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Die Bedeutung der unregelmssigen Schwankungen des Barometers oder Luftdrucks in den mittleren Breiten fUr die Vegetation.

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Grtiger, Bedeutung der Schwanhngen des Barometers. 167
men Ausscheidunga- und Mischungsverhaltnissen ist der
Umstand, dam diese sich verhaltnissmiissigwenig auf den
Gehalt des Blutes an Chlornatrium erstrecken, eine Bestiitigung des Satzes, dass gerade dieser Bestandtheil, so
weit es irgend von der organischen Thatigkeit ermoglicht
werden kann, irn Blute in ziemlich sich gleichbleibender
Menge bei den mannigfachsten somtigen Stiirungen in
den Lebensprocessen, zuriickgehalten wird. Die geringe
Menge des Chlornatriums in dieser Harnasche im Gegensatee zu der der phosphorsauren Alkalien, scheint fiir die
Annahme zu sprechen, dass diese beiden Salzarten in den
fliissigen Producten des animalischen Lebensprocesses im
umgekehrten Verhiiltnisse angetroffen werden.
Im Folgenden werde ich zunachst die Resultate,
welch0 ich bei der Untersuchung des Blutes und dee
Harm bei Pneumonie erhielt, mittheilen.
Die Bedentung der unr elmbrigen Schwankungen
des Barometers oder Ln drucb in den mittleren
Breiten fiir die Vegetation;
3
von
Dr. Grager.
-
Die an bestimmte Tageszeiten gekniipften regelmiissigen Bewegungen der Quecksilbersgule sind eine schoii
friih gemachte Entdeckung. Zuniichst unter den Tropen
wahrgenommen, hat man sie, durch langere Zeit mit guten
Instrumenten fortgesetzte Beobachturrgen, auch fir die
mittleren Breiten nachgewiesen und deren Umfang genauer
bestimmt. Sie treten in den Landern der Tag- und Nachtgleichen mit einer solchen Regelmassigkeit ein, dass man
dort das Barometer als Uhr benutzen konnte. Die Ursaehe dieser Erscheinung kennt man rnit Sicherheit noch
nicht.
Vergegenwartigt man sich nun, welche Wirkung ein
abwechselnd starker und schwacher Luftdmck, d. h. hoher
Ilnd niedriger Barometerstand auf die Umgebung auaiibt,
168
Grtlger,
h d e t man, dam eie eine allgemeine, sich auf Alles
eretreckedde sein miisee, und dass sich diese Veranderungen in der Dichtigkeit nicht auf die Atmosphare beschrihken, aondern sich auch auf die in poriisenKorpern
eingeschlossene Luft ausdehnen. Hiermit ist fiir diese
Korper eine wiederkehrende, wenn auch nur partielle
Erneuerung der in deren Poren sich verhaltenden Luft
verbunden. Ganz besonders wird von dieeen Vorgangen
der Erdrinde, ale poriiser Rorper, der uberall mit der
Atmosphare in unmittelbarer Beruhrung steht, betroffen.
Die Abwechselung im Luftdruck wirkt als Luftpumpe
und erneuert, wenigstens unter den Tropen, die Luft in
den obern Erdschichten zwei Ma1 am Tage.
Eine solche Lufterneuerung, die gleichbedeutend ist
mit Sauerstoffzufuhr, kann auf die mit ihrer Wohnung
auf die obern Schichten der Erdrinde angewiesenen Organismen nicht olinc Einflnss sein; der Sauerstoff fiir sich
unterhllt die Respiration der in der Erde lebenden Thiere;
durch Oxydation der im Boden befindlichen Ueberreste
organischer Stoffe in Kohlensaure verwandelt, liefert diese
den Pflanzen die erste unentbehrliche Nahrung. Tf'ie
gering auch die Zahl der Athemziige, der Bebrf an
Sauerstoff der unterirdisch lebenden Thiere sein mag, sie
wiirden ohne Sauerstoff nicht leben konnen, der bei dem
unausgesetzten Verbrauch neben beschranktcm Vorrath
sehr bald ausgehen wiirde. Die Lufterneuerung in den
obern Erdschichte ist daher fiir die Existenz der betreffenden Thiere eine conditio sine qua non. Sie ist es aber
auch nicht minder fiir die Pflanzenwelt. Wir sehen die
in dem Boden vergrabenen Ueberreste organiechen Ursprungs allmaliger Verwesung anheimfallen, ein Process,
bei welchem nicht allein Kohlensiiure, sondern auch Ammoniak gebildet werden, die beide fur die erste Entwickelung des Pflanzenindividuums ganz unentbehrlich
sind. Der giinstige Einfluss, wo nicht die Unentbehrlichkeit der Lufterneucrung im Boden auf die Entwickelung
und das Gedeihcn der Gewachse lasst sich also schon
a prim' behaupten, und in der That zielen viele unserer
80
Bedeutung der Schwankungen des Barometers.
169
landwirthschaftlichen Arbeiten lediglich darauf, sie herbeieufiihren, sie zu erleichtern.
Im Vergleich mit den Tropenlandern sind bei uns
die tiiglichen regelmiissigen Veranderungen im Luftdruck
so unbedeutend, und ist deren ticgliche Wiederkehr selbst
80 wenig verbiirgt, dass von ihnen eine besonders hervortretendewirkung kaum zu erwarten sein durfte. Die
Functionen dieser regelmassigeu Schwankungen des Barometers ubernehmen bei uns, innerhalb der mittlercn Breiten,
die unregelmassigen Bewegungen der LuftsZiule, die vorzugeweise durch Veranderungen in der Richtuiig des Windcs bedingt, an bestimmte Tageszeiten nicht geknupft sind. Ihre
Wirkung ist selbstredend dieselbe, wie die der regelmgssigen
Schwankungen unter denTropen, so daas durch sie auch
bei u n s eine ununterbrochene Erneuerung dcr Luft in
den obern Erdschichten herbeigefuhrt wird. Man braucht
bei uns nur eine k u n e Zeit hindurch das Barometer
regelmassig zu beobachten, um auch sehr bald die Erfahrung zu machen, dass dasselbe fast stiindlich scinen Stand
verilndert, und ewar eine Zeithng in demselben Sinne.
So entatehen bei uns, statt der aglichen Regelmassigkeit
unter den Wendekreisen, Perioden von kiirzerer oder liingerer Dauer nach der einen oder andern Seite hin. Das
Endresultat bleibt aber hier wie dort dasselbe, und es
ist vielleicht erlaubt anzunehmen, dass hier ein SO haufiger Wcchsel der Luft im Boden nicht so nothwendig
sei, wie unter den Tropen, \yo die bei Weitem lebhaftere Vegetation auch einen haufigeren Wechsel der Luft
nothwendig machen wurde. Inzwischen kommen allerdings bei uns zuweilen Perioden vor, wo das Barometer
sich immer nach derselben Hichtung iindert und selbst
stationar bleibt ; ob aber diese Erscheinungen von Einfluss
auf die Vegetation sind, und welcher Art derselbe ist,
dariiber fehlen bis jetzt noch alle Erfahmngen. Beiliidfig sei
bemerkt, dam auch die Veranderungen des Thermometers
einigen Einfluss auf die Erneuerung der Luft im Erdboden haben, und zwar hier unter den mittleren Breiten
einen grosseren, einen geringeren unter den Tropen; es
170
Bolle,
beruht dies auf dem %lichen Temperaturdifferemen, an
denen auch der Boden Theil nimmt, und die hier vie1
grosser sind a10 dort.
Es kommt bei den Variinderungen des Luftdrucks
in ihrem EXdusse auf die Emeuerung der Luft im Boden
noch ein anderer Umstand in Betracht. i m Allgemeinen
niimlich nimmt das Barometer wrhrend des Sommm oder
der wiirmeren Jahreezeit einen tieferen Stand ein; indem
e0 nun gegen den Herbst und Winter au steigen beginnt,
+idhierbei warme LUR in den Erdboden gepreeat, demd b e n ein Theil der SommerwiCrme gewissermaassen als
Vorrath iiberliefert; gegen daa Frtihjahr hin sinkt daa
Barometer, wo dann der Boden Ute Luft entlilsat. So
im A l l g e m h ; im Besondern wiederholt sich der Vorgang im Winter s e k oft; daa Barometer steht hoch,
wenn das Thermometer tief steht, nnd umgekehrt, 80
daas bei einem folgenden Steigen des Barometers jedesma1 w m e Luft in den Boden zuriickkehrt und ihn
erwiirmt. Ohne einen solchen Weohael auch im Winter,
der eine Erwhnnng dee Bodena bedingt, wie sie nicht
~ t a t tfinden wiirde, wenn bei derselben Lufttemperatur
das Barometer unveriindert geblieben wniirg wiirden wir
vielleicht noch weit biufiger das Erfrieren von Biiumen
eu beklagen haben, a l s dies jet& der Fall ist.
gleine
Hotizen xur pharmaceuthhen Praxis;
yon
C. 0. B o 1 1 e.
Tinct.Rhei aquoea.
Eine Monate lang dauernde Tinct. Rhei aquosa wird
erhalten, wenn das Kali curb. erst nach der cblatur der
Infwion zugesetzt wird, diese dam aufkocht, 84 Stunden
abaeben lhst und endlich, nachdem sie durch Wollenpapier jiltrirt, (je nach Bediirfniss) auf 3-6 Unzen haltende Q h e r fiillt.
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