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Das Verhalten des Chilisalpeters schwefelsauren Ammoniaks und Kochsalzes zur Ackerkrume.

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Verhalten des Chilisalpeters etc. zur Ackei*kmme.
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h o u s e und nach ihm haben andere Beobachter gefunden,
dass die Pflanzen des Nachts Kohlensaure aushaucben,
aber erst C o r e n w i n d e r bestimmte das Verhaltniss dieser entweichenden Kohlensaure zu der bei Tage aufgenommenen genauer. Zuweilen geniigte eine 30 Minuten
lange Bestrahlung der Pflanzen durch die sehr schragen
Strahlen der Morgensonne, um sammtliche Kohlensaure,
welche die Pflanzen wlihrend der ganzen Nacht ausgehaucht hatten, wieder von ihnen absorbiren zu lassen.
Ohne leugnen zu wollen, dass die Pflanzen auch
durch die Wurzeln Kohlensaure im Wasser gelost aufnehmen, ist C o r en w i n d e r doch geneigt anzunehmen,
d a y die auf diesem Wege den Pflanzen gelieferte Kohlensauremenge geringer ist, als die durch die Blatter
aufgenommene.
Die nachtliche Aushauchung der Kohlensaure durch
die Pflanzen ist nach ihm kein einfaches Phiinomen, sonderp das Resultat chemischer Vorgange in der Pflanze.
Die Pflanzen schopfen also einen grossen Theil ihres
Kohlenstoffs aus der Atmosphare. (Ann. de a i m . et de
P h y . 3. Skr. Dbc. 1858. Tom. LIT'. pag. 321-356.)
Dr. H. Ludwig.
Das Verhalten des Chilisalpeters, schwefelsauren Ammoniaks und Hochsalzes zur Ackerkrume
ist hochst bemerkenswerth. Zahlreiche, in der praktischen Landwirthschaft angestellte Versuche haben ergeben,
dass die Anwendung von Ainmoniaksalzen oder salpetersauren Salzen als Dunginittel eine machtige Wirkung
auf die Ertragsf%higkeit der Felder ausiibt, und dass diese
Ertragsfahigkeit' noch gesteigert wird, wenn den Ammoniaksalzen oder salpetersauren Salzen eine Quantitat Kochsalz hinzugefugt wird. Welchen Einfluss hierbei daa
Clilornatrium hat, ist riithselhaft; denn wenn man die
Wirkung der Ammoniaksalze und des salpetersauren Natrons aus ihrem Stickstoffgehalt erklsrt, weil Ammoniak
und Salpetersaure unzweifelhaft Nahrungsstofh sind, so
ist diese Erklarungsweise fur das Kochsalz nicht zulaasig,
da weder das Chlor noch das Kochsalz Bestandtheile eines
Pflanzengebildes ausmachen.
J. v. L i e b i g nan hat in dein Verhalten ,der Ammoiiiaksalze, des salpetersauren Natrons und des Chlornatriums gegen die phosphorsauren Erdsalze in der Ackerkrume einige Anhaltepuncte gefunden, um iiber die WirArch. d. Pharm. CLIII.Bds. 1.Hft.
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Verhaltsn des Chilisalpeters etc.
ZUT-
Ackerkrume.
liung derselben oder iiber eine ihrer Wirkungen auf den
Pflanzenwuchs Liclit zu verbreiten.
Aus der Untersuchung geht hervor, dass die genannten Salze ebenso
wic die aus der Verwesung organischer Substanzen entstandene Kohlepiiure die Verniittelung bilden, iim die
phosphorsauren Erdsalze liislich zu maclien und so nach
allen Seiten hin ini Boden zu verthcilen. Besonders gross
zeigte sich die Losliclilreit des phospliorsauren BittererdeRmmoniaks in den angefiihrten Salzliisungen.
Aber keines dieser Salze wirkt in dcrk’orni, in welcher es dem Boden gegeben ist. Die Ammoniaksalze
werden von dcr Ackerkrume zersetzt, das Aininoniak
wird von der Erde znriickgehnltcn, wahrencl die Yiiire
eine Verbindung iiiit Knllr, Hittererde, init Allialien oder
mit irgend eincm basischen Stoffe eingeht. Die Wirkung
der Animoniaksalzc ist dcriin~icli zweierlei Art, indem
cinestheils die Aclrerkrume an Ariimonialc bcreichert wird,
anclcrntheils eine ncue Verbindung entsteht, welche iius
der Siiurc des angcwendeten Salzes und den Alkalien
oder idkalischen &den des Uodcns gebildet, eine grossere Verbreitbarkcit des letzteren bedingt. Enthalten Theile
der Ackcrkrurne, melchc mit den Losungen der Ammonialrsalze in Beriihruiig lronimen, an einzelnen Stellen
phosphorsauren I h l k oder pliosphorsaure Uittcrercle, so
wird sich cine Losung dieser phosphorsauren Erdsalze
bilden, die sich im Boden verbreitet.
Aehnlich verhalten sich dic Iialisalzc in der Ackercrde in Bcziehungr auf
die Itaschheit ihrcr Zersetznng, nllein p n z verschieden
von diesen ist das Verhaltcn der Natronsalze.
Von einer Losung von salpetersnureni Xatron geht
beim Hindurchsickern durch ein gleichcs Volum Aclrererde dic Hiilfte dcs Salzes unabsorbirt hindurch, withrend die andere fIAfte desselbeii ‘sich in salpetersauren
Kalk und salpetersnure Eittererdc nmsetzt. Von Chlornatrium bleiben tinter gleiclicn Umstiinden
des Salzcs
unzersetzt. Diese unveriindertcn dalzlijsungcn slittigen
sich mit phosphorsauren Erdsalzen an allen Stcllen, wo
diese angehiinft oder nngebunden in der Aclrerkrume
vorhanden sind, untl indeni sic den Boden durchsetzen,
koniinen sic mit nndern Stellen der Ackererde in Beruhrung, welche niclit niit I’hosphaten gesiittigt sind und
tlieselben nun von der dnrgebotencn Lijsiing aufnchmcn
konnen, das Kochsalz oder das salpetersaure Natron aber
behalten zuin zweitcn oder fortgesetzten Alalc das Vermogen, die niiniliche auflosende und verbreitende Wirkung auszuubcn, bis sic gBnzlich in Kalk- und Magnesia-
Kzipfer bei Verbrennung stickstofl~altigerStibstanzen.
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salze sich umgesetzt habcn. Es hiirt dann ihre Wirkung
vollig auf und es ist eine wiederholte Dungung mit diesen Salzen nothig, urn die Wirkung ziim zweiten Male
hervorzubringen.
Wenn wir, so schliesst J. v. L i e b i g seine langere
Abhandlung, die Arbeit, welche der Pflug verrichtet, mit
dem Zerkleinern der Speisen vergleichen, wofiir die Natur
den Thieren eigene Werkzeuge gegeben hat, so konnen
wir manchen Stoffen, wie dem Kochsalz, salpetersauren
Natron, den Ammoniaksalzen, neben den Wirkungen,
welche ihreri Elementen zukominen, eine besondere, dem
verdauenden Rlagen analoge Rolle iiberweiscn, dn sie die
iru Boden vorhandenen Nahrungsstoffe fur die Erniihrling
vorbereiten uncl aufnahmsfiihiger machen und so auf das
Wachsthuin der Pflanze einen fijrdernclen Einfluss ausiiben. (Ann. dev Chew. u. Pharm. X X X . 185-203.) G.
Ueber clie Auwenlung I c s reducirten Huyfers bei der
Verbrennung stickstofialtiger Substanzen.
Bezuglich der von L i m p r i ch t geinachten Beobachtung, dass Kohlensaure, die iiber nietallisches Kupfer geleitet wird, zu Kohlenoxyd reducirt werde, bemerkt A.
P e r r o t , es geschehe dieses nicht bei Anwendung von
reinem Kupfer, wohl aber, wenn das Kupfer aus Oxydationsproducten von Messing und eisenhaltigeni Kupfer
reducirt worden war. Reines Kupfer konne man, nach
P e r r o t 's Behauptung, oline Weiteres zur Verbrennung
organischer Korper anwenden, eisen- und zinkbaltiges sci
aber zu verwerfen. (Compt. vend. T.48. - C'hem. C'entrbl.
1858. N o . 20.)
B.
Pigmutlosung als Reagcns bei mikroskopisch-pbysiologischen llntersuchsngcn.
0. M a s c h k e hat die von H a r t i g zuerst angegebene Anwendung von Pigmentlosung zur nlilieren Bestimniung der kornigcn Gebilde der Pflanzenzelle unter
deni filikroskope mciter gepriift. H a r t i g wendete nach
dcm Beispiele von G o p p e r t und Colin Carininlosung
an, fand aber, dass ein gleiclies Verhalten der Saft von
Plzytolaccu decnndra, Lackinus, Guninzi Gzctti, Kupfervitriolliisung, Zinnober, Dinte ergaben und glaubte, dass
von einer chemischen Reaction bei dicser Absorption
der Farbstoffe keine Rede sein konne.
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