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Die Elemente der Pharmacie. Dritter Theil. Zoologie. Bearbeitet von Prof. Dr. G. Jaeger. Leipzig Ernst Guenther's Verlag 1874

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Biicherachau.
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Die Elemente der Pharmacie. D r i t t e r Theil. Zoologie.
Bearbeitet von Prof. Dr. G. Jaeger. Leipzig, E r n s t
Guenther’s V e r l a g 1874.
Dae vorliegende Werk zerfbllt seinem Inhalte nach in zwei Theile:
einen allgemeincn und cincn specicllen. Bcsonders der erstere Theil muss
mit Frcudcn begriisst werden, da in ihm gcrade Gegenitiindc behandelt
sind, die in dcn meisten Lehrbiichcrn der angcwandten Zoologie kaum
eine, und wenn, so doch sehr wenig geniigende Beriicksichtigung finden.
Es gchoren hierher die zoochemischen, morphologischen und physiologischen Vcrhaltnisse des Thierkorpers, durch deren Verstandniss erst ein
wirklich nutzbringendes Studium der zoologiachen Systematik moglich ist.
Der erste Abschnitt handelt von der Substanz dea Thierkorpers, und umfaast das Gebiet der Zoochemie. Es sind hicr vom Verfasser in kurzer,
doch anachaulichcr und iibersichtlicher Wcise die fur den thierischen Organismus wichtigsten Stoffe angcfuhrt, sowie ihre Bezcichnungen, soweit
dies iiberhaupt bekannt ist , innerhalb deeselben klar gelegt.
Der eweite Abschnitt umfasst die zoologische Morphologie. Der Verfasser geht vom cinfachen Protoplasma aus, auf dessen Organisation die
Lebenserscheinungen beruhen, welche entweder physikalischer oder chemischer Natur sind. Naturgemass reihen sich an das Protoplasma die niedersten Organismen, wie Nonereq und Amoben an, bei denan j a kaam noch
von einer DXerenzirung dcs Protoplasmas gesprochcn werden kann, wenigstens nicht von einer solchen, die wahrnehmbar ist. Von diesen formlosen, wenn such immcrhin bercits individualisirten Protoplasmabildungen
lcitet sich dann durch centrale Verdichtung dcrselben, d. h. durch Bildung
eines Kernes, die Zelle ab. Die fur den thierischen Organismus nur eine
untergeordnete Bcdeutung besitzende Zellhaut , sowie die iibrigen wesentlichen und mehr zufdligen Bestandtheile der Zelle werden dann erlautert,
worauf die Gestalt und Vermehrung der Zcllcn besprochen wird. Es wiirde
uns zu wcit fuhren, wenn wir in dieser Weise ein Extract dcs Inhaltes,
besonders diescs Theilcs, gcben wiirden, und wird au8 dem Gesagten hervorgehcn, dass der Verfasser in den einfachsten Verhaltnissen zu den
hoheren und mehr complicirten aufsteigt, i n richtiger Erkenntniss , dais
nnr so dss Material ftir das Verstiindniss der letztern gcgeben werden
kann. Dieselbe Methode ist im dritten Abschnitte befolgt, welcher die Zoophysiologie enthalt. Ton dcr Physiologie des Protoplasmas und den rein
protoplasmatischen Organismen an bis zur Klarlegung der Descendenzlehre
ist hier AIles enthalten, was von hervorragendern Interesse in dicsem
Gebiete vorhanden ist. Nach einer auf der Basis der neueren Anschtluung
stehenden sya-schen
Zusammenstellung der Thierklaeien, welcher cine
knrze Charakterirdk jeder eineelnen beigefugt ist, folgt der speciellc Tbeil
dea Werke5. Daeselbe ist i n der Weise angeordnet, dass sein erstcr Abschnitt sogenannte pharmaceutische Thiere enthalt, der eweite die Materialzerstorer, der dritte die giftigen Thiere und der vierte dic menschlichen
Parasiten. Urn dem zweiten nnd vierten Abschnitte keine ubermassige
Ausdehnnng zu gcben, hat sich der Verfasaer auf die niitteleuropiische
Fauna beschriinkt. Die Bchandlung der einzelnen Thiere, welche hierher
gehoren , nmfasst sowohl ihre morphologischen wie systematischen Verhaltniese, and natiirlich gmz beaonders ansfiuhrlich solche Stoffe, die von
ihnen abstammen, und irgcnd welche Verwendung in der pharmaceutischen
Praxis finden. E s hat sich der Verfasser hierbei soger oft nicht die
Miihe verdrieasen lassen , manchcs obsolet gewordenen Gegcnstandea zu
gedenken, wohl in der nicht m tadelnden Aneicht, deas ihnen dennoch
e h e gewisse historische Bedeutung sukomme. Das Verstiindniss des gancen
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Biicherschau.
Werkcs wird noch durch eahlreichc, in den Text gedruckte Holzschnitte
wesentlich gefordert. Ziehen wir cin Gesammturtheil aus dem vorliegenden Werke, so erwachst uns die angenehme Pflicht, dem Verfasser das
Zugestandniss zu machcn, dass auch das vorliegende Werk seinem ancrkannten Ruf als hervorragendem Zoologen cntspricht, und konnen wir nur
mit dem Wunschc schliessen, dass es in der pharmaceutischen Welt moglichst weite Verbreitung finde, da geradc hier das in vorliegcndem Werke
behandelte Gebiet in arger Weise vernachlassigt zu werden paegt. '
J e n a , Nov. 1874.
Dr. Kayser.
Chemische Toxicologie. A n l e i t n n g z u r chemischen
E r m i t t e l u n g d c r G i f t e von Dr. F. Mohr. B r a u n s c h w e i g b e i F r i e d r i c h V i e w e g u n d S o h n 1874.
Das vorliegende Werk zerfallt in zwei Theile, YOU denen der erste
einleitender Natur ist, der andre die in das Gebiet der Toxicologie gehorenden Stoffe behandelt. In der Einleitung wird die Stellung des gerichtlichen Chemikers klar gelegt, und sind fur ihn sehr schatsenswerthe Andeutungen und Ausfihrungen gcgeben , die sonst nur durch langjahrige
Praxis selbst gesammelt werden konnen, und ist es gewias gerade hier
fur den Chemiker eehr wichtig , erzielte Vorschlage und zuverlassigen
Rath zu finden. Die einzelnen Arbeiten, die in einem gerichtlich chemischen Unterauchungsfalle vorkommcn kiinnen, sind vom Verfasser in leicht
verstiindlicher und praciser Form besprochen, so dass wohl kaum jemals
der Untersuchende irgend wie zweifelhaft bleiben, oder in unrichtiges
Arbeiten verfallen kann. Was zuletzt gesagt ist, besieht sich natiirlich
auch auf den speciellen Theil, wo allerdings auch Elarheit und Prabision
im allerhochsten Maase nothwendig sind. So weit sie bekannt ist, be5ndet
sich bei der Charakteristik ekes jeden giftigen Stoffes eine Darlegung
ihrer Wirkungsweise auf den Organismus. Es ware vielleicht nicht iiberfliissig gewesen, im Anschluss hieran, bei jeden Gifte kurz die wichtigsten
Antidote anzufiihren,' da der im allgemeinen Theile des Werkes sich auf
Gegengifte bezichende Abschnitt auch nur allgemeine Betrachtungen hieriiher enthalt. Selbstverstilndliih h d e n ausser den metalliachen Giften auch
die Alkaloyde gcniigende Beriicksichtigung. Bei letzteren besonders wiirde
es die Brauchbarkeit des Werkes noch erhoht haben, wenn der physiologischen Versuche i n etwaa umfassender Weise gedacht ware, d s nnr durch
sie leider nur zu oft die wichtigsten Indicien erhalten werden kb'nnen.
Im Ganzen bietet das vorliegende Werk eine dankenswerthe Vcrmehrung der einschliigigen Litteratur , und empfiehlt sich durch gefallige
Ausstattung und das Verstandniss wesentlich erleichternde Holzschnitte.
J e n a , Nov. 1874.
Dr. Kkyser.
Halle, Buchdruckerei dee Waisenhaueos.
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