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Das Gift des Oleanderbaumes.

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Daa Gift des Obanderbaumes.
€42
Liisua so lange Chlor geleitet, bis die Masse entfarbt
ist. 8 u r c h Fallen der Losung mittelst Salzsiiure und
Umkrystallisiren des Niederschlags erhglt man die Roccelailure in weissen Prismen, die unloslich im Wasser, leicht
liislich in kaltem und heissem Alkohol und Aether sind
nnd sich such in Borax, Natriumphosphat, Natriumcarbonat, in verdilnnter Aetzkalilauge und verdiinntem Ammoniak losen. Die Slure ist nach der Formel C3QH3208
zudammengesetzt, schmilzt bei 1320 und giebt mit den
Alkalien und Metalloxyden Salze, die meist unloslich in
Wasser und Alkohol sind. Das Aethylsalz bildet ein
blassgelbes, schwach aromatisch riechendes Oel, das Anhydrit = C34 H30O6 besteht bei 250 aus einem farblosen
oder schwach gelblichem 001, das aufPa ier Fettflecken
macht und Fettgeruch besitzt, das Raccelp eiiylarnid krystallisirt in echonen farblosen Blattchen.
Die Csninsiiure existirt nach H e s s e in 2 Modificationen. Die Alpha - UsninsHure wird aus Ramalina calicaris durch Ausziehen mit verdunnter Kalkmilch, Versetzen der Liisung rnit Salzsiiure und Aufkochen dargestellt. Die ale Pulver sich dabei abseheidende Usninsaure reini t man durch Waschen mit Wasser, Auskochen
mit Alkoho und Umkrystallisireb des Rucbtandes aus
kochender Essigsaure. Sie besteht aus dunnen schwefelelben Nadeln und besitzt einen Schmelzpunct von 2030.
g u r Rereitung der Beta-Usninsaure extrahirt mau die
Cladonia rangijerinu mit verdiinnter Natronlauge, versetzt die alltalische Losung rnit Salzsaure, trocknet den
mit Wasser gewaschenen Niederschlag und zieht ihn mit
Aethcr und Alkohol aus. Der Ruckstand ist die BetaUsninsLure, welche dieselbe Zusarnmensetz~ng=C36H1 8 0 1 4
wie die Alpha-Wsninsiiure hat, aber schon bei 1750 schmiht.
(Ann. der Cheni. u. €'ham. CXVII. 297- 351.)
G.
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5
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Das Gift dea Olernderhmes.
Vom Professor Dr. K u r a a k Bind iiber das Gift des
Rosenlorbeerbaumes, welcher ein so allgemein beliebter
Schmuck unserer Wohnungon und Giirten geworden is4
Versuche sngestellt, nach welchen der Olcander nicht
bloss in seinen Bliittern und Blfithen, sondern auch in
der Rinde, 'a sogar im Holee ein sehr wirksames, leicht
tadtliches dift enthdt. Die Bluthen sind in der giftigen
Wirkung schwiicber als BIatter und Rinde, und eben 80
verhalten sich auch die Extracte, von denen das der
Baa GVt de8 O~eanderbaumes.
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Rinde am kriifti sten zu sein scheint. Kaninchen wiirden schon durca 3 Grm. (etwa 314 Quentchen) dee Pulvers der Rinde, der 13ltitter und selbst der Bliithen in
sohwiicherem Grade und mit schnell vortibergehender
Wirkung vergiftet. Aus 3 Grm. Rinhenpulver erhhlt
man y3 Grm. (41,$ Qran) Extract, was die geringste noch
Quentchen}
wirksame Gabe sein durfte. 2 Grm.
des wasserigen wie des weingeistigen Auszuges von Blattern, Holz oder Rinde waren bei Kaninchen todtlich,
2 Decigrm. (2," Gran) bei Vogeln und Froschen. Dagegen brachten 2 - 3 Grm. der Ausziige aus den Bluthen
fiir Kaninchen nicht den Tod. Fur den Menschen dtirfQuentchen}
ten 5 - 6 Grm. (68,5 83,2 Gran, 1 bis
der Extrscte aus Blattern, Holz oder Rinde zur Herbeifuhrung des Todes geniigen.
Die ersten Vergiftungserscheinungen traten bei Kaninchen nach 15 Minuten, boi.Vogeln nach 10 Minuten
ein; bei schwachen Vergiftungen erholten sioh Kaninchen
nach 2'12 - 6 Stunden, Vogel nach 1- 3 Stunden; bei
starken Gaben starben Kaninchen nach 11,$-8 Stunden,
Vogel nach 7 - 30 Minuten, Frosche nach 11/2 -8 Stunden. Bei schmiicheren Dosen des Giftes stellte sich bei
Kaninchen zunachst Kraftlosigkait der willktirlichen
Muskeln, Verminderung der Athern - und Herzbewegunen ein; ohne dass sich die Erregbarkeit aller E m p h %ungsnerven wesentlich verhderte. Nach starkeren, mi:
dem Tode endigenden Vergiftungen liessen sich zwei
Stadien der Wirkung unterscheiden. Zuerst machte sich
die bis zur Liihniung sich steigerncle Schwache in der
willkurlichen Muslrelbewegung und in der Verminderung
der Athniungs - und Herzbewegungcn bemerklich. Die
Athemzuge sanken von 60 auf 32 in einer Minute. Im
zweiten Stadium erscheinen bei Fortdauer der Lahmung
kurze, nur
Minute lang andauernde AnfAlle allgemeiner Krampfe der willkiirliuhen Muskeln, welche nach
Iiingeten Pausen von 5 -15 Minuten sich wiederholten.
Auch traten nach jeder iiwserenHeizung, j a sogar achon
bei Beriihrung der Thiere heftige Reflexbewegungen ein ;
cndlich folgte Stillstand der Athembewegungen und der
Tod, wiihrend nach dem Sterben das Herz noch minutenlang einige Bewegung zeigte. Bei Vogeln kamen die
Kriimpfe nicht vor, hochstens wurde ein schwachee Zittern beobachtet ; Wurgen und Erbreohen herrechte vor,
hierauf trat miihsames, immer schwacher werdendes Athman ein. Bei Vergiftung eines Knsben durch Oleander-
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Nitrobenzol aus Terpentinb'l.
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bliithen wurde Sinken der Athem und Herzthktigkeit
und ziemlich heftige Schlafeucht beobachtet.
Dae Gift des Oleanders muss hiernach den einfachlahmenden Qiftgn zugeziihlt werden. Die Section wies
nur Schlafieit und Blutilberfullung dee Henens und der
Venen nach, aber keine Reizungeerschcinungen dee Magene und Darmes.
Die zuweilen behaupteten giftigen Wirkungen dee
Bltithenduftee bestlitigten sich in don Versuchen nicht.
K u r z e k brachte zur Prufung dereelben die mit vielen
Bliithen besetzten Aeete zweier jungen, 3 Fues hohen
Oleanderbiiuinchen mit einem '1% Jahr alten Kaninchen
und einem kleinen Vogel (Schwarzkopf, Motacilla atrica$la) in einen geschlossenen Glaskasten und liess sie
24 Stunden in demeelben. Beim Oeffnen dee Kastens
hcmerkte man den Geruch der Oleandcrbluthen in hohern
Grade, ohne dam jedoch im Betinden der Thiere die geringete StSrung eingetreten ware. Hiermit stimmt iiberein, dam daa Uift dee Oleanders kein fliichtigee ist; es
liisst sich nicht destilliren und kann sich daher auch
nicht durch die Bliithe der Luft mittheilen. Nach den
Untersuchungcn von L a t o u r besteht es in einem gelben,
echarfen, electronegativen Harz. Ale Heilmittel gegen
die Oleandervergiftung diirfte vorzugsweise der etarke
schwarze Kaffee und starker chinesischer Theeaufguss zu
empfehlen sein. Bei der erwghnten Vergiftiing einee
zweijiihrigen Knaben durch Oleanderbliithen wurde schwarzer Kaffee mit dem giinstigsten Erfolge angewendet.
( K o ~ ~ I 186'0.
o s , 5. S. 68.)
G.
Nitrobensol m s Terpentiaal.
Dam ft men die boi der Einwirkung yon concentrirter Sa peterailure auf Terpentinol erhaltene Flussigkeit
bei gelinder Wiinne ab, men@ die zuritckbleibende dunkel elbe, in ddr Kglte erhiirtende Mame mit Quansand
u n f unterwirft sie der trocknen Destillation, so bekommt
man ale Deatillat Waaser vcn'~stark eaurer Reaction und
ein fast gleichea Volumen einer braunen oligen Fliiseiglteit. Die bei der Destillation diesee Oeles zwischen
200 und 2200 ubergehenden Antheile bestehen nach
H. Schiff zum grossen Theil aus Nitrobenzol. (Ann.
der G e m . u. Pharm. CXL V. 201 -202.)
G.
P
--4.*.c-
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