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Die CarnaUbapalme.

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Dic Cnmaubapalme.
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Die Asclie besteht zur IIalfte aus in Wasser Ioslichen
Salzen. n a nun 100 Pfund Wurzeln 16,51 Procent Mehl
geben, so wurden 500 0 - B r a s s e n (24,2 Are), mit Aypim
bepflanzt, 4 9 5 3 Yfund, oder 2273,7 Xilogramm Neb1 geben.
Der Ertrag einer Fliiche Landes an Mandioka- Wurzeln Jatropha manihot, Cassava, ist nohczu derselbe, wie beim Aypim;
die Wurzel der Mandioka besteht in 100 Theilen aus:
13,63 Proccnt Jlehl,
61,70
,, WaHser,
23,49
,, Easerstoff,
1,lS
,, Asche.
Dio Asche begteht ebcnfalls aus in Wasser liislichen Substanzen iiber die Halfte. - Da nun 100 Pfund Wurzeln
13,63 Procent Mehl enthalten, SO wiirden 500 0-Brassen
( 2 4 2 Are), mit Nandiok bepflanzt, 4089 P f h d , oder 1880
Kilogramm Mehl geben. Sowohl bcim Aypim, als bei der
Mandioka ist vorausgesetzt, dass die Wurzeln auf gutem Boden
gewachsen sind nnd nicht an lehmigen steilen Bergen ; bei
in solcher Lage gewachsenen Wurzeln stellt sich der ganze
Ertrag um ein Drittel niedriger. Die iibrigen, hier in der
Colonie gebauten Knollengcwachse werde ich im Laufe dieses
Jahres einer gleichen Un tersuchung unterwerfen und dann die
gcwonnencn Resultate denen gern mittheilen, die sich fur
dergleichen Untersuchungen interessiren.
Colonie Blumenau in Siidbradien, August 1866.
W Eberhnd, Dr. phil.
(Agionomische Zeituxy). Hirschbny.
Die Carnaiibrrpalme.
In einem Aufsatze ,,die Rohstoffe und Fabrikate aus Palmen
auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1867" theilt Prof.
Ih. MU n t e r aus Greifswald auch iiber diese wachsliefernde
Palme interessante Einzelnheiten mit. Man hatte ihren Produkten eine eigene Abtheilung gowidmet, die Lusserlich durch
zwei , in Form griinender I'almenstlmme aufgeputzte Saden
von den ubrigcn brasilianischen Rohstoffen abgegrenzt War ;
ihren Produktcn war eine Schrift D e 31 a c e d o ' s beigegeben,
welche sich nicht nur iiber die Produkte der Carnaiiba-Palme
verbreitet, sondern such deren Stellung im System und deren
Benennung bespricht. Each 2) e X a c e d o hat bereits A r r u d a
in seinen ,,Memoires sur la botanique" die betreffende Palme
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960
Die Carnaiibapalme.
mit dem Namen C o r y p h a c e r i f e r a belegt und sie zur
6. Linnk'schen Klasse, 1. Ordnung gebracht. 1 8 1 9 habe ihr
der ,,intrhpide et cBEbre voyageur hotaniste Mons. d e M a r t i u s " den Namen C o p e r n i c i a c e r i f e r a gegeben und
somit sei es wohl nur recht und billig, zu Ehren des bereits
1810 gestorbenen Botanikers J l a n u e l A r r u d a C a m a r a
die Carnaubapalme hinfort A r r u d a r i a c e r i f A r a D e N a c e d o z n ncnnen.
Aus einer von Dr. T h e b e r g e 1855 dem Vcrf. im
JIanuscript ubergehenen und in der Schrift dcs letzteren
abgedrucktcn Beschreibung dcr ganzen I'flanze wird angefuhrt, dass die in1 reifen Ziistaiidc fast schwarze, siissschmeckende Frncht , kurz vor dcr Reife getrocknet und
gerostet werdc, um als S u r r o g a t f u r K a f f e e 211 dienen,
wie ihm atis seiner Pensionatszeit bei Abbe Araiijo Costa zii
Boa-esperanqa noch sehr wohl in Erinnerung sei. Die Terminalknospe licfere eincn delicaten Kohl (Palmito), sobald aber
die 6 his 8 endstandigcn hellgelhen Rliitter sich zii entwickeln bcginnen, schwitzten dicselben einc trockene grauliche,' pulvrige Suhstanz a u s , das v e g e t a b i l i s c h e W a c h s
(C a r n a ii b a w a c h s), welches r o n den hinrcichend entfalt,eten Blattcrn schon durch eine Tom Winde hervorgebrachte
Bewegung zum Abstiiuben gebracht werden kiinne.
Der fast r u d e und gerade Stamm, von 6 bie 8 Reihen
spiralig gestelker Blattstielreste bedeckt , sei vornehmlich
durch Luftwurzeln getragen, die in weitem Umkreise den
Stamm unigeben und von den Eingeborenen an Gtclle der
FalRaparilla gegcn Hautkrankhciten und syphilitischc Affectionen verwendet wiirden. Die Carnaiibapalme liebe sandige
Flussufer und saline Lagunenrintler der l'rovinzen Kio G rande
do h'orte , Parahiba, Pernanibuco, Piauhi und besonders der
Provinz C e a r & ; doch ertragc sie auch ohne Schaden langandauernde Trockenheit , wiilucnd urn sie herurn allcs Lebcn
crsterbe , und gleiche hierin der A t t a 1 e a h 11 m i 1i s 11 a r t.,
C o c o s s c h i z o p h y l l a X a r t . und gewissermasscn den Coniferen Europa's.
Die Zeit der ,,sccca grande" benutzten n u n die Rewohner jener Provinzen, um das im Anfange dieses Jahrhunderts
von N a n o e l A n t o n i o d e M a c e d o zu Ccarii zuerst entdeckte C a r n a ii b a w a c h s zu gewinncn, m l c h e s r o m G-rafen
von GalvCas an Lord Granrille gesandt, am 9. hIai 1811
durch Williani Thomas Rrnnd dcr Royal Socicty von London
vorgelegt und durch cin Jldmoire illnstrirt worden sei. Nach
einer 1854 von Ch. G c r h a r d t (im 11. Th. seines Trait6 de
Die Carnrubapalme.
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chiniie organique p. 914) gcgcbenen Analyse uon L Q w y
bestche dicscs Carnaiibawachs HIIS C = 80,36, H = 13,07 und
0 = 6,57, glciche somit dem Bicncnwachse im hohen Grade
und eignc sich daher auch zur Xerzcnfabrikation. - In der
That war die Verwendung des gelblich hcllgriinen, sehr harten Wachses zu Kerzen vielfach auf der Ausstellong nachgewicsen. Der Vcrf. giebt nun einen Auszng aus der Statistik der Provinz Cearit vom Senator Pompeo und weist
nach, dass der Export des Carnaubawachses aus dem Hafen
von Cearb seit den Jahren 1851-1852
von 1088 Kilogrammen bis 1859 -1860 allmiilig auf 68096 Kilogramme
im Wcrthe iron 84289 Francs 81 Centimes gestiegcn ist, wahrend der Export aus dem Hafen d'Aracati 1857 18.58 sich auf 562,160 Kilogr. ini Werthe von 951,384 Frs.
57 Cent. belnufen habc, und bereclinet hicraus, dass die jahrlichc Produktion an vegctabilischem Wachs sich im Ganzen
auf 2,000,000 Kilogr. im Werthe von 3,750,037 Francs betrlgt.
Die Blatternte findet wihrend der 6 troclteneii Nonate,
2 Xal monatlich B 8 Blatk statt, so dass jeder Baum durchschnittlich 96 Blatter liefert. Nach M. C. F. d e L i m a ,
einem Grundbesitzer in Cearit, geben 500 HlBtter von gutem
Boden 1 6 Kilogr. Wachs ; von schlechtem Boden gchorten
aber zur hbgabe einer gleichen Nenge Wachs 1200 Blatter
(durchschnittlich also 800 Blatter); d. h. 6,75 Gramxne pro
Blatt oder 1 Kilogr. 807 per Baiim, von denen jeder somit
eine Jahrcsrevenue von 1 Franc 75 Cent. gcbe.
Die abgcschnittencn jungcn Blatter (deren c i n Xann
taglich 1000 Stuck liefern kann), werden behufs Gewinnung
des Wachses rcihenweise, mit der inneren Seite nach dem
Boden gewendet ncben einandergelegt, 4 Tage lang an der
S o m e getrocknet, dann auf cincm grossen Laken ubereinander gehauft und mittelst eines Stockes so lange geklopft, his
alle Wachsbliittchen von der Oberfiiche der Blatter abgelost
sind , die dann cinf'ach gesammelt , gercinigt und iibcr Peuer
in Kesscln zusammen gcschmolzen werden. Die Blatter selbst
dienen als Hrennmaterial. Arisserdern aber beriutze man die
vollig entwickelten Bliitter dcr Carnaubapalme zur Hcrstcllung s c h m a l e r S t r e i f ' e n b e l i u f s d c r K o r b f l e c h t e r e i ,
H u t f a b r i k a t i o n u. 8. w. (wovon bereits fur 24000 Francs
von Aracati aus exportirt wurden), odcr auch zur Herstellung
von f e i n e r e n F a d e n ( t u c u n i ) , welche zu Stricken, Seilen, Netzen, Hangematten 11. dcrgl. ihre Verw-endung finden
und von denen bereits 1862 fiir 29,560,295 Francs exportirt
worden seien. Schliesslich crwahnt der Verf., dase die trock-
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LiLhcn csculentus Pallcis
nen Hlfitter auch direct zur D a c h b c d e c l i u n g benritzt wcrden und nicht nur ihrcr Leichtigkeit und Elcgani , bondern
auch urn ihrer Dauerhaftiglccit willen alle Hcachtung verdienten.
Aus den verbrannten Rliittern gewinne man eine namhafte Menge P o t t a s c h e , die der Seifenfabrikation zu Gute
kame.
Das durch Harte und Scltonheit ausgezeichncte S t a m n i h o l z , welchcs cine gutc Polititr annimmt und daher zu
Tischlerarbciten viele Verwcndung findet , besitzt braunruthliche, seltener echwarzlich gefarbte, zerstreut stehende GeTdssbiindel. Auch das zwischen den letztercn abefindliche Markparenchym ist ziemlich dickwandig und bildct auch ~einerseits
ein kraftigcs Widerstandsmittel gcgcn die Angriffe der Insekten. Zu Zinimerholz ist das Carnaiibaholz jedoch nur dann
zit verwenden, wann es nicht der frcien Luft ausgesctzt ist,
widrigenfalls es aonst schon in 10.- 1 2 Jahrcn zerfillt. In1
Meerwasser ist CR fast unzerstorbar iind wird daher gern zit
Pumpenrohren , Pallisaden 11. 8. w. verwendet; arich cignet es
sich zur Anfertigung musiltalischer Instrumente.
Endlich finden auch die B 1a t t s t i e 1e in der Gartnerei
als Zaunmatcrial rind zu Pfahlen ihre angemessene Verwendung.
N c h t mit Unrccht nennt daher 31a n o e 1 D i a z , der Verfasser
des vortrefflichen Special - Catalogs der brasilianischen Ausbtellung, die Carnaubapalme eincn ,,arbre universe1 par excellence. '' (Regrnsbuyger E l o ~ a ,1868. Nv. 2. S. 44 -46.).*)
H. L.
Lichen esculentns Ysllas.
Ueber den natiirlichen Standort dieser Yflanze gingen
seither die Ansichten auscinander ; nach A. von K r c m p e 1h u b e r ist sie eine Stcinflechte und gehort in Massalongo's
Gattung Pachyospora. Allein da diese auf' die schwer bcstiuimbare Grosse der Sporen hegriindet ist, 60 verweist sie K. zu
Lecanora; da ferner Pallas' Diagnose nur auf eine \'arktat
*) P. B e r a r d hat den Schmelzpunkt dcs Carnaubawacbs (Carnahubawachs) zu 84°C. bestininit nnd gefunden dass Alkokol tius ihm ahnlich
wie aus dcm 13ienenwachs Cc I o t i n s a u r e auszieht ; dus darin Uiiliisliche
giebt beim Verseifen cincn festcn krystnllivirbaren bei etwa 8S0C. schmelzenden Wachsalkohol, dcr yon den bis jctzt bekannten Stoffrn dieser Art
vcrschiedcn zu Bein scheint. Die aus der Seife abgeschiedenc fette Siure
ECbmfiZt bei ctwa 75OC. (Bull. aoc. chin. 9,41, Zcitschr. f. Clrem. 1868,
17. Jlmi).
H.I;.
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