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Darstellung der Harnsure aus Guano.

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E. Reichardt, Darstellung der Harnaiiure
BUR
Guano.
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der Reinigungsmittel, welche zugleich Campher aufiosen, ale
durch die selbst bei gew. Temperatur ziemlich rasche Verdampfung wesentliche Einbusse in der Scharfe der Kantenwinkel und der Form uberhaupt, so daas von cornpetenter
Seite die Moglichkeit monoklinischer (anorthischer) Form hervorgehoben wurde.
Z u r i c h , im Oktober 1874.
Darstellung der Harnsttnre ans Guano.
Von E. R e i c h a r d t in Jena.
Ohne gerade etwas Neues bieten zu wollen, veranlassten
mich wiederholte Anfragen, das in meinem Laboratorium seit
lange gebrauchliche Verl'ahren hier zu besprechen.
Die im Handel gebotenen Guanosorten enthalten sehr
verschiedene Mengen von Harnsaure , da dieselbe als erstes
Product wohl in den Excrementen der Vogel enthalten war,
aber durch weitere Zersetzung leicht in Ammoniak iiberfuhrt
worden und so entweder dies vorgefunden wird oder bei
zufiilligem Auslaugen auch das letztere nicht mehr nachgewiesen werden kann.
Unter allen Umstiinden ist es daher nothig, den Rohguano vorher wenigstens qualitativ auf die Anwesenheit und
die etwaige Menge der Harnsiiure zu prufen. Hierzu geniigt
es, eine Prohe desselben mit etwas Natronlauge ini Uebermass zu kochen nnd dns Filtrat mit Siiure zu iibersattigen.
Nach einigem Stehen scheidet sich die Harnsaure vollstandig
aus und man kann sich darnach das Urtheil bilden. Die
gleichzeitig mit niederfallenden firbenden Humussubstanzen
Bind flockig, die Harnsaure ist, wenigetens nach einigem Stehen, krystallinisch.
Der Guano enthiilt ausser der Harnsaure namentlich
phosphorsauren Kalk und dieser ist bei der directen Bekandlung mit Natronlauge lastig. Desshalb ist es vorzuziehen,
den Rohguano- zuerst mit verdiinnter , roher Snlzsiiure zu
hehandeln. Man erwarmt bis zum Sieden und filtrirt, sollte
21 *
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Reinigung der Harnsaure.
der Riickstand an Salzsaure noch abgeben, so muss diese
Einwirkwg wiederholt werden, urn die in Saure loslichen Theile
moglichst vollstandig zu beseitigen. Der nunmehr verbleibende , gut ausgewaschene Riickstand wird dann mit Natronlauge im Uebermass erwarmt , dieselbe muss naturlich auch
verdunnt werden und erkennt man das ausreichende Ueberinass leicht an dem Klarwerden der durch Humussubstanzen
gane dunkel gefarbten Losung. Man filtrirt von Neuem und
frillt die Harnsaure aus der alkalischen Losung durch Salz&ure aus.
Hier kann man schon bei dem ersten Ausfallen viel der
farbenden Substanzen, Humusstoffe, beseitigen, indem man
vorsichtig die Saure zugiebt und die zuerst fallenden Humuskorper entfernt; jedoch erscheint die zuerst eich absoheidende
Saure immerhin gefarbt und bedarf der weiteren Reinigung.
Diese letztere ist jedooh auf gleiohem Wege durch eigentlich
fractionirte Fallung vollstandig zu erreichen , jedenfalls viel
schneller und eben so vollstandig , wie bisher durch Behandlung rnit Knochenkohle es erreicht wurde. Herr Apoth. E.
G e i s s l e r , welcher hier einige Verauche machte, mag in den
l'olgenden Worten seine eigenen Erfahrungen wiedergeben:
Reinigung der Harnslure.
Die Reinigung und Entfarbung der rohen Harnsaure
erfolgt meist niittelst Rnochenkohle, eine Operation, die nicht
nur zeitraubend , sondern auch kostspielig ist. Weit mehr
empfiehlt es sich, die farbenden Huminkorper durch fractionirte
Eallung mit Salzsffure zu entfernen.
Zu diesem Zwecke versetzt man die heisse alkalische
Losung unter Umschwenken, am Besten in einem Glascylinder, so lange rnit Salzsaure, bis sich die ersten Spuren eines
bleibenden Niederschlages zeigen ; man ruhrt oder schwenkt
nun noch einige Male tuchtig urn und filtrirt dann. 1st das
Durchlaufende noch gefarbt, so Mgt man von Neuern einige
Tropfen Salzsaure zu, schuttelt um und filtrirt und wiederholt
dies so lange, bis das Filtrat hellgelb erecheint. Man fallt
nun sofort rnit Salzsaure im Ueberschuss , sammelt den rein
G . K~auee,Neue Vorkommniese in d. Steinsalzbergwerke zu Stassfurt. 325
weiss erscheinenden Niederschlag auf einem Filter, wiischt
sehr gut aas und trocknet. Hundert Gramme roher Harnsaure
zur Halfte rnit Knochenkohle, zur Halfte nach der vorbeschriebenen Methode gereinigt , lieferten je sechsundzwanzig
Gramme eines schwach gelblich gefdrbten Praparats ; aber
wahrend auf die erste Weise 500,O g. Knochenkohle verbraucht wurden, geniigte nach der andern eine niir einmalige
Filtration , um die Buminkorper giinzlich zu enfernen. Zur
Controle wurde das auf dem Filter Zuriickbleibende nochmals
rnit Natronlange ausgekocht, dann abfiltrirt und mit Salzsaure
gefallt; es aeigte sich auoh nicht der geringste Niederschlag.
Einige neue Vorkommnisse in dem Steinsalzbergwerke zu Stassfurt.
Von G. K r a u B e , Leopoldshall- Staasfurt.
Z unachst ist das sogenannte ,,Fasersalz zu erwiihnen.
Es ist dies das strahlig-faserige Sleinsalz , dessen Auftreten
ziemlich vereinzelt und dessen Structur dem Fasergyps iihnlich ist. Es findet sich in dem Hangenden, cingelagert im
Mergel, in geringer Entfernung vom Kainit. Bis jetzt hat
man nur eine kleine Schicht an einer Stelle des Werkes aufgefunden. Die lliichtigkeit derselben beginnt mit 2 Cm. und
verliiuft in 8 Cm. Bei letzter Starke ist es nicht von rein
faserigem Gefiige, sondern geht in den derben dnrchscheinenden Ziistand iiber oder ist ein Gemisch, rnit beiden
Eigenschaften versehen. An einer Stelle steht; derbes Steinsalz an und hat hinter sich faeeriges Mineral verborgen,
Von den parallel laufenden Nadeln lassen sich einzelne derselben rnit Leichtigkeit abspalten. Sie sind kanm 1 mm.
stark und vollstiindig farblos, wiihrend sie in Vereinigung mit
einander weisslich erscheinen, wohl durch dazwischenlagernde
Luft bedingt. Gelingt es, das Gdstcin durch einen raschen
Schlag dcr Quere nach zu tremen, so erblickt Man eine ebeme,
farblose, durchsichtige Flilche. Das Fasersalz besteht nur
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