close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Die Bestimmung des Zinks in der forensischen Analyse auf azidimetrischem Wege mit Hilfe von Membranfiltern.

код для вставкиСкачать
147
Wissenschaftlicher Teil.
165. Walther Awe:
Die Bestimmung des Zinks in der forensischen Analyse auf
azidimetrischern Wege mit Hilfe von Membranfiltern.
(Aus dem Pharmazeutisch-Chemiscilen Institut der Universitat Gottingen
[Prof. F e i s t]).
Eingegangen am 8. Februar 1927.
In den letzten Jahren sind wiederholt VoFschlage gemacht
worden, die Bestimmung \‘on Metallen bei Gegenwart organischer
Substanzen zu vereinfachenl) oder neue Methoden, die sich in der
quantitativen Analyse bewahrt haben, auf toxikologische UnterG
suchungen zu iibertragen2).
Im hiesigen Institute wird seit einer Reihe von Jahren das Zink
nach einer mafianalytischen Methode von G. J a n d e r und H. C.
S t u h 1m a n n 9 bestimmt. Sie beruht auf der Verwendung der
Membranfilter von R. Z s i g m o n d y und G. J a n d e r 4), wodurch
eine aufierordentliche Vereinfachung und Abkiirzung erreicht wird.
Schon friiher sind mafianalytische Zinkbestimmungen ausger
arbeitet worden; in der Abhandlung von G. J a n d e r und H. C .
S t u h 1 m a n n werden sie kritisch besprochen. Diesen ware noch
ein von E. R u p p 6 , angegebenes jodometrisches Verfahren anzufiigen.
Auf Veranlassung von Herrn Professor Dr. F e i s t liabe ich Vers
suche angestellt, die Methode von G. J a n d e r und H. C. S t u h 15
m a n n auf das toxikologischc Gebiet zu iibertragen, weil nach dem
heute am meisten verwendeten Verfahren6) eine solche Zinkbestim$
mung sehr zeitraubend ist. Es hat sich gezeigt, >dafiunter Verwenr
dung der azidimetrischen Membranfiltermethode eine toxikologische
Zinkbestimmung in etwa sechs Stunden ausgefiihrt werden kann, da
nur eine einmalige Fallung des Zinks notwendig ist.
Es wird iolgendermafien verfahren: Das zinkhaltige Material wird
mit SalzsPure und chlorsaurem Kalium zerstort und das iiber5
schiissige Chlor durrh einen Luftstrom (Saugpurnpe) entfernt. Nach
dem Filtrieren wird diz Fliissigkeit mit Natronlauge oder Ammoniak
alkalisch gemacht, wieder filtriert und dann mit Essigsaure schwach
angcsauert. Auf 200 g Flussigkeit werden etwa 10 g Natriumazetat
zugegeben und in die zum Sieden erhitzte Losung etwa eine Stunde
lang Schwefelwasserstoff eingeleitet. Nach weiterem einstiindigen
Stehen hat sich das Zinksulfid gut abgesetzt und laf3t sich ohne
-
F. v. B r u c h h a u s e n und C. P o m p , Bestimmung des Chroms,
,4pothek.~Ztg.9 (1925).
*) K. W i n t e r f e 1 d , Bestimmung des Antimons, Apothek.PZtg. 927
( 1926).
8 ) Zeitschr. f . analyt. Chem. 60, 289 (1921).
4) Zeitschr. f . analyt. Chem. 58, 241 (1919).
6 ) Ar. 241, 331 (1903).
6 ) J. G a d a m e r ,
Lehrbuch der chemischen Toxikologie, 2. Aufl.,
S. 242 (1924).
1)
10-
148
Bestimmung des Zinks in der forensischen Analyse
Schwierigkeiten auf einem weitporigen Membranfilter (3sSekundens
Filter)') sammeln. Der Niederschlag wird mit Schwefelwasserstoffs
wasser und dann mit Wasser ausgewaschen, bis dSe ablaufende
Flussigkeit saurefrei (Prufung rnit Lackmuspapier) ist. , Der
schwammige Niederschlag wird nun sofort mit Hilfe eines kleinen
Pinsels mit etwa 10 ccm Wasser vom Filter in einen Rundkolben
abgespritzt. Die Aufschwemmung wird fur je etwa 0.05 g metallisches
Zink mit 5 ccm n/aSalzsaure versetzt und eine Stunde lang am
Riickflufikiihler gekocht, wobei das Zinksulfid vollstandig in Losung
geht. Der Kiihler wird mit etwa 10 ccm Wasser ausgespiilt, die
vereinigte Flussigkeit durch ein Filter von 6 cm Durchmesser filtriert,
um den Schwefel zu entfernen, das Filter mit etwa 20 ccm Wasser
nachgewaschen, 2 bis 3 Tropfen Methylorangelosung hinzugegeben
und die iiberschiissige Saure mit nllo Lauge zurucktitriert. Nach
dieser Vorschrift wurden die in der folgenden Tabelle*) aufgefiihrten
Werte erhalten:
n / 2HC1 ist auf nf/ioHC1 umgerechnet.
1 ccm n/lo HCl = 0.014378 g [ZnS04
+ 7H,O] = 0.0032685 g Zn.
-
-
_
I
Vers
GeGe:
Vers
iraucht fundenc gebene
Nr. giftete Anzah Menge Menge
ZnSOl Zn SO,
hbstanz
.,:oc&
7H,C
7H2C
-+
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Mehl
Fleisch
Mehl
Fleisch
Fleisch
Mehl
Mehl
I
'
12.25
8.05
8.40
10.50
14.12
11.90
,4.17
0.1761
0.1156
0.1207
0.1509
0.2030
0.1711
0.05994
Gel
unden
+
0.1800
0.1110
0.1200
0.1500
0.2100
0.1800
0.0600
Zn
0.03432
0.04615
0.03410
0.04774
22.25
23.71
22.88
22.83
21.98
21.61
22.73
It O i 0
des
theore.
tischen
hGehaltes
:==22,7.10/")
-0.48
+ 0.98
+ 0.15
+ 0.10
-0.75
- 1.12
rt
0
Zahlt man die gefundenen Prozentzahlen zusammen und dividiert
durch 7, so ergibt sich: 157.99 : 7 = 22.57% Zn. Der theoretische
Zinkgehalt des Zinksulfats betragt 22.73 % , $0 dafi der Durchschnittss
fehler der angefuhrten Analysen sich auf - 0.16% belauft.
Beim Titrieren mu8 man den Indikator genau beobachten. Am
besten vergleicht man nach jeder Alkalizugabe mit einer Losung,
die einen Tropfen n/mSalzsiiure und 2 bis 3 Tropfen Methyloranges
losung in soviel Wasser enthalt, wie die Titrationsflussigkeit betragt.
Der Umschlag von Rot in Zwiebelrot ist mafigebend.
Die Methode ist, wie J a n d e r und S t u h 1 m a n n gefunden
habcn, mit zwei kleinen Fehlern behaftet, die sich aber gegenseitig
7, Die
Filter sind bei der Verkaufsstelle fur Laboratoriumsbedarf,
Gottingen, Chem. Institut, HospitalstraBe, zu haben.
*) Fur die Bestimmungen 1-4 danke ich Herrn cand. pharm. et chem.
B u h m a n n , die Analysen 5-7 wurden von toxikologischrquantitativ ars
beitenden Studierenden ausgefuhrt.
Uber ein merkwurdiges Blattrandstereoln
149
aufheben. Diese Fehler beruhen darauf, daij Spuren von Chlor:
wasserstoff sich verfluchtigen und daB Chlorzink durch Hydrolyse
Salzsaure bildet. Im ersteren FalIe tritt ein Salzsaureverlust, im
zweiten ein Salzsaurezuwachs ein. Der Verlust wird von J a n d e r
und verdunnteren
und S t u h I m a n n bei Verwendung von
Likungen zu etwa 0.1% angcgeben, ein Zuwachs durch Hydrolyse
macht sich erst bei Anwesenheit von 0.75 g Chlorzink bemerkbar.
Bei dem empfohlenen Verfahren liegt durch die Verdunnung etwa
n/,Salzsaure vor. Um bei dem einstundigen Kochen eine weitere
Konzentration und dadurch einen maglichen grofieren Salzsaures
verlust zu vermeiden, wurde Kochen am Ruckflufikuhler empfohlen.
166. W. Brandt:
Uber ein merkwiirdiges Blattrandstereom.
Eingegangen am 31. Januar 1927.
Die Xyridaceen sind eine kleine, nur zwei Gattungen umfassende
Familie der warmeren Teile der neuen Welt und gehoren zur Reihe der
Farinosae, Monocotyledoneae. Die Arten der Gattung Xyris, von
denen ubrigens nur ein Teil tin der Eingeborenenmedizin seines
Heimatlandes eine untergeordnete Rolle spielt, sind Pflanzen von bins
senahnlichem Habitus und haben ein kurzes Rhizom, dessen Zweige
dichtgedrangtc, schmallinealische Blatter und blattlose Blutenschafte
tragen. Die Blatter haben einen mehr oder weniger auffallig entj
wickelten Scheidenteil, der ohne Vermittlung eines Blattstieles in die
Spreite ubergeht, bei einigen Arten, so bei der hier besprochenen, ist
der Scheidenteil so kraftig entwickelt, so breit, dick und kurz, daB die
Gesamtheit der einem Rhizomtast ansitzenden Blattscheidenteile den
Eindruck einer Zwiebel macht. Bai allen XyrissArten, die ich gesehen
habe, arfolgt der Ubergang der Blattscheide in die Blattspreiite in der
in der Abbildung angedeuteten Waise: Die mehr oder weniger stengel.
umfassende Scheide wird schmaler und faltet sich in der Mittelrippe
so weit ein, dafi die Obers(Innen5)seite durch Verwachsung der beiden
BEatthalften allmahlich an Ausdehnung abnimmt und schliefilich vollig
verschwindet. Auf einem Querschnitt .durch den obersten Teil der
Scheide sind noch zwei ein schmales V bildende Reihen von GefaBs
bundeln zu erkennen, auf einem Querschnitt durch die Blattflache
sieht man nur noch eine Reihe parallellaufiger Gefafibundel. Da nun
die GefaBbiindel der Blatter stets so gelagert sind, dafi ihr Leptomteil
der Blattunterseite zugekehrt ist, da ferner die GefaBbundel der
XyriszBlatter je zur Halfte der rechten bzw. linken Blatthalfte ange:
horen, und Ida endlich die gesamte Epidermis der XyrissBlattspreiten
als untere Epidermis aufzufassen ist, so kehren mit Ausnahme der beis
den Ranldbundel die Gefafibiindlel iliren Leptomteil abwechselnd der
rechten bzw. linken Blattoberflache zu. Die XyrissArten htliben also
typisch reitende Blatter. Bei den mir vorliegeden Arten sind die
GefaDbundel der Spreite in ein reichlich durchluftetes Assimilations5
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
212 Кб
Теги
die, der, auf, mit, analyse, forensischen, zinky, bestimmung, membranfiltern, wege, hilfe, azidimetrischem, des, von
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа