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Die Hygieine deren Studium und AusUbung von Eduard Reich. WUrzburg. A. Stuber. 1874. gr. 8. XII. 72

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Btcherschau.
1)a die Methoden zur Bestimmung des specifischen Gewichtes recht ausfuhrlich behandelt sind, so hatte auch der Glaschen Erwahnung geschehen
konnen, welche statt des Stiipsels mit einem in eine Spitzc ausgezogenen,
ciiigeschliffenen Stiickchen Glasrohr verseheu sind.
Die zahlrriehen Holzschnitte sind sehr instructiv und gut ausgefuhrt,
nur hatte ich gewunscht, dilss bei Destillationen au8 dem Kolben auch
auf Kolben mit eingeschniirtem Halse aufmerksam gemacht ware.
In dem Verzeichniss der Arzneimittel des dritten Abschnittcs finden
wir viele intcressante Angaben, so dass dcr Zweck des Verfassers, das
Werk auch Geiibteren niitzlich zu machen, vollstandig erfeicht wird. Rei
vielen Mitteln werden versc:hiedene Store, welche Zersetzung hcrvormfen,
namhaft gemacht ; bei Ammonium chloratum ferratum nur Gerbstoff. Bei
Ammonium chloratnm biitte vielleicht dcr Entstehung kohlensauren Ammoniacs gedacht werden konnen, wenn es gleichzeitig mit Tinctura Rhei
aquosa verordnet wird.
Sicher wird das Werk bei Lehrenden und Lernenden die verdiente
freundliche Aufnahme finden.
B i s s e n d o r f , Marz 1874.
R. Kemper.
D i e H y g i e i n e , d e r e n S t u d i u m u n d A u s i i b u n g von
Eduerd Reich. kviirzborg. A. Stuber. 1874. gr. 8. XII. 72.
Die Hygieine ist eine Wissenschaft von verhaltnissmassig neuem
Datum und hat erst in der Neuzeit den ihrer Bedeutung angemessenen
Ylatz erhnlten. D a m beigetragen zu haben ist ein Hauptverdienst des
Verf., der zuerst die Hygieine von philosophisch ethischem Standpunkte
suffasste und in diesem Sinne ihre Behandlung anbahnte. Das vorliegende, ansprechend ausgestattete Werk kann als eine Propadeutik und a l s
eine Einleitung zu des Verf. ,,System der Hygieine" (2 Bde. Leipzig bci
Priedr. Pleischer) betrachtet werden.
Der Verf. fasst die Hygieine auf als ,,die Philosophie, Wissenschaft
nnd Kunst des normalen Lcbens" ; desshalh ist sie nicht gleichbedeutend mit
Experimental Physiolngie und Experimental Chemie, sondern diesc bciden sind in demselben Masse Hilfswissenschaften der Hygieine, i n welchem
die Moralphilosophie, die socialen Wiasenschaftcn, Statistik, Anthropologie,
Krankheitslehre und andere Wissenszweige es sind. Darum muss die
Hygieine a l s G a n z e 8 cultivirt und vou den Moralisten, Padagogen,
Politikern und Aereten gleichmassig angeeignet werden.
Zu den Hilfswissenschaften der Hygieine gehort die A n t h r o p o l o g i c
(namentlieh die pbysiologische und philosophische); die b e t i o l o g i e d er
K r a n k h e i t e n , d i e s o c i a 1 e n W i s s e n s c h a f t e n (Nationaloconomie
..das wissenschaftliche System der Selbstsucht ," so weit sie versittlichte
Volkswirthschaft ist; Politik ; 13evolkerungslchre; Pflcge der Wohlthiitigkeit in Armenhausern, Hospitllern, W:iisenhausern, Besscrungsanstalten
11. s. w.; Polizeiwissenscbaft), die M o r a l (die Moral der Liebe, nicht die
Moral der Vergeltung), die E r a i e h u n g s k u n s t (verniinftige Erziehung
iind natiirliche Prische ennoglichen hauptsachlich Selbstcrkenntniss, Selbstheherrschung uiid Eelbsthilfe, und auf diese drei grundet sich die Praxis
der Hygieine, es ist also die Hygieine mittels der Padagogik eine VoransRetzung naturgemasser Civilisation), die S t a t i s ti k (mit der rnedicinischen
Geographic' , die Te D h n i k (namentlich Fir die polkeiliche Hygieine),
a l l g c m e i n e N a t u r k u n d e (als Vorstudien fur Aothropologie), M c d i c i n
(nicht a18 Handwerk, sondern im philosophischen Geiste aufgefasst),
G e s c h i c h t e (nicht als Sammlung von Kamen und Zahlen , sondern als
-
-
Geschichtsphilusophie).
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Rticherschan.
Hauptvoraussetzung der Eygieine im Lebcn ist gute Erziebung , es
sind und bleiben desshalb die bestefi und tapfersten Pioniere dicser Wissenschaft die Lehrer! Die Aerzte werden erst dann fur die Hygieine ein
wahres und warmes Intcresse gewinnen, wenn sie vom Staatc fest und
reichlich besoldct werden.
Die Hygieine zerfdlt in: m o r a l i a c h e (regulirt Gedanken und
Gefiihle , beeinflusst die Begehrungen, meistert die Leidenschaften; dic
Arbeit ist das Mittel zu ihrer Einwirkuog), s o c i a l e (richtige Bceinflussung von Gesetz, Sitte und Erziehung; Hygicine dtr E h e , Verhiitung
erblicher Leiden ; Bewegung der Bevolkerung, Verhinderung der EntvGlkerung von Landstrichen; Volksbelebrung; Arbcit ; organische Vereinigung
der Fabrikarbcit mit dem Ackerbau ; Wohlthatigkeit), d i a t e t i s c 1i e
(Kleidung; Hautpflege; Gymnastik; Wolinung), p o l i z e i l i c h e (Gesundheitsgesetze).
Das S t u d i u m d e r H y g i c i n e wird nm beaten in einem zweckmiisaig cingerichteten Institute betrieben und zwar t h e o r e t i s c h und p r a k
t i s c L unter Anleitung eines Professor8 der wissenschaftlichen Gesammthygieine und eines Profeasors der praktisehen Hygieine. Zu ihnen gesellt
sich noch ein Lehrer der Anthropologie, wie oben angedeutet, ebenso fur
Actiologie, und Lebrer f i r die genannten liilfswissenschaften. Eine umfassende Bibliothek ist unbedingt notbwendig.
I n dem Werke sehliesst ,sich hier eiu Excurs iiber die Universitiiten
und deren gegenwactigen Zustand nebst Reformvorschligen an.
Die A u s ii b u n g d e r H J g i e i n e kann nicht von Medicinalpcrsolicn
allein besorgt werden, sondern muss Sache a l e r derer sein, die dns
Menschenwohl i n der einen oder andcrn Art fiirdern oder fordern sollen.
Die oherste hygieinische Behijrde ist der R a t h d e r Wo h l f a h r t d w s m
Aufgaben eine Gliederung in einen Rath der Gesundheit, Rath der
Erziehung und Rath der Sicherheit verilnlassen, doch keine absolute Gliederung sondern e5 niiissen die Theile stets organisch zusammenhiingen,
fur und durch einander bestehen.
Dann geschieht die Ausiibung der
Hygieine durch Privatleute , besonders durch Erzieher , Prediger , Aerzte,
Yolhschriftsteller ; - endlich durch Gesetzgeber und Stnatsmanner dann,
wenn sie es lernen wollen, die Oeconomie mit der Moral zu vcrsiihnen
und harmonisch zu vereinigen.
Den Schlnss des Werkcs bilden eine Anzahl erlauternder Anmerkiingen
und cin reichhaltiger Literaturnnchweis.
Dr. Heinr. Biihizkc - Reicli.
-
,
,
-
Anleitung zur Untersuchucg von Wasser, welches zu gewerblichen und hauslichen Zwecken oder als Trinkwasser benutzt
werden soll. Zum Gebrauche fur Techniker, Fabrikanten,
Pharmaceuten, Chemiker und Aerzte bearbeitet von Dr. Wilh.
Kubel. Zweite , vollstandig iimgearbcitete und rermehrte
Auflage von Dr. Perd. Tiemann , Assistent am chemischen
Laboratorium der Universitat Berlin unter Mitwirkung des
Verfassers der ersten Auflage. Mit in den Text eingedruckten Holzschnitten. Braunschweig , Druck und Verlag von
Friedrich Vieweg und Sohn. 1874.
Fortschreitend mit der Entwicklung der Industric , der Gewerbe und
der Chemie fur Sanitatszwecke hat die Kenntniss der Bestandtheile dea
Wassers sehr an Wichtigkeit gewonnen. Nieht nur verlangen die cbemischeu
Gewerbe eine genane Kenntniss der von ihnen benntzten Wiisser ebenso
bedarf man derselben fir den Betrieb der Dampfmasrhhen; am wicbtig-
,
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