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Der Uebergang der Jodide in Milch.

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A. Reijst-Scheffer: Uebergang der Jodide in Milch.
595
daB die Frage, was die Milch der Frau betrifft, in der letzten Zeit
genugend erforscht worden ist. Vorlaufig werden die hier anzustellenden Versuche sich dann auch ausschlieBlich auf die Milch
von Hausticren beschranken.
Die Versuche iiber den Uebergang der Jodide in Kuhmilch
sind von Herrn S. G a l l b e , jetzt Apotheker in Gorinchem, angefangen, und von Frau A. R e i j s t - S c h e f f e r beendigt.
I m folgenden Autoreferat der Dissertation von Dr. B 1 o e m e n d a 1
sind die Ergebnisse, betreffend den Uebergang von As in die Milch
verschiedener Tierarten aufgenommen.
Ich hoffe, in nicht langer Zeit die Resultate der oben
angedeuteten groBeren Versuchsreihe veroffentlichen zu konnen
und bitte deawegen, dieses Arbeitsprogramm dem pharmazeutischen
Laboratorium in Leiden iiberlassen zu wollen.
2. Der Uebergang der Jodide in Milch
Von Frau A. R e i j s t - S c h e f f e r .
Es ist bekannt, d a D beim Gebrauch von Jodverbindungen
sich Jod in der Milch zuriickfindet (S t u m p f, S c h n e i d 0 m U h l , v a n I t a l l i e u. a.). Die folgende Untersuchung hatte
zum Zweck, nachzuspiiren, in welchem Teile der Milch Jod ausgeschieden wird, in dem Serum, dem Casein, in den anderen EiweiBkorpern oder im Milchfett; und event. in welcher Quantitat. Zu
gleicher Zeit wurde die GroBe der Jodausscheidung in der Milch,
sowie im Harn einige Tage hintereinander bestimmt.
Zwei Kiihen reichte man an zwei aufeinander folgenden Tagen
jedeamal 10 g Natriumjodid, aufgelost in 500 ccm Wasser, dar.
Darreichung und Melkzeiten zeigt die folgende Tabelle :
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A. Reijst-Sclieffor: Uebergang der Jodide in Milch.
Von jedem Milchmuster wurden das spezifische Gewicht und
der Fettgehalt bestimmt, und daraus wurde anniihernd die Trockensubstanz berechnet.
Urn die Snwescnheit von Jod in den verschiedcnen Tcilen
dcr ;Milch naclizuweisen, wurden 100 ccni Milch mit 35 ccin
Spiritus von 90% und einigen Tropfen Essigsiiure durcheinander
gemischt. Nach einigen Stunden hatte das Casein sich ausgeschieden
und wurde durch Filtration sehr leicht ein klares Serum erlialten.
Der Niedersclilag wurde ausgewaschen mit verdiinntem Alkohol,
und zwar solange, bis das Filtrat keine Jodreaktion melir gab. Dic
groOte Jodmenge bcfindet sich, wie zu erwarten war, in der caseinfreien Fliissigkeit.
Der Niederschlag von Casein Fett wurde bei gcringer Wiirnic
getrocknet und gomischt mit wasserfrciem Satriumsulfat, dsniit
die letztcn Spuren von Wasser gebunden wiirden. Das also crhalttne
Pulver wurde wahrend drei Stunden in einem Soxhlctapparat mit
Aetlier ausgezogen und so cine Trennung in Casein und Fett hervorgerufen.
Es stelItc sich heraus, daB das Fett, auf unten erwahnte Wcise
untersucht, frei war von Jod, und daQ das Casein Spurcn davon
enthieltl).
Die quantitative Bestimmung des ausgeschiedenen Jods
geschah auf kolorimctrischcm Wcge, und zwar durch Vergleichung
mit Jodlosungen, aus normaler Milch, welcher bekanntc Quantitiiten
Kaliurnjodid hinzugefugt worden waren. Die Vergleichsfliissigkcit
wurde auf ganz ahnlichc Weise behandelt als die zehn Milchproben.
+
1)
Auch Herr G
R
11 6 Q hatte schon dassclbe Ergebnis erzielt.
A . Reijst-Scheffer: Uebergang dtir Jadido in Milch.
307
Werden 5 ccrn casein- und fettfreier Milch 2 ccm verdiinnter
Schwefelsiiure und cinige Tropfen einer Kaliumnitritlosung (1-200)
hinzugefugt, so kann bei Ausschilttelung mit Chloroform cine deutlichc Violettfiirbung walirgenommen werdcn. Die Vcrgleichung dcr
Ergebnissc hat aber gelehrt, daB die also gcfundcnen Jodmangcn
geringer sind als die, welche auf anderem Wege bekommen w-urden.
Vielleicht hatte einc unvollstandige Ausschiittelung der FliissigIreiten, infolge einer Eniulsionsbildung beim Schutteln mit Cliloroform, dies veranlaBt, viclleicht aber auch die Bindungsform, in
welcher das Jod sicli in der Milch befindet.
Das angewandte Verfahren war folgendes. 15 ccm (resp.
casein- und fettfrcie Milch) wurden alkaliscli gemacht und auf dem
Sandbade eingedampft. Der Verdampfungsrest wurde iiber eincr
Gasflamme verkohlt und die fcingeriebenc Kohle mit M’asser ausgczogen, bis die ablaufendc Fliissigkeit kei~icJodreaktion mehr gab
1)urchschnittlich belief sich das Totalvolumen der Fliissigkeit auf
15-20 ccm. Wenn es mehr betrug, so wurde es bis auf 15ccm
eingedampft. Die wasserige Fliissigkeit wurde nun mit Schwefelsaure angesaucrt, und nach Hinzufiigung von Kaliuninitrit nacheinander niit 5 , 3 und 2 ccm Chloroform (im ganzcn also 10 ccm)
ausgeschiittelt. Die Cliloroformlosung war gewohnlich ein wenig
trube durch eingeschlossene Wasscrteile ; durch Schiitteln mit
ein wenig Traganth wurde das Wasser gebunden und das Chloroform ganz klar erhalten.
Die kolorimetrischen Restimmungen geschalien in glasernen
Koliren mit flachem Boden. Die Parben wurden einandcr dadurch
iihnlich gemacht, daB man von der Vergleichsflussigkeit in einer der
Rohrcn eine genugende Quantitat aus einer Burette hinzuflieBen lie13.
Auch wurdc crmittelt, ob die zuruckgefundene Jodmenge
groBer oder geringer sei, wcnn die Milch oder die Molken niclit
vcrkohlt, sondern durch Hinzufiigung von Nitreten verbrrtnnt
wurde. Es ergeb sich, daB bei vollstandiger Veraschung zu wcnig
Jod zuruckgefunden wurde.
Also lieferten :
Verasc hungVerkohlung
20 ccm Milch .
20 ccm Molken
.
.
,
.
..
0,637 mg Jod
0,516 mg Jod
0,312 m g Jod
0,172 m g Jod
Als sich iierausgestcllt hatte, da13 an das Milchfett kcin Jod
gebunden ist, und dies ausschliefilich im Serum und Casein gcsuclit
nerden muB, so wurden die respcktiven Quantitaten in jedcm dicser
gefunden durch die Bestimmung dcs Jodgelialts der ;Milch als solcher
und des durch Alkoholhinzufiigung erhaltenen Serums. Die Differenz
A. R e i j s t - S c h e f f e r : Uebergeng der Jodide in Milch.
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der gefundenen Mengen stimmt also uberein mit den Jodmengen,
die durch das Casein gcbunden sind.
Die auf obenerwahnte Weise bekommenen Ergebnisse sind
die folgenden :
Jodmengen in Prozenten anwesend in der Milch und dem
daraus erhaltenen Casein.
ji
~
Milchproben
I
I1
I11
IV
Milch
-
'1
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
v . . . . . . .
-
VI
VII
VIII
.......
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
x . . . . . . .
IX
Gesammelt
-
14. XII.
1
0,00178
0,00211
0,00372
0,00313
0,00182
0,00001
0,00007
0,00012
0,00001
0,00003
0,00295
0,00382
0,00310
0,00251
0,00205
0,00003
0,00001
0,00002
0,00008
0,00005
Jodmenge
in Prozenten
vorm.
0,03188
15. M I . 10.80 vorm.
0,07951
9.30
Casein
I
Gesammelt
Jodmenge
in Prozenten
__.
-
14. XI1 9.aovorm.
15. XII. 10.30 vorm.
16. XII. 2.30 nachm.
0.01 196
0,02392
0,00598
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der, milch, jodid, uebergang
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