geissospermin Hesse’s
der Mutterlauge bleibt das Pereirin und anscheinend ein weiteres
Alkaloid.
Durch Umkrystallisiren aus kochendem Alkohol wird das
Geissospermin gereinigt und bildet dann kleine weisse Prismen ;
es ist leicht loslich in heissem, wenig in kaltem Alkohol und nahezu
unloslich in Wasser und Aether.
Es hat die Zusammensetzung C19H94N404 € P O , zeigt in
alkoholischer Losung basische Reaction und kann durch Sauren
neutralisirt werden, rnit denen es zum Theil wohl charakterisirte
Salze bildet.
-
+
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Bestandtheile des Ingwers.
Das Pereirin lost sich leicht in Alkohol, Aether, Chloroform
und verdunnten Sauren und wird aus letzteren durch Ammoniak
oder Kali- oder Natronlauge gefillt. Es giebt mit H8804ein
amorphes, in Alkohol leicht loeliches Salz. Die Formel des Pereirin ist Cl9HB4NNeO,
es enthalt also 1 Atom 0 weniger als das
Geissospermin. (Ann. Chern. 202, 242.)
C. J.
Bestandtheile des Ingwers. - T h r e s h machte seine Untersuchungen zunachst mit einer guten Sorte Jamaika -1ngwer. Spater
wurden auch andere Handelssorten einer vergleichenden Priifung
unterzogen. Das Pulver desselben wurde nach einander rnit Aether,
Wasser, rectificirtem Spiritus, einprocentiger Sodalosung und einprocentiger Salmiiure ausgezogen , jeder Auszug dann weiter
untersucht.
In dem atherischen, von Aether moglichst befreiten Extracte
finden sich die wichtigsten Bestandtheile des Ingwerrhizoms und
zwar ein weisses krystallinisches Fett , ein weiches, rothes Fett,
zwei Harzsiiuren, ein neutrales Harz, fluchtiges Oel und der von
Thresh Gingerol genannte Korper, dem der Ingwer den reizenden
Geschmack und seine hauptsiichliche Wirksamkeit verdsnkt.
Wasser lost am dem Actherextract eine betriichtliche Menge
Weichharz , das sich beim Abdampfen absetzt. Ausserdem enthalt
die Fliissigkeit merkliche Mengen eines Alkaloids.
Behandelt man das Aetherextract nach dem Wasser rnit Petroleumiither, so setzt sich beim Verdunsten dee letzteren dae weisse
krystallinisohe Fett ab. Entfernt man aus der davon abfiltrirten
Flussigkeit den Rest des Petroleumathers durch einen warmen Luftstrom und lasst durch den Riickstand Wasserdampfe hindurchgehen,
so destillirt das iitherische Oel. WaR dann zuriickbleibt, ist ein rothes
Fett von Schmalzconsistenz.
Der nach Behandlung de8 Aetherextracts mit Wasser und
Petroleumather bleibende Ruckstand ist halbflussig , fast geruchlos,
fichmeckt aber sehr stechend und lost sich vollstandig in starkem
Alkohol. Von funfzigprocentigem Spiritus wird nur ein Theil gelost,
der Ruckstand vcrhiilt sich wie ein neutrales Harz.
Die Losung in 50 proc. Spiritus wird durch neutrales und basisoh
essigsaures Blei, durch Kalk und Baryt- Wasser stark gefallt. Der
anfangs entstehende Niederschlag ist heller ale der spatere. Durch
Zereetzung des Kalkniederschlags mittelst Schwefekaure unter Alkohol , Entfernung der uberschiissigcn Saure mit Barytwasser und Abdampfen des Alkohoh erhalt man einen schwarzbraunen, sproden,
harzartigen Ruckstand von schwach reizendem Geschmack, der nach
Thresh aus zwei sauren Harzen besteht.
Die spirituose Fliissigkeit , aus der sich die Harzkalkverbindung abgeschieden , wird durch verdunnte Schwefelsaure stark
getrubt und enthiilt demnach eine losliche Kalkverbindung. Beim
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