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Die Alkaloidbestimmung in Extractum Belladonnae siccum cum Rad. Liquirit. paratum 1 + 1

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G. !Bumming
376. G. Bumming:
Die Alkaloidbestimmung in Extractum Belladonnae siccum
cum Rad. Liquirit. paratum 1 1.
+
(Mitteilung aus dem KontrollSLaboratorium der
J. D. R i e d e 1 - E. d e H a e n A. G. in BerlinrBritz.)
Eingegangen am 29. September 1930.
Das Deutschc Arzneibuch, V. Ausgabe, 1aBt ebenso wie das
Russische Arzneibuch, VI. Ausgabe, aus dem Extractum Belladonnae
spissum, das 1.5% Alkaloide enthalten mu& ein trockenes Extrakt in
der Weise herstellen, daB 4 Teile Extrakt mit 3 Teilen fein gepuls
vertem SuBholz in einem PorzellangefaRe vermengt und auf dem
Dampfbade ausgetrocknet werden, bis kein Gewichtsverlust mehr
stattfindet. Die trockene Masse wird, noch warm, zerrieben und mit
so vie1 fein gepulvertem SuBholz vermischt, da8 das Gewicht der
Gesamtmenge 8 Teile betragt. Da das Extractum spissum 1.5%
Alkaloide enthalt, muBte das fertige Extractum siccum 0.75%
Alkaloide enthalten.
Eine Gehaltsbestimmung schreibcn das
Deutsche Arzneibuch V und das Russische Arzneibuch ‘Vl nicht vor.
Trotzdem kontrollicrten wir seit Jahren die fertigen Extrakte auf
ihren Alkaloidgehalt und fanden stets etwa 0.6% und nicht 0.75%,
also immer weniger als erwartet werden muBte. Die zur Herstellung
verwendeten Extrakte hatten immer 1.5% Alkaloide, wie die wiederr
holte Kontrolle ergeben hatte, und die Ausbeute betrug stets das
Doppelte des vcrwendeten Extraktes. Es wurde angenommcn, dat3
die Differenz darauf zuruckzufuhren war, daB die Methoden des
DAB.V bzw. die vereinfachte Methode des DAB.VI nicht fur die
Bestimmung des Alkaloidgehaltes geeignet seien. Auch die Methode
des Britischen Arzneibuches 1914, die Charles M. C i n e s und
Norman E v e r s , Pharm. Journ. 1928, S. 3378, fur Fol. und Rad. Bellar
donnae fur besonders geeignet halten, wurde herangezogen, ohne
0.75% zu finden. Von anderer Seite wurdc mitgeteilt, daB Extrakte
im Handel seien, die unter Anwendung der Methode des DAB.VI
0.75% Alkaloide enthielten. Das veranlante mich, zur Klarung Unterr
suchungen vorzunehmen. Es wurde eine Reihe von Extrakten, die
teils im Laboratorium im kleinen, teils im groBen fabr.ikmaBig hers
gestellt waren, und Mischungen aus Succus und Radix Liquiritiae mit
bestimmten Mengen Atropin sowie Extrakte des Handels nach dem
DAB.VI und Ph. Brit. 1914 untersucht und dabei festgestellt, daf3
stets weniger Alkaloide gefunden wurden, als die Extrakte tatsachr
lich enthielten.
Zur Gehaltsbestimmung von Extractum Belladonnae laBt das
DAB.VI 2.5 g Extrakt in 5 ccm Wasser losen, mit 2 g Ammoniaks
flussigkeit und 25 g Xther schutteln. Dann wird 1 g Tragant hinzus
gegeben und nach dem .Durchschutteln filtriert. 20 g des abfiltrierten
Athers werden zur Trockne eingedanipft, und der Ruckstand wird
in 1 ccm Weingeist aufgenommen. Dazu werden 5 ccm nllo HCl
4- 5 ccm Wasser gegeben und die uberschussige Saure unter Verr
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Die Alkaloidbestimmung in Extractum Belladonnae
wendung von Methylrot als Indikator zuriicktitriert. An Stelle von
2.5 g muBten 5 g des trockenen Extraktes verwendet werden. Die
vorgeschriebene Menge Ather war jedoch zu klein. Es wurden nicht
20 g Filtrat erhalten, da das Siifiholzpulver vie1 Ather zuriickhielt.
Es muBten daher statt 25 g Ather 50 g verwendet werden. 40 g
Filtrat wurden eingedampft. Wurde der Riickstand in 1 ccm Weins
geist aufgenommen und 5 ccm n/io Salzsaure + 5 ccm Wasser zus
gegeben, so schieden sich harzige Bestandteile aus, die bei der Unters
suchung des spissumzExtraktes nicht auftraten und die den Umschlag
bei der Titration ungiinstig beeinflufiten. Diese Ausscheidungen
setzten sich am Boden des Kolbens fest. Die Fliissigkeit wurde in
ein anderes Kolbchen abgegossen und das Kolbchen einige Male mit
wenig Wasser nachgespiilt und dazugegeben. Der Umschlag bei der
Titration war nunmehr gut zu erkennen. Es wurden zunachst drei
genau nach Vorschrift des DAB. VI hergestellte Extrakte untersucht.
Das verwendete spissumsExtrakt wurde vorher nochmals gepriift.
Es wurden richtig 1.5% gefunden. Die Extrakte I und I1 waren im
kleinen im Laboratorium, I11 war im g r o k n fabrikmaflig hergestellt.
Es wurde gefunden:
Extrakt I11
Extrakt I
Extrakt I1
nach dem DAB.VI
.
. . .
1. 0.549%
2. 0.564%
nach Ph. Brit. 1914
.
. . .
0.57%
1. 0.47%
0.48%
a.
1. 0.65%
2. 0.65%
3. 0.48%
0.457%
1. 0.648%
2. 0.65476
Die Werte blieben also unter 0.75%. Das fabrikmaBig hergestellte
Extrakt zeigte die hochsten Werte. Es war im Gegensatze zu den
Extrakten des Laboratoriums im Vakuum eingetrocknet. Etwa 0.6 %
waren auch friiher bei diesen Extrakten gefunden worden.
Es wurde nunmehr eine Losung von 0.9 g Atropinsulfat in 50 ccm
Wasser hergestellt. 5 ccm enthielten 0.090 g Atropinsulfat = 0.0749 g
Atropin. Es wurden gefunden nach Vorschrift DAB. VI:
1. 0.0701 g Atropin
2. 0.0701 g Atropin
3. 0.0701 g Atropin
4. 0.0701 g Atropin
In einem Gemische von 5 g Milchzucker und 0.035 g Atropin
wurde nach dem DAI3.VI der Gehalt an Atropin bestimmt. Das
Gemisch enthielt also 0.70% Atropin. Es wurden gefunden 0.68%.
Der Versuch wurde wiederholt, wobei nach dem Durchfeuchten mit
Wasser das Gemisch zur Trockne verdampft. Es wurden gefunden
0.70%. Eine Veranderung des Atropins fand beim Eindampfen also
nicht statt.
Zu 5 g des Extraktes 11, in dem 0.48% gefunden waren. wurden
5 ccm der Atropinlosung gegeben und eingetrocknet. Dann wurde
der Atropingehalt nach dem DAB.VI bestimmt. Es hatten gefunden
werden miissen 1.88% Atropin. Es wurden gefunden 1.6096, also
0.28% zu wenig.
Nunmehr wurden Mischungen von Succus Liquiritiae und Rad.
Liquiritiae und Atropinlosung hergestellt und zur Trockne ein:
gedampft und untersucht:
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Die Alkaloidbestimmung in Extractum Belladonnae
+
+
+
+
I. 2 g Succus Liquiritiae
3 g Radix Liquiritiae
5 ccm Atropinlosung.
die 0.070 g Atropin, also 1.4%, enthielten,
gefunden nach DAB.VI . . . . . 1.08576
Dif ferenz . . . . . . . . . . . 0.32 %
11. 2 g Succus Liquiritiae
3 g Radix Liquiritiae
2.5 ccm Atropinlosung.
die 0.035 g Atropin, also O . i % , enthklten,
gefunden nach DAB.VI . . . . . 0.5%
Differenz . . . . . . . . . . . 0.2%
20 g Radix Liquiritiae
25 ccm Atropin.
111. 25 g Succus Liquiritiae
liisung. die 0.35 g Atropin enthielten, wurden zur Trockne eingedampft,
zerrieben und mit so vie1 Radix Liquiritiae pulv. vermischt, da8 das
Gesamtgewicht 50 g betrug. Das Extrakt enthielt also 0.7% Atropin,
gefunden nach DAB.VI . . . 1. 0.56%, Differenz 0.14%
2. 0.55%, Differenz 0.15%
nach Ph. Brit. 1914 . . . . .
0.48%, Differenz 0.22%
+
+
Es geht aus allen diesen Versuchen hervor, da8 in mit Radix
Liquiritiae hergestellten Trockenextrakten stets weniger Atropin ges
funden wird nach der Methode des DAB.VI, als tatsiichlich vors
handen ist. Man mu8 mit einer Differenz von 0.1 bis 0.2% rechnen.
Die nach Pharm. Brit. 1914 erhaltenen Werte fallen noch niedriger
aus. Es muate fur die Untersuchung derartiger Extrpkte eine be.
sondere Methode ausgearbeitet werden. Es ist anzunehmen, dai3
Atropin vom SiiBholzpulver zuriickgehalten wird.
Die Untersuchung von 2 Handelsextrakten I und I1 ergab:
I. Handelsextrakt.
Nach DAB VI: 1.0.67% 2.0.66% 3.0.65%
Nach IPharm. Brit. 1914: 1 . 0 4 % 2.0.43%
11. Handelsextrakt.
Nach DABVI: 1. 073% 2.0.7276 3.0.72% 4.0.72% 5.O.i3%
Nach Pharm. Brit. 1914: 1 . 0 9 % 2.053%
Nach den Ergebnissen mit selbsthergestellten Extrakten konnte
das Handelsextrakt I 0.75% Alkaloide oder wenig mehr enthalten.
Doch mii8te angenommen werden, da8 das Handelsextrakt I1 mehr
als 0.75% Alkaloide tatsachlich enthalt.
377.
K. W.Merz:
Uber Bestandteile einer bisher unbekannten Droge
(Patrisia acuminata).
(Aus dem Pharmazeutischen Institut der Universitat Berlin.)
Eingegangen am 11. Oktober 1930.
Vor einiger Zeit erhielt das Pharmazeutische Institut aus dem
nordlichen Siidamerika die Probe eines Wurzelholzes iibersandt. das
nach Angabe des Begleitschreibens imstande sein soll, Hunde unter
eigenartigen Erscheinungen zu toten. Als Stammpflanze wurde
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