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Die Borsure als Conservirungsmittel fUr Milch und Bier.

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Die n o r s h e als Conservirungslnittel fiir Milch nnd Bier.
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Zur Verhutung des Schin~melns der Dinte und mi die
Siiuerung des Starkekleistcrs auf lange Zeit hintanzuhalten,
bedarf es nur des Zusatzes von einigen Tropfen iitherischen
Senfols. -
Die Borsiiure als Conservirungsiiiittel fiir Milch m d
Bier.
Von D e m s e l b e n .
Bekanntlich ist der B o r a x als eiu Mittel exnpfohlen
worden, durch welches die Sauerung der Milch verlaiigsamt
werden kann. I m vorigen Jahre, 1870, ward die B o r s i i u r e
in Schweden unter dem Namen A s e p t i n in grossen Quantitiiten als Conservirungsniittel Kir Milch mit Erfolg verwendet und hat man dieselbe dort mit gleichem Erfolge zur Conservirung von Fleisch und, um die das iiussere Ansehen des
Fleisches schadigende Einwirkung des Eichenholzes der F"
asser
zu neutralisiren, ein Gemisch von gleichen Theilen Borsiiure
und Alaun angewendet und dieses unter dem Namen d o p 1)e 1t e s A s e p t i n in den Handel gebracht.
Als Zusatz zur Milch wurde von dem Verf. dieses durch
die Borsiiure folgendes Resultat erlangt.
I n zwei Pfund frisch gemolkener Milch w-urde am
26. Juni 1871 1 Grm. gepulverter Borsaure aufgeliist und
die Satte bei 10°B. Temperatur der Ruhe iiberlassen, gleichzeitig auch die in derselben Milchstube aufgestellte nicht mit
Borsaure versetzte Milch beobachtet.
Nach den in dem Zeitraume von 6 zu 6 Stunden vorgenommenen Untersuchungen zeigte sich erst nach 96 Stunden
eine sehr schwache Reaction auf Saure, nur erst ganz augcnscheinlich nach 120 Stunden. Bei der nicht mit Borsaure
versetzten Milch zeigte sich nach 36 Stunden die erste, nach
48 Stunden bereits starke Sjlurereaction. Die Rahma,usscheidung ging bei letzterer vie1 rascher und vollstandiger vor
sich, als bei ersterer, und war mit 84 Stunden vollstandig.
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1)ic Borsiiure als Conscrvirungsmittel fiir Milch imd Bier.
Die mit Borsiiure versetzte Milch schied dcn Rahm m i t ausserster Langsamkeit aus und bedeckte selbst nach Verlauf von
120 Stunden die Oberflache der Milch nur eine dunne Schicht
Rahm. Die Busscheidung an Rahm war keine vollstandige,
doch wurde eine weitere lieobachtung aufgegeben , weil die
Milch mit Rahmschicht einen sehr nierklichen Geruch nach
Zersetzung von sich gab, sich also der vollstandigen Unbrauchbarkeit naherte. Im Ucbrigen ist zu bemerken dass
dieser Versuch bei ciner Temperatur von durchschnittlich
10 Grad Reanmur vorgenommen wurde. Hiernacli diirfte die Borsaure als ein wirksames Conservirungsmittel fur Milch anzusprechen , abcr nicht geeignet
sein , die Rahniabscheidung ohne Sanerung. der Milch zu
ermoglichen. ")
Anf Grund dieses Experiments wurde ein gleicher Versuch mit B i e r angestellt und zu dem Ende am 7. Octb. 1871
in einer Weinflawhe voll am 30. Aug. gebrauten, vollstiindig
blanken Lagerbiers 1 Grm. gepulverter Borsiiure , dieselbe
Menge dieser Saure in einer gleich grossen Quantitat einfachen (oberglhrigen) am 2. Octbr. gebrauten gut ausgegohrnen
ebenfalls vollstandig blanken Bieres anfgelost und beide lose
verkorkte Flaschen bei
10,s" It. hingestellt. Beide Biere,
von blonder Farbe, zeigten v o r dem Zusatz der Borsiiure
eine schwache , meist, von Kohlensiiure herriihrende saure
Reaction, welche n a c h diesem Zusatz dieselbe blieb und auch
nach sieben Tagen nicht zugenommen hatte. Vom 14. Octbr.
bis zum 14. November wurden beide Flaschen, unter ofterem
14 und
1" R. schwanProbeziehen, in einer zwischen
kenden Temperatur aufbewahrt und waren beide Biere nach
Verlauf dieser Zeit opalescirend geworden j aber ungeachtet
wahrend dieser Zeit die Flasehen rim ein Sechstheil ihres Inhalts geleert worden und der lose Verschluss derselbe geblieben, hatte die Sauerung der Biere nicht wesentlich zugenom-
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*) Dieaer Versuch murde von Herrn Oberamtmann W e b e r Sondershausen angestellt.
Uchcr die Einrichtung und clcn Uctricii dcr Fabrik ctc.
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men, der Geschznack beider Yrohcn war nicht mehr frisrh,
aber ein sogenannter ,, Stich (' nicht benierlibar.
Am 14. Novbr. wurden bcide Flaschen in eincn fast stetig
140 R. warmen Raum iiberlragen, wo die Opalescenz des
Inhalts bald wieder JTerschwand und erst Ende des Nonats
waren beide Biere, nnd zwar das einfache Bier entechieden,
in einen untrinkharen Zustand iibergegangen.
Ob die Borsaure auch bei der Sommertemperatur, oder
der Wiirze des einfachen Bieres zugesetzt, gleich erhaltend
wirke, bleibt zu versuchen.
Ueber die Einrichtung und den Betrieb der Fabrik
fiir aufgeschlossenen Guano der Herren 0 h 1 e n d o r f f
und Go. in Hamburg.
Von D e m s e l b e n . * )
Die Fabrik liegt auf der von einem Canal durchschnittenen Elbinsel Steinwarder, deren Verbindung mit der Stadt
durch ein den Tag iiber unausgesetzt hin und her gehendes
kleines Dampfschiff vermittelt wird. Dieselbe ist meist von
Arbeitern , Handwerkern und Victualienhiindlern bewohnt,
sonst mit Schiffswerften, unter denen das Trocken - Dock der
Herren G o d d e f r o y und deren Werft fir den Bau eiserner
Schiffe besonders bemerkenswerth , Spiritus - und Petroleum Lagern und Fabriken bedeckt, von denen die der Herren
O h l e n d o r f f & Co., das erste und grosste derartige Etablissement auf dem Continent, die erste Stelle einnimmt.
Weitlaufige, massive Gebiiude beherbergen die grosse Fabrik,
in der die zur Aufschliessung des Guano erforderliche Schwefelsiiure erzeugt wird, und zwar wird dieselbe nach drei
*) Als Separatabdruck aus den Verhandlungen dea Vereins zur Befiirderung der Landwirthschaft zu Sondershausen, vom Herrn Verf. crhalten.
H. L
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