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Das bromwasserstoffsaure Homatropin.

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Das bromwasserstoffsaure Hornstropin.
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grossere Menge kalten Wassers eintragt, sondern dase man die
durch einfaohes Ausdriicken oberflachlich von Saure befreite Wolle
einige Tage lang dcr freien Luft aussetzt und hierauf erst die
Procedur des vollstandigen Entsauerns und Auswaschens damit
vornimmt.
2) E i n e i n t e r e s s a n t e F a r b e n r e a c t i o n . Bchuttelt man
in einem Reagensglase ein wenig (eine kleine Messerspitze voll)
Rosanilin mit wassriger schwefliger Saure , so lost sich dasselbe
vollig farblos darin aaf; fugt man zu einer solchen Losung eine
kaum wagbare Spur einer aldehydartigen Fliissigkeit oder ein
Tropfchen Chloral, so wird dieselbe in dem einen Falle aufe prachtvollste purpurroth und in dem anderen Falle schon violett gefarbt,
wahrend Chloralhydrat keine Farbung verursacht.
3) Um A n t i m o n a l s z a r t e s s a m m e t s c h w a r z e s P u l v e r
z IZ e r h a 1t e n , versetzt man den officinellen Liquor stibii chlorati
so lange mit destillirtem Wasser, bis das dabei sich abscheidende
basische Chlorantimon (das sogen. Algarothpulver) beim Umschutteln eben wieder zu verschwinden aufhort und fugt dann einige
kleine Stiicke von Aluminiumdraht hinzu. Unter sturmischer Entwickelung reinsten Antimonwasserstoffgases sieht man dann das
Antimon sich in der genannten Form abscheiden.
4) Man kann O z o n a u f c h e m i s c h e n W e g e in weit
grosserer Menge und in kiirzerer Zeit als bisher bereiten, wenn
man auf den Boden einer grossen geraumigen Flasche anstatt
Wasser, wie Schonlein seiner Zeit vorgeschrieben , eine massig
concentrirte Losung von doppelt chromsaurem Kali in ungefahr
zollhoher Schicht bringt und in diese Losung eine Stange Phosphor derart einlegt, dass dieselbe zur Halfte aus der Flussigkeit
herausragt.
G. 22.
Das bromwasserstoffsaure Homatropin. - Durch das
Studium der AlkaloPdzerFallung hat sich eine neue Bahn fur Gewinnung ebenso wirksamer wie interessanter Arzneimittel eroffnet.
Es ist auf diesem Wege gelungen, einzelne Wirkungsarten machtiger Alkaloiide in ihren Zerfallungsproducten mit Verdrangung
oder Abmindernng giftiger Eigenschaften derselben zu isoliren,
wobei es von besonderem Vortheil erscheint, dass diese Zerfallungsproducte in Wasser leicht loslich und somit subcutan verwendbar sind.
Wie nun vor mehreren Jahren durch Spaltung aus dem Morphium das Apomorphin hergestellt worden ist , welches wegen
seiner raschen brechenerregenden Wirkung mit Ausschluss des
narcotischen Princips sich einen gesicherten Platz unter den Arzneimitteln errungen hat, so ist es in jiingster Zeit, namentlich den
Bemuhungen Ladenburg’s, gelungen, durch Spaltung des Atropin
mittelst Salzsaure in Tropin und Tropsaure das Homatropin, von
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Tonga
ihm so genannt , darzustellen , welches mit Bromwasserstoffsiiure
verbunden cin wichtiges , besondere Vortheile bietendes I'upillenerweiterungsmittel bildet und berufen zu sein scheint, das Atropin
aua dem Arzneischatz zu verdrangen. Wahrend namlich die Accomodationslahmung bei der Pupillendilocation durch Atropin in
eehr unangsnehmor, oft schadlicher Weise mehrere Tage , mitunter
Wochen und Rlonate lang fortdauert, ist dieselbe bei der Anwendung von Homatropin schon nach wenigen Stunden in der Abnahme
begriffen und nach 24 Stunden vollig vershwiinden.
Hierzu knmmt noch ein zweiter Vorzug von nicht zu unterschatzender Wichtigkeit des Homatropins vor dem Atropin: die
vie1 geringere Giftigkeit des ersteren. Nach dieser Richtung hin
hat Dr. F r o n m u 11e r sehr eingehende Versuche gemacht; derselbe
fing mit '/* mg. an, welches er einem jugendlichen Arbeiter in den
Vorderarm einspritzen liess. Der Versuch blieb ohne alle Wirkung.
Dann nahm er bei verschiedenen Kranken 1 mg., dann 3 auf die
Spritze, d a m 3*/2, dann 4, ebenf'alls ohne Wirkung. Bei 5 mg.
angekommen, lieee e r Pillen zu j e 0,005 Homatropingehalt fertigen
und stieg damit allmahlich bie zu 12 im Tag, wobei dreimal 4 Stuck
mit mehrstiindigen l'ausen genommen wurdrn. Da sich nun auf
dieser Hohe der Gaben einige leichte Intoxicationssymptome bemerklich machten, als Trockenheit und Kratzen irn Hals, Eingenommenheit dcs Kopfes , einiger Schwindel, 80 hielt Verf. es fur
rathsam, nicht weiter zu gehen. Merkwiirdiger Weise zeigte Rich
k e i n e S p u r von P u p p i l l e n e r w e i t e r u n g bei diesen Versuchen,
so dass man aus denselben die sichere Thatsache entnehmen darf,
dass das Homatropin in bedeutend geringerem Grade giftig ist, als
das Atropin. (Nach Med. Cent?-.-Zeitung, 1880, No. 66.) G. H.
Tonga. - Die neuerdings als Antineuralgicum Aufsehen erregende Drogue, welche unter dem Namen Tonga nach London importirt worden ist, stammt von den Fidji-Inseln und besteht aue
einem Gemisch von Rindenpartikelchen, Blattern und Holzfasern in
so kleinen Fragmenten, dam der botanische Charakter schwer zu
bestimmen ist. Nach H o l m e s diirften verschiedene Pflanzen, u. 8.
vielleicht Rhophanidophora vitiensis Seem. daran participiren. Diese
Fragmente befinden sich in kleinen Packeten von der Grosse einer
Orange, die in ein Stuck Cocosnuseblatt eingewickelt sind. Beini
Gebrauche wird das unversehrte Packet zehn Minuten lang in etwa
l/s Liter kaltes Wasser gesteckt, dann darin ausgcdriickt und der
SO bereitete AuRzug in Dosen von j e einem Weinglase voll (3mal
taglich eine halbe Stunde vor der Mahlzeit) genommen. Oft sol1
schon den zweiten oder dritten Tag Erfolg bei Neuralgien eintreten. Das Packet wird an einem trocknen Orte aufgehangt und
kann immer wieder, angeblich ein ganzes Jahr hindurch, zu AUSzugen benutzt werden. In London sollen jetzt auch eine Tinctnr
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