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Die Chemie der natUrlichen Alkaloide von Prof. Dr. Gertrud Woker Universitt Bern. Mit besonderer BerUcksichtigung ihrer Biogenese. В Э Zwei Hlften. В Э

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Bd. 206.150
1953, Nr. 10
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schaltung storender Gruppen nicht erforderlich macht. So erhalt man z. B. beim
Terpineol, Terpenylazetat, Geraniol und Linalool befriedigende Werte, wenn nur
die Losungen 3 und 4 bzw. Losung 4 unter Zusatz e k e s Tropfens Pyridin zur Anwendung kommen. In anderen Fallen scheint aus noch nicht geklarten Grunden
die Portlassung von Losung 1,welche Hydroxylamin enthiilt, zu einer wesentlichen
Verhngerung der Reaktionsdauer oder zu Unterwerten zu fuhren. Es mu13 daher
der Praxis uberlassen bleiben, zu entscheiden, wo eine Abwandlung des beschriebenen Verfahrens zweckmiifiig iat.
Die chemische Pabrik Dr. Theodor Schuchardt, Munchen, Ainmillerstralle 25, hat
sich bereit erklart, die fur die Durchfuhrung des Verfahrens notwendigen Praparate
- Pyridinmethylbromid und Pyridinmethylbromid-dibromid- zu liefern.
Friulein Ruth K u n a d , die das Verfahren in zahlreichen Fallen nachgepruft hat,
danken wir auch a n dieser Stelle fiir ihre sehr sorgfaltige Mithilfe.
BUCHB€SPR€CHUNG€N
Giift- und Arzneipflanzen von Mittelenropa. Von Otto Cepner. 2. vollig neu bearb. und
stark erweit. Auflage. XII, 804 Seiten u. 128 ganzseit. Kdr.-Tafeln. Heidelberg 1953:
Carl Winter Universitciteverlag. Geb. DM 32.-.
Die zweite Auflage des Werkes aus der Feder des Pharmakologen Otto Gepner erscheint
in vollig neu bearbeiteter und stark erweiterter Form.
Es behandelt die Pflanzen Mitteleuropas, die ah Gift- und Anneipflanzen eine Bedeutung haben.
Nach der botanischen Beschreibung werden die Hauptwirkstoffe aufgefiihrt und die
pharmakologischen Wirkungen, sowie bei den starkwirkenden Pflanzen Vergiftungen und
den Vergiftungserscheinungenrnit ihrem Ablaufen in eingehender Weise geschildert. Die
Prognoee der Vergiftungen und die Anwendung in der Heilkunde schlieBen sich an.
Man mu5 dem Verfasser dankbar sein fiir die ungeheure Arbeit, die rnit dem Sammeln
und der kritischen Sichtung des gewaltigen Materials verbunden war. Die Pflanzenheilkunde insbesondere wird die Leistung des Verfassers besonders begriiBen und darf mit
Genugtuung die Erwartung hegen, daB sie durch dieses Werk eine erhebliche Bereicherung
erfahren wird. Daneben wird der Pharmazeut und Chemiker, der sich in chemischer Hinsicht mit der Erforschung der Inhaltsstoffe der Heil- und Giftpflanzen beschiiftigen will,
die Anregung in hohem MaBe empfinden, die dieses Werk auf jeder Seite zu vermitteln
vermag.
AbschlieBend darf ich es nicht unterlassen, die verlegerische Leistung eines Buches zu
wiirdigen, die wirkliche Hochachtung abnotigt, wenn man bedenkt, drtB ein Werk von
804 Seiten mit 128 ausgezeichneten farbigen Bildtafeln iiber Pilze und Heilpflanzen zu
einem so miiBigen Preiee hemusgebracht werden kann.
v. Rruchhausen
Die Chemie der natiirliehen Alkaloide von Prof. Dr. GertrucE Woker, Universitat Bern.
Mit besonderer Beriicksichtigung ihrer Biogenese.) - Zwei Hilften. E r s t e Hiilfte: 448 Seiten. Stuttgart 1953: FerdinandEnke Verlag. Geheftet DM78.--.
Die zweite Hiilfte erscheint voraussichtlich Ende 1953.
In dem Werke von Qertrud Woker,dessen erste Halfte vorliegt, werden eine Reihe von
Alkaloiden nach einer eigenartigen Einteilung, die wohl bedingt ist durch die gegenuber
anderen Werken besonders stark betonte Biogenese der Alkaloide, besprochen. Das Buch
beschreibt die geschichtliche Entwicklung der Alkaloidchemie und die Aufkliirung der
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Arcbir dsr
Pharmazie
Buchbeaprechungen
Struktur der Alkaloide in einer epischen Breite, die man als zu weitgehend empfinden
kann. Die Vbersichtlichkeit leidet daduroh, die auch des weiteren durch die ausgiebigen
Hinweise unter dem Strich - ich meine nicht die Literatunitate - erschwert ist. GemiiB
dem Untertitel ,,Mit besonderer Beriioksichtigung d e r Biogenese" nimmt diese
einen besonders breiten Raum ein. Diese biogenetischen Erwiigungen iiber den Aufbau
der Naturstoffe und der Alkaloide sind besonders reizvoll; aber gerade hier wird man
den Gedankengangender Verfasserin in vielen Fiillen nicht folgen konnen. Andere Autoren
haben auf dicsem Gebiete im wesentlichen Reaktionen bevorzugt, die dem Chemiker auch
im Laboratorium gelingen, hier wird postuliert, da13 die Pflanze Reaktionen durchzufiihren vermag, die dem Chemiker unwahrscheinlich erscheinen. Mit Wasserstoff- und
Hydroxylverschiebungen mit Dismutationen und Verwendung des Einkohlenstoffsystems
des tautomeren Formaldehyds lassen sich biogenetische Formelbilder herrichten, die in&asen lediglich spekulativer Natur sind. So wird man der Biogenese des Chmuclidinringes aus dem Nikotin wohl Bedenken entgegen bringen diirfen.
Hinweisen mochte ich auf die veraltete Schreibweise und Bezeichnung der Betaine als
Ringformeln. Auch sollte man den heutigen Anschauungen iiber den grundlegenden
Hofmannschen Abbau mehr Rechnung tragen. So wird beim Hofmann-Abbau des Muskarim eine andere Zwischenstufe, als angegeben, durchschritten werden miissen, da das
Endprodukt optisch aktiv, die angegebene Zwischenstufe jedoch optisch inaktiv kt.
Beim Abbau von Alkaminen muB mit der Bildung von Epoxyden ale Zwischenprodukt
gerechnet werden, die diese aufgezeigten Schwierigkeiten vermeidet und bei der Aufspaltung die optisch aktive Dioxysiiure geben kann.
Trotz dieser Anstiinde halB ich das Buch der Beachtung wert, da es in ausgedehntem
MaBe auf iiltere Untersuchungen aufmerksam macht, die ein recht grodee Interesse verv. Bruchhausen
dienen.
Schwefelorganische Verbindungen nnd ihre Verwendnng In der Therapie von Horst
Herbst. 193 Seiten, 2 Abb. Leipzig 1963: Verlag Akademische Verlagsgesellschaft Geeat
& Portig K.-G. Gttb. DM 14.-.
Die Schwefelchemie hat fiir die Therapie der Gegenwart besondere Bedeutung. Eine
Monographie wie die vorliegende, die einen Literaturiiberblick gewiihrt, der 1676 Zitate
bis zum Jahre 1951 mit dem Schwergewicht auf der Zeit nach 1946 anfiihrt, ist deshalb
nicht nur fur denjenigen von Wert, den die Chemie dieser Korperklasse besonders interessiert, sondern auch ftir den praktischen Apotheker, der den Fortschritten seiner Wissenschaften zu folgen bemiiht ist. Die Arzneistoffe, die in dem Buch besprochen werden, sind
gr6Btenteils allgemein bekannt, es sei nur erinnert an Sulfonamide, Penicilline, Tyreoshtika, Thiosemikarbazone, Thiohamtoffe, Plienothiazine, einige Vitamine usw. Von
allen Substanzen wird Entdeckung, Konstitutionsaufkliirung, Synthese, analytische Mogliohkeiten, Indikationen, klinische Erfahrungen usw. eingehend dargestellt. Durch dieee
Vielseitigkeit des Stoffes, der iibersichtlich gegliedert ist, gewahrleistet das Buch eine
anregende Lektiire.
Wolfgang Schneider
Abgeachlossen am 16. Dezember 1953
Verantwortlich far die Rerinktion: Prof. Dr. Fr. v. Bruchhrusen, Braunechmelg, Pharm.-chcm. Inetltut
Copyright 1063
der Technlschrn IIochschule; fIlr den Anzelgenteil: W. Thlel, \Vclrrlic!ni/Dergstr.
by Verlag Chemie, GmbII. (Oeschiiftsrilhrer Eduard Kreuzhagc), Welnhelm/Brrgstr. Prlnted In Qermany.
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111/~8/~27/EB/Z
046.
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