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Die Meeresalgen der rumnischen Schwarze-Meer-KUste und ihr Jodgehalt.

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317
Wissenschaftlicher Teil.
983. Constantin Kollo und Konstanta Anitescu :
Die Meeresalgen der rumanischen Schwarze-Meer-Kuste
und ihr Jodgehalt.
(Aus sdem Laboratorium fiir Pharmakognosie und Pharmakodynamie
der Pharmazeutischen Fakultat an der Universitat Bukarest.
Vorstand Professor Dr. Gh. Niculescu.)
(Vorlaufige Mitteilung.)
Eingegangen am 1. April 1942.
A n der rumanischen Schwarze-Meer-Kiiste kommen eine Reihe
verschiedener Algenarten vor, die am Strande reichlich angespult
werden.
Am meisten verbreitet ist die ZIJ den Braunalgen zahlende, zur
Familie der Fucaceae, Gattung Cystosira, gehorende C y s t o s i r a
b a r b a t a (Good. e t Woodw.) Ag. In geringer Menge kommen
einige Rotalgen, untermischt rnit sparlichen Mengen von Griinalgen, vor.
Die Rucksicht auf die Verwendungsmoglichkeit dieser rumanischen Algen zur Jodgewinnung, hat AnlaB gegeben, uns mit diesem
Problem zu befassen.
Es sei vorweg bemerkt, daD, soweit wir in der uns zuganglichen
Literatur feststellen konnten, iiber die rumanischen Meeresalgen
weder eine pharmakognostische Studie, noch irgendwelche Analysen,
ihren Jodgehalt betreffend. zu finden ist, was uns insbesondere anregte, einiges zur Ausfullung dieser Liicke beizutragen.
Das fur die vorliegende Arbeit dienende Material bestand aus
am Strande angespulten, gerade von der See angeworfenen Algen.
die einen noch ganz frischen und lebenden Eindruck machten, wie
auch aus Pflanzen, die am Standort in Mangalia, in der Nahe von
Constanta, gesammelt wurden.
In diesem Material fanden sich folgende Algenarten vor:
1. Zu etwa90% C y s t o s i r a b a r b a t a ( G o o d . et W o o d w . )
Ag., C. H o p p i i Ag.').
1)
R a b e n h o r s t s Kryptogamen-Flora, 11, 296 (1885).
Arehiv und Berichte 1942
23
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C o n s t a n t i n K o l l o und K o n s t a n t a A n i t e s c u
2. C e r a m i u m r u b r u m ( H u d s . ) Ag. etwa 5% und C. c i 1 i a t u m (E 11i s ) D u c 1. etwa 3%. Beide Arten sind Rotalgen und
gehoren der Familie der Ceramiaceae an.
3. In Mengen von hochstens 1% fanden wir die zu den Grunalgen gehorende E n t e r o m o r p h a c o m p r e s s a (L.) G r e v . und
E. c 1 a t h r a t a t a (R o t h.) I. Ag. aus der Familie der Ulvaceaez).
Der qualitative Nachweis des Jodls gelingt bekanntlich nicht bei
allen Meeresalgen, worauf schon M o 1 i s c h hingewiesen hats). Bei
Braunalgen konnte er sehr haufig Jod nachweisen, hingegen selten
bei Rotalgen. Unter 13 Phaeophyceen war es bei 8 nachweisbar;
am starksten fie1 die Reaktion bei Laminaria und Cladostephus aus,
und unter den von ihm gepriiften Rodophyceen gab nur Plumaria
elegans eine starke Reaktion.
Zu diesem Zwecke legte M o 1 i s c h kleine Thallusschnitte in
eine salzsaure Mischung von Kaliumnitrit und Starkekleister. In
allen Fallen, wo die salpetrige Saure Jod a w vorhandenen Jodiden in
Freiheit setzen konnte, farbte sich der Kleister blau. Ein negativer
Ausfall dieser Probe ist daher als Beweis zu betrachten, daB in den
Algen, die nicht auf dieses Reagens ansprechen, das Jod nicht in
anorganischer Bindung, sondern andersartig, in organischer Form gebunden ist. Nach J o h u d a und E t o 4, ist der groBte Teil des
Algenjods organisch, und zwar gewohnlich an EiweiB, gebunden,
aus dem es durch Kochen mit verdunnter Formaldehydlosung in
Freiheit gesetzt werden kann.
T u n ma n n 6, weist Jod in Laminaria in der Weise nach, daI3 er
auf einen Objekttrager Schnitte mit einem Tropfen Wasser bedeckt,
einige Starkekorner zusetzt, das Deckglas aufsetzt und vom Rande
her 1 bis 2 Tropfen HNOs conc. oder FeCls zufliekn laat.
Nach dieser Methode konnte er Jod in Mengen von 1 bis 2 mg
der Laminaria nachweisen.
M o 1 i s c h ") fuhrt, noch an, daB ihm ausgezeichnete Dienste das
Glaskammerverfahren geleistet hat.
Wir haben alle diese Jodprufungsmethoden angewendet, konrlten
aber mit keiner Jod qualitativ in unserem Algenmaterial nachweisen.
Zur quantitativen Bestimmung des Jodgehaltes in diesem Algenmaterial haben wir die Methode angewendet, die S c h u l e k 7 ) fur
2) Herrn Dr. R. 2 i t t i , Dozent fur spezielle Botanik (Systematik) an
der Pbarmazeutischen Fakultat Bukarest, der uns beim Bestimmen dieses
Pflanzenmaterials behilflich war, mochten wir auch an adieser Stelle besten
Dank sagen.
s) M o 1 i s c h , H., Mikrochemie der Pflanze, 2. Aufil., 84 (1921).
4) J o h u s d a und E t 0 ,T. I., Coll. Agric. Tokyo, Pharmac, Weekbl. 1914,
113.
5) T u n m a n n , I., Uber Ndas Jod un.d d e n Nachweis desselben in der
Lamin*aria. Pharmaz. Ztg. XLVIII, 505 (1907).
6) 1. c. S. 85.
7) S c h u l e k , E., unmdS t a s i a k , A., Bestimmung des Jods in Schilddrusenpraparaten, Pharmaz. Zentralhalle Deutschland 1928, 113.
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Die Meeresalgen der rumanischen Schwarze-Meer,Kiiste
Schilddriisenpraparate ausgearbeitet hat, mit der von F. B r u c h h a u s e n vorgeschlagenen Modifikation.
S c h u 1 e k mineralisiert die organische Substanz durch Verbrennen in Gegenwart von Xtzkali. Zu diesem Zweck wird 0.1 g
des Schilddrusenpulvers mit 2.5 g gepulvertem Atzkali bedeckt und
langsam durch Schmelzen die Verbrennung durchgefuhrt.
Aus dem hierbei gebildeten Alkalijodid wird durch Schwefelsaure Jodwasserstoff in Freiheit gesetzt und dieser mit Bromwasser
zu Jodsaure oxydiert. Der Uberschu8 an Brom wird mit Phenol fortgenommen. Aus zugesetztem Kaliumjodid setzt die Jodsaure Jod
in Freiheit, das mit 0.01-n-Na&08 titriert, wird.
Dieses Verfahren erfordert zur Ausfiihrung groRe Ubung; au8erdem konnen Jodverluste eintreten, dadurch entstanden, d a 8 die
Substanz unvollstandig vom KOH bedeckt war. Dies laBt sich vermeiden, wenn man nach Vorschlag v. B r u c h h a u s e n das organische
Material mit einer konzentrierten Losung von KOH durchtrankt.
Zur Jodbestimmung in unserem Algenmaterial haben wir Jemnach folgenden Arbeitsgang dieser Methode eingeschlagen:
Z u 1 g Algenpulver wird im Porzellantiegel von 6.5 cm 8
2.5 g KOH in Platzchenform und 3 ccm Wasser gegeben. Die Masse
wird mit dnem Magnesiumstabchen grundlich durchgemischt m d
iiber dem Mikrobrenner eingedickt.
Nach Zulsatz von 1 g plveratum Kaliumkarbonat wird durchgemischt und langsam starker erhitzt. Der Inhalt soll dabei nicht brennen. Nach 10 bis 15 Minuten wird in der vollen Bunsenflamme kurz
gegliiht, wodurch die Masse grau wird. Nach dem Erkalten nimmt
man mit hei8em Wasser auf und filtriert durch ein glattes, angefeuchtetes Filter von 9 cm 0 in einem Jodzahlkolben. Durch griindliches Nachwaschen bringt man das Filtrat, das vollig klar sein mu8,
auf etwa 80 bis 100 ccm. Hierauf gibt man 2 Tropfen Methylorangelosung (1 : 1000) zu, neutralisiert vorsichtig mit 20%iger
H ~ O und
I
gibt nach dem Umschlag 2 bis 3 Tropfen im UberschuD
hinzu. Dann fiigt man 1 ccm frisch bereitetes, gesattigtes Bromwasser hinzu - die Losung mu8 deutlich pelb sein - und nach
einigen Minuten etwa 0.6 ccm 5%ige Phenollosung in einem -8.
Dabei soll keine Triibung entstehen. Nach Zusatz von 5 ccm H ~ P O I
(25%) und 0.2 g KJ wird nach einigen Minuten Stehenlassen im
Dunkeln mit 0.0l-n-NazS203 und wenig Starkelosung als Indikator
titriert.
Dieses Verfahren ist bereits von W e b e r und G e r h a r d *) bei
ihren Jodbestimmungen in deutschen Fucusarten angewendet worden
und hat sich seine. Brauchbarkeit aus vielen ubereinstimmenden
Analysen ergeben, was avch wir auseigener Erfahrung nur bestatigen
konnen.
Die von uns gescimmelten Algen wurden mit wasser abgespiilt
und hierauf sofort bei einer 60 bis 70° nicht ubersteigenden Temperatur bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.
8 ) W e b e r , U.. un,d G e r h a r d , H., Die Fucusarten der
deutschen
Kiisten und ihr Jodgebalt, D,eutsche Apoth.-Ztg. 1938, 1351 bis 1375.
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C o n s t a n t i n K o l l o und K o n s t a n t a A n i t e s c u
100 g frische Algen ergaben im Durchschnitt 29 g Trockensubstanz.
Die Jodbestimmung ergab folgende Werte:
I
........
Ceramium rubrum . . . . . . . .
Ceramium ciliatum . . . . . . . .
Entromorpha compressa . . . .
Cystosira barbarta
Entromorpba clathraba
Sammelzeit
I
I
% Jod
in d,er Trocken.
substanz
Oktober
0.0367
Juli
0.0478
.....
984.
W.Sydow:
Uber die Giftigkeit fettloslicher Quecksilberverbindungen
in der grauen Salbe.
(Deutsche Apotheke, Warschau.)
Eingegangen am 11. April 1942.
Die Beabachtung einer akuten klinischen Vergiftung nach Anwendung der of fizinellen grauen Salbe (Unguenturn Hydrargyri cinereum [DAB. VI]) gab mir wahrend meiner Tatigkeit in den Heilanstalten vom Roten Kreuz Hohenlychen - Chefarzt Prof. Dr. G e b h a r d t - Anregung, Untersuchungen iiber die Giftigkeit der sich
bei langerer Aufbewahrung bildenden fettloslichen Quecksilberverbindungen der graven Salbe anzustellen.
Chronische Schadigungen nach therapeutischer Anwendung der
Quecksilbersalbe sind wiederholt bechachtet (L e w i n) (1) und bis
in die neueste zeit beschrieben worden ( A d 1 e r) (2); selbst Todesfalle waren als Folge intensiver Quecksilberschmierkuren bekanntgeworden (F i s c h 1 und S c h 1 o B b e r g e r) (3). Tierversuche und
zahlreiche Arbeiten ( P e n t s c h e w und K a s s o w i t z (4), S t o c k
und C u c u e l (5), S t o c k (6). C h r i s t e n s e n , K r o g h und
N i e 1s e n) (7) hatten zur Erforschung der Quecksilbervergiftungen
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