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Die Bestandtheile des galizischen Petroleums.

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Die Bestandtheile des galizischen Petroleums.
767
Krankheitsformen : Ergotismus convulsivus und Ergotismus gangraenosus anzeigen.
Da im Jahre 1881 fiir Russland von neuem die Gefahr des
Ergotismus bestand, wurde eine Commission zur allseitigen Untersuchung der Mutterkomhge eingesetzt welche zu folgenden Resultaten kam:
1. Das Auftreten der Epidemic steht in keinem directen Verhdtniss zum Gehalte des Nutterkorns im Mehle;
2. es ist bisher nicht gelungen, sammtliche in verschiedenen
Ekgotismusepidemien beobachteten Erscheinungen auf experimentellem
Wege an Thieren durch Einfiihrung von Mutterkorn herbeizuftihren;
3. die Ergotismusepidemien sind stets unter Umsthden aufgetreten, welche eine Faulniss des Korns bedingen mussten ;
4. der faulende mutterkornhaltige Roggen wirkt offenbax nur in
gewissen Stadien seiner Zersetzung giftig ;
5. die verschiedenen Formen des Ergotismus kiinnen nicht
erkliirt werden durch die Quantitat des eingefiihrten Mutterkorns oder
durch die Dauer des Gebrauches.
Poehl) welcher Mitglied besagter Commission war, suchte die
Erkliimg auf chemischem Wege.
Reines Roggenmehl und auch mutterkornhaltiges wurde der
Einwirkung von Feuchtigkeit ausgesetzt wobei das mutterkornhdtige
Mehl schneller in den Fiulnisszustand iiberging. Im letzteren Mehle
konnten schon vor dem Auftreten des Faulnissgeruches Ptomaine
nachgewiesen werden. Bus den weiteren Untersuchungen ergab
sich, dass
1. Mutterkorn, wie auch Schimmelbildung unter gewissen Bedingungen peptische Wirkung auf die EiweisskGrper des Mehles ausiiben und den Faulnisszerfall derselben begiinstigen und dass letztercr
direct proportional der Peptonisation der Eiweisskiirper des Mehles ist ;
2. dass in den ersten Stadien der Faulniss der F&dnisszerfallder
Eiweisskijrper im Mutterkornmehl grijsser ist, als im Mehl mit
Schimmel oder im reinen Nehl.
Es geht aus Poehl's Untersuchung hervor, dass die Epidemie
des Ergotismus durch Gebrauch von faulendem Mehl mit Mutterkorngehalt bedingt wird und dass der grijsste Theil der basartigen
Erscheinungen dieser Krankheit den sich bildenden FIulnissalkaloiden
C. J .
zuzmchreiben ist. fBer. d. d. Chem. Qes. 16, 1975.)
)
)
Die Bestandtheile des galizischen Petroleums stellte
Br. Lachowicz fest.
Dasselbe enth5ilt eine ganze Reihe von
gesiittigten Kohlenwasserstoffen und zwar ist diese Reihe der Sumpfgashomologen der Hauptbestandtheil des galizischen Petroleums.
Dagegen entWt das galizische Petroleum die Kohlenwasserstoffe der
Aethylenreihe nicht. Von aromatischen Kohlenwasserstoffen wurden
4 nachgewiesen, nlmlich Benzol, Toluol , Isoxylol und Mesitylen.
768 Nachweis der freien Sohwefelsiiure etc. - Kenntn. d. Cochenillefarbstoffes.
Ausserdem enthat das galizische Petroleum gleich dem amerikanischen und kaukasischen noch die sogenannten Vreden'schen Kohlenwasserstoffe. Es wurde eine konstant bei 98 -100° iiberdestillirende Flussigkeit ausgeschieden, dieselbe bestand aus einem Heptan.
(fie6ig'g's An%. Chew. 200, 188.)
c. J.
Nachweis der freien Schwefelstlure neben schwefelsaurer Thonerde. -- Es ist fiir den Papierfabrikanten von grosser
wichtigkeit, die Anwesenheit van freier HZS04 zu canstatiren.
Dieselbe zerstijrt nicht nur das Ultramarin, sondern scheidet auch,
wenn in nennenswerthen Quantifaten vorhanden, aus dem Leim
feine Hwztheilchen aus, die im Papier als durchsichtige Flecken
erscheinen.
O s k a r M f i l l e r ' s Versuche haben ergeben, dass inter allen
behnnten Reactionen die der Methylorange nicht nur den sichersten Nachweis , sondern auch die quantitative Bestimmung der freien
Schwefelsaure neben schwefelsaurer Thonerde gestattet.
Methylorange ist ausserordentlich emphdlich gegen fieie Siiure,
wird aber durch reine neutrale schwefelsaure Thonerde nicht rosa,
sondern nur orange gefkrbt.
Zur quant. Bestimmung der freien Saure wurde dieselbe vom
Aluminiumsulfat kalt mit Alkohol ausgezogen, der Auszug verdampft,
mit H 2 0 aufgenommen und mit '/lo Norditzkali und -Skure
auf Rosa titrirt. fBer. d. d. chern. Qes. 16, 1991.j
C. J.
Zur Kenntniss des Cochenillefsrbstoffes. - Liebermann
und van Dorp erhielten durch Einwirkung von HgS04 auf Carmin
einen braunrothen Farbstoff, das Ruficoccin C 6H1O 0 6. Dieses lieferte
bei der Destillation mit Zinkstaub einen anthrwenWchen Kohlenwasserstoff der Formel C 16H1z.
Es ist H. Ffirth nunmehr gelungen, diesen Kohlenwasserstoff
sowohl aus dem chinonartigen Derivate des Carmins, dem Coccinin,
als auch aus dem Carmin selbst durch Behandlung mit Zinkstaub
zu erhalten.
Das Coccinin C1"H1205 entsteht beim Schmelzen von Carmin
mit IEHO. Bei der Desflation desselben mit Zinkstaub geht der
Kohenwasserstoff fiber und erstarrt zu griinlichen KryskdlbEttchen,
die durch Umkrystallisiren aus Aether, Alkohol und Benzol und
schliesslich durch Sublimation gereinigt werden.
Ace t y l v e r b i n du n g d e s C oc c i n i n s. Durch zweistiindige
Einwirkung von Acetylchlorid auf Coccinin im geschlossenen Rohre
bei looo entsteht ein Acetylproduct, das aus heissem Alkohol in
gelben ICrystiUchen sich ausscheidet, die durch wiederholte Krystallisation mit Hiilfe von etwas Thierkohle gereinigt werden kijnnen,
von der Formel C14H7(C2H3OZ)5. Der Kohlenwasserstoff Cl6H1*
kann auch direct ails Carmin erhalten werden, indem man dieses
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